Das bisherige Weihnachtsgeschäft auf dem örtlichen Großgrünmarkt in Wien sei recht enttäuschend gewesen. "Generell fehlt uns seit der Pandemie der große Ansturm in der Vorweihnachtszeit. Das klassische Weihnachtsgeschäft mit guten Absätzen, wie wir es bis vor wenigen Jahren gewohnt waren, gibt es heutzutage schlicht nicht mehr", berichtet Baris Sahin, Geschäftsführer des dort ansässigen Großhandelsunternehmens Petrik & Sahin OG.
Zu den aktuellen Mengendrehern zählen vor allem Fruchtgemüse wie Eisbergsalat und Tomaten sowie Zitrusfrüchte. "Einer unserer saisonalen Schwerpunkte sind Zitronen und Satsumas türkischen Ursprungs", so Sahin, der die momentane Mengenverfügbarkeit in der Kategorie Zitrus als gut bewertet. "Noch offerieren wir Zitronen der Sorte Meyer, nach dem Jahreswechsel geht es dann weiter mit Lamas, ebenfalls aus türkischem Anbau. Generell liegen die Preise annähernd auf bis leicht über dem Niveau des Vorjahres."
Preisnachlass bei Satsumas
Die Kampagne der türkischen Satsumas neigt sich derweil dem Ende zu, führt Sahin weiter aus. "Wir sind mit relativ hohen Preisen in die diesjährige Saison gestartet, momentan bewegen sich die Notierungen jedoch tendenziell nach unten, was in Richtung Saisonende durchaus nicht unüblich ist. Nach dem Jahreswechsel werden die Satsumas dann durch türkische Mandarinen der Sorte W.Murcott abgelöst."
© Petrik & Sahin OGBaris Sahin im Frühling dieses Jahres. Nach Angaben des Fruchgroßhändlers sei die aktuelle Stimmung auf dem örtlichen Großgrünmarkt nicht gerade rosig.
Tomatenpreise auf hohem Niveau
Auch im Bereich der Tomaten setzt das Team der Petrik & Sahin OG auf Direktimporte aus der Türkei. "Wir fahren bei den Tomaten zweigleisig und bieten sowohl spanische als auch türkische Ware an. Bei letzterem Ursprungsland handelt es sich vorwiegend um lose Tomaten. Dieses Jahr werden die Tomaten im Allgemeinen recht hochpreisig gehandelt, wobei die Preise in der Regel zu Weihnachten erneut angehoben werden. Nach dem Jahreswechsel wird das Preisgefüge dann erfahrungsgemäß wieder nach unten korrigiert. "
© Petrik & Sahin OG
Lose Tomaten aus der Türkei.
Momentan seien Tomaten spanischen Ursprungs im Vergleich zum türkischen Pendant im Verkauf um bis zu 20-30 Prozent teurer. Dies sei vor allem den limitierten Angebotsmengen geschuldet, weiß Sahin. "Ab Januar nimmt die spanische Tomatenernte in der Regel erst so richtig Fahrt auf, sodass die Preise entsprechend nach unten tendieren und denen der türkischen Tomaten wieder etwas mehr angleichen", heißt es abschließend.
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Baris Sahin
Petrik & Sahin OG
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