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Großmarktschließungen, Mindestlohnanhebung, Überschüsse, Streiks und Co.

Jahresübersicht anhand von 5 Schlüsselthemen

2025 war in vielerlei Hinsicht besonders ereignisvoll für den Obst- und Gemüsesektor. Obwohl das neue Jahr bereits begonnen hat, blicken wir anhand von fünf allgegenwärtigen Themen noch einmal auf das vergangene Jahr zurück.

© Hugo Huijbers | FreshPlaza.de
Im Uhrzeigersinn: die Kölner Großmarkthalle kurz vor der Schließung; DBV-Präsident Joachim Rukwied warnte mehrfach vor den gravierenden Folgen der Mindestlohnanhebung sowie 'einem Kahlschlag des Sonderkulturanbaus'; die Einschränkung der zugelassenen Pflanzschutzmittel trifft vor allem den Freilandanbau, wie z. B. Eisbergsalat; Straßenblockade in Frankreich im Rahmen landesweiter Bauernproteste.

1. Schließung der Großmärkte
Genau ein Jahr nach der unabwendbaren Schließung in Düsseldorf schloss auch der Großmarkt Köln am 31.12.2025 endgültig seine Pforten. Obwohl beide Großmärkte inzwischen einen neuen Standort und eine alternative Existenzform gefunden haben, bedeutete das Ende der Großmärkte auch das Aus für viele Traditionsunternehmen und ihre Mitarbeiter. Nach dem Rückzug des Investors Büschl steht nun auch die Zukunft des Münchner Großmarktes, des traditionell größten Frischezentrums Süddeutschlands, auf der Kippe.

2. Überschüsse prägen den Markt
Gravierende Überschüsse aufgrund von Flächenausweitungen und überwiegend günstigen Wachstumsbedingungen, gepaart mit einem zurückhaltenden Markt, der von Inflation und Preissensibilität geprägt ist. Für viele einheimische Produkte, insbesondere Kartoffeln, Freilandgemüse, aber auch Äpfel und sonstiges Baumobst, war 2025 ein ausgesprochen schwieriges Absatzjahr. Marktexperten erwarten im kommenden Jahr eine Flächenreduktion bei vielen Produkten, um entsprechenden Überschüssen möglichst gegenzusteuern.

3. Herausforderungen in der globalen Frischelogistik
Von Streiks an Flug- und Seehäfen über Straßenblockaden bis hin zur anhaltenden Problematik im Roten Meer: Die großzügigen logistischen Herausforderungen in- sowie außerhalb Europas schienen größer zu sein als in den Vorjahren. Ebenfalls herausfordernd waren die extrem volatilen Rahmenbedingungen, unter anderem aufgrund der unberechenbaren US-Zollpolitik von Donald Trump.

4. Allgegenwärtige Kostensteigerungen
Steigende Kosten sind im Obst- und Gemüsesektor nichts Neues. In Kombination mit den ohnehin schon schwierigen Absatzbedingungen und den meist niedrigen Erzeugerpreisen der vergangenen Saison sind die Auswirkungen in diesem Jahr offenbar größer als je zuvor gewesen. Insbesondere die angekündigte Mindestlohnanhebung ist für viele Unternehmen ein harter Rückschlag. Weitere Kostentreiber sind die zunehmende Bürokratie, aber auch künftige Entwicklungen wie die EU-Verpackungsverordnung (PPRW) ab dem 1.1.2030, auf die sich Unternehmen bereits jetzt mit entsprechenden Investitionen vorbereiten müssen.

5. Einschränkung der zugelassenen Pflanzschutzmittel
Es handelt sich um einen entscheidenden Faktor, der allerdings oftmals unter dem Radar bleibt: die stetige Einschränkung zugelassener Pflanzenschutzmittel. Es fehlen in der Breite bereits viele Pflanzschutzmittel, und ab diesem Jahr fallen auch die im Freilandanbau gängigen Mittel Movento und Mospilan weg. Vor allem die Bekämpfung von Läusen im Salatanbau wird dadurch erheblich erschwert, zumal hier die Notfallzulassungen auch nur bedingt aushelfen. "Dementsprechend wird es tendenziell schwieriger, die Bestände schädlingsfrei zu halten", prophezeite ein Freilanderzeuger.

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