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Keelings International, Niederlande:

"Der Absatz von verzehrfertigen Ananas nimmt vor allem in Deutschland stark zu"

Nach einer Ananassaison, die mit extrem geringen Mengen und hohen Preisen begann, hat sich die Lage nach Ostern zu einem Markt mit normalen Mengen und niedrigen Preisen gewandelt. Diese und nächste Woche erreicht die Lieferung aufgrund der Natural Differentiated Flowering (NDF) ihren Höhepunkt, aber Ed Heijnen von Keelings International aus den Niederlanden erwartet, dass die Mengen danach wieder stark zurückgehen werden. „Von Mai bis Anfang Juni wurden Ananas noch zu Preisen zwischen 8 und 8,50 EUR verkauft. Mittlerweile liegen wir bei 10 bis 12,50 EUR, und es ist zu erwarten, dass sich die geringeren Mengen bald auf die Ananaspreise auswirken werden."

© Keelings International

Spezialisierung
Im Laufe der Jahre ist die Zahl der Ananasimporteure drastisch zurückgegangen. „Ananas ist kein einfaches Produkt. Nach der Ernte und Verpackung ist das Produkt zweieinhalb Wochen unterwegs und muss dann innerhalb von fünf Tagen verkauft werden, um wiederum innerhalb von fünf Tagen verzehrt zu werden. Das ist nur etwas für Spezialisten und kann nicht einfach nebenbei gemacht werden. Wir haben uns für diese Spezialisierung entschieden und wachsen darin. Aber wenn man sich nicht direkt an der Quelle befindet, wird es viel schwieriger", erklärt Ed. Keelings besitzt eine eigene Farm in Costa Rica namens Las Brisas mit einer Fläche von 900 Hektar, davon 200 Hektar Regenwald. „Unsere Anbaufläche wächst weiter, auch wenn es nicht einfach ist, in Costa Rica mehr Land zu finden, insbesondere in dem Schutzgebiet, in dem unser Anbau betrieben wird."

Ed ist optimistisch, was den Konsum von Ananas angeht. „Wir sehen insbesondere ein starkes Wachstum im Bereich Ready-to-Eat (RTE). Der Verbrauch steigt hier jährlich um 15 bis 20%. In den Niederlanden hat dieser Absatz noch nicht so richtig Fuß gefasst, aber vor allem Deutschland, aber auch Frankreich und Spanien steigen zunehmend auf RTE um", erzählt Ed. „Wo der Marktanteil der grünen Ananas zurückgeht, steigt der Absatz von Ready-to-Eat. Damit wurde faktisch eine neue SKU auf dem Markt geschaffen. Die Zahlen lügen nicht, und letztendlich gehe ich davon aus, dass der Marktanteil stetig wachsen wird. Der größte Hemmfaktor ist die Verfügbarkeit, da es schwierig ist, Ananas mit farbiger Schale und hohem Zuckergehalt für den Seetransport anzubauen. Auch die Nachfrage nach kronlosen Ananas steigt, vor allem in Südeuropa."

© Keelings International

Gestoppt mit Bio-Ananas
Die logistische Situation bleibt laut dem Importeur schwierig. „Man merkt, dass die gesamte Lieferkette komplex geworden ist. Jedes Glied steht unter Druck und die Kapazitäten in den Häfen von Rotterdam und Antwerpen sind begrenzt. Vor allem zwischen Dezember und Mai waren Verzögerungen an der Tagesordnung. In den vergangenen Wochen sind die Verbindungen wieder zuverlässiger geworden." Seit dem 1. Januar hat Keelings den Vertrieb von Bio-Ananas eingestellt. „Nicht, weil wir nicht an Bio glauben, denn wir denken, dass dies nach wie vor ein wichtiger Teil unseres Geschäfts ist. Aber angesichts all der logistischen Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind die Auswirkungen auf Bio-Ananas noch viel größer. Verzögerungen bei Bio-Ananas haben daher auch viel größere Auswirkungen. Außerdem ist der Absatz von Bio-Produkten noch nicht stabil, insbesondere im Sommer. Dann entscheiden sich die Erzeuger in Costa Rica schnell für den US-Markt als Absatzmarkt, weil sie dort eine kürzere Transitzeit und viel weniger Risiken haben."

Auch der Anteil an FairTrade- und RFA-zertifizierten Ananas ist zurückgegangen. „Wir haben in Costa Rica zwar noch die Rainforest Alliance-Zertifizierung für den Anbau, aber sie ist kein Marketinginstrument mehr und wir kennzeichnen unsere Kartons nicht mehr mit dem grünen Frosch", fährt Ed fort. „Das ist natürlich schade, aber man sieht, dass es hier rein um Geld geht. Und wenn man mit einer anderen Anbaumethode zum gleichen Endprodukt mit einer niedrigeren Kostenstruktur kommt, ist die Entscheidung für die Anbaubetriebe schnell getroffen."

Im vergangenen Jahr hat Keelings auch eine Mango-Linie gestartet. „Wir haben eine fantastische Saison in Peru hinter uns, mit einer guten Marktsituation. Die Saison in Westafrika verläuft bislang schwierig. In Mali hatten wir eine extrem kurze Saison, die später begann und früher endete. Auch die Saison im Senegal ist mit vielen Herausforderungen verbunden, und ich bin gespannt, ob wir Ende Juli unser Ziel erreichen werden. Der Absatz ist kein Problem, und die Preise sind gut, aber die Mengen sind sehr begrenzt."

© Keelings InternationalBüro in Sevilla
Der Importeur hat inzwischen auch eine Linie mit peruanischen Avocados gestartet. „Unsere Kunden fragen danach, und wir suchen nach der richtigen Lieferkette, um dann zu skalieren. Wir haben jedoch keine Ambitionen, das Exotenangebot weiter auszubauen. Mit unserem kleinen Team wollen wir nämlich etwas auf dem Markt etablieren, worauf die Kunden zurückkommen", erzählt Ed. Keelings International verkauft mittlerweile in mehr als zwanzig Ländern an eine breite Palette von Einzelhändlern, Großhändlern und Foodservice-Unternehmen, wobei der niederländische, deutsche und osteuropäische Markt den Hauptanteil ausmachen. Auch Spanien ist ein Wachstumsmarkt. „Vor anderthalb Jahren haben wir ein Büro in Sevilla eröffnet und mittlerweile kommen schon viele Lieferungen im Hafen von Algeciras an, von wo aus wir den spanischen und portugiesischen Einzelhandel und Foodservice beliefern. Gerade in einer Zeit wie dieser, mit enormen Mengen, ist ein solcher spanischer Hub unglaublich praktisch!"

Weitere Informationen:
Ed Heijnen
Keelings International
Escudostraat 6D
2991 XV Barendrecht, Niederlande
Tel: +31 (0)6 10883195
Ed_Heijnen@Keelings.com
www.keelings.com

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