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TR4 auf Bananenplantage in Ecuador entdeckt: Branche in höchster Alarmbereitschaft

Die ecuadorianische Pflanzengesundheitsbehörde Agrocalidad hat offiziell bestätigt, dass der Bananenfäulepilz TR4 auf einer Plantage in der Provinz El Oro entdeckt wurde. Unmittelbar nach der Bestätigung wurden Sofortmaßnahmen ergriffen, darunter die Ausrufung eines phytosanitären Notstands, der sechs Monate lang gelten wird.

TR4 gilt weltweit als eine der größten Bedrohungen für den Bananenanbau. Es gibt nämlich kein Pflanzenschutzmittel gegen diesen Pilz und auch keine resistenten kommerziellen Bananensorten. Die Infektion wurde nach Laboruntersuchungen und einem Standard-Diagnoseverfahren festgestellt. Der Pilz stellt eine Gefahr für Bananen, Kochbananen, Orito und andere Arten aus der Bananenfamilie dar.

© Acorbanec

Laut Richard Salazar, Direktor des Bananenexportverbands Acorbanec, ist diese Bedrohung nicht neu. „Wir wussten, dass dies kommen würde. Die Branche bereitet sich schon seit Jahren darauf vor", sagt er. „Es gibt kein Heilmittel, daher dreht sich alles um Biosicherheit. Jeder Erzeuger muss sein Unternehmen jetzt schützen, als ginge es um seine eigene Gesundheit."

Die Infektion wurde auf einer etwa sieben Hektar großen Plantage festgestellt. Die befallenen Pflanzen wurden sofort entfernt, und innerhalb eines Radius von fünf Kilometern wurde eine intensive Überwachung eingeleitet. Bislang scheint die Situation unter Kontrolle zu sein. „Es scheint eingedämmt zu sein. In Kolumbien konnte man damals ebenfalls schnell eingreifen und eine weitere Ausbreitung verhindern", so Salazar.

Agrocalidad betont, dass keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit oder für Verbraucher besteht. Die Infektion hat keinen Einfluss auf den Export, die Qualität oder den Preis der ecuadorianischen Bananen. Das befallene Gebiet wurde abgeriegelt und wird gemäß nationalen und internationalen Protokollen streng kontrolliert.

Der Notstand wurde von der Regierung ausgerufen, um schneller Zugang zu staatlichen Mitteln und internationaler Hilfe zu erhalten. Damit können unter anderem die epidemiologische Überwachung verstärkt und technische Maßnahmen beschleunigt werden, ohne dass die Erzeuger darunter leiden. Seit dem ersten Verdachtsfall im September 2025 wurde der nationale Notfallplan aktiviert, der unter anderem mobile Teams, Desinfektionsstationen, spezialisierte Techniker und die Unterstützung internationaler Experten umfasst.

© Acorbanec

In der gesamten Exportkette wurden die Biosicherheitsmaßnahmen verschärft. „Wie bei Corona gilt auch hier: Wenn ein Notfall vorliegt, müssen alle ihr Verhalten anpassen", sagt Salazar. Maßnahmen wie Zugangskontrollen auf Plantagen, Desinfektion von Fahrzeugen und Schuhen, Beschränkung des Zugangs für unbefugtes Personal und verschärfte Kontrollen in Häfen, Flughäfen und an Grenzen haben nun Priorität.

Acorbanec geht davon aus, dass kurz- und mittelfristig kein Risiko für den Anbau oder die Versorgung besteht. „Der Anbau läuft normal weiter und der Markt bleibt zuversichtlich. Wir sind seit Monaten wachsam und der Pilz hat sich nicht weiter ausgebreitet", so Salazar. Mehr noch: Die ecuadorianischen Bananenexporte zeigen in diesem Jahr bisher eine positive Entwicklung.

Die Zusammenarbeit zwischen Regierung und Wirtschaft hat sich als entscheidend erwiesen. Acorbanec ist zusammen mit Agrocalidad, Erzeugern, Exporteuren, Universitäten und Forschungseinrichtungen aktiv am Technischen Komitee Fusarium beteiligt. Sie beraten sich regelmäßig über die Situation und passen die Vorgehensweise bei Bedarf an. Mithilfe von Technikern und modernen Mitteln wie Drohnen werden die Felder kontinuierlich überwacht.

Wachsamkeit und Zusammenarbeit bleiben unerlässlich. „Dies ist nicht die erste und sicherlich auch nicht die letzte Krankheit, mit der die Branche zu kämpfen hat", fasst Salazar zusammen. „Was zählt, ist, dass wir weiterhin verantwortungsbewusst, diszipliniert und mit gesundem Menschenverstand handeln."

Weitere Informationen:
Richard Salazar
Acorbanec
Ecuador
Tel: +593 98 985 7025
[email protected]
www.acorbanec.com

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