Das Angebot auf dem belgischen Mangomarkt ist in dieser Zeit schwierig. "Der Senegal war sehr enttäuschend. Die letzte Lieferung war von schlechter Qualität und endete auch viel früher als erwartet. Zurzeit kommt etwas aus Israel, aber in den nächsten Wochen wird das Angebot im Mangoland knapp sein", sagt Ive Lambert von Starfruit.
"Spanien steht in den Startlöchern, aber dort gibt es eine deutlich geringere Ernte mit vielen kleinen Früchten aufgrund der dortigen Trockenheitsprobleme", so der Spezialist weiter. "In Belgien arbeiten wir hauptsächlich mit der Sorte Kent, und solange Brasilien nicht in Schwung kommt, wird es davon nur wenig geben."

Daher wird das Unternehmen bis auf Weiteres mit der Produktion aus Israel arbeiten. "Das ist allerdings eine relativ kleine Ernte. Qualitativ sehen sie innen gut aus, aber da das Klima dort nicht ganz geeignet ist für Kent-Mangos, haben sie oft noch eine grünliche Schale. Die Früchte färben sich äußerlich nicht so gut. Hinzu kommt, dass viele mit Flugmangos arbeiten, wodurch die besser gefärbten herausgepickt werden. Das Ergebnis ist, dass das, was für den Bootshandel übrig bleibt, noch grüner ist. Auch hier sind sie qualitativ in Ordnung, aber aus ästhetischer Sicht sehen wir, dass die Leute sie dann nicht mehr so gerne kaufen. Das Auge isst ja bekannterweise auch mit."
Auf der Nachfrageseite läuft es bei den Exoten auch noch nicht wirklich gut. "Man merkt, dass die Leute jetzt langsam aus dem Urlaub zurückkehren, aber es ist immer noch nicht so wild. Die wirklich schlechten Wochen scheinen jedoch hinter uns zu liegen, sodass sich der Markt ein wenig erholt."
"Die Preise bleiben auf einem relativ guten Niveau, obwohl der Markt im Moment nur ein geringes Volumen aufweist. Das liegt vor allem daran, dass es relativ viel Keitt und Tommy aus Brasilien gibt. In Belgien wird jedoch hauptsächlich die Kent gefragt. Wir arbeiten wohl mit Sorten wie Tommy, aber wirklich nur, wenn nur sehr wenig Kent verfügbar ist."

Unterschiedliche Marktlage bei Bohnen und Zuckerschoten
Die Engpässe bei Bohnen aus Kenia sind inzwischen überwunden. "Bis zur 31. Woche hatten wir eine erhebliche Knappheit an Bohnen. Es war die schlimmste Zeit seit 25 Jahren. Ab der 32. Woche hat sich die Produktion jedoch wieder normalisiert. Die Engpässe, die etwa sechs Wochen andauerten, sind vorbei. Im Gegensatz dazu gibt es jetzt eine Knappheit bei Zuckerschoten. Hier haben wir allerdings das Glück, dass es auch Lieferungen aus Simbabwe und Peru gibt. Es gibt etwas mehr Länder, aus denen man importieren kann, sodass die Probleme etwas leichter aufgefangen werden können als bei den Bohnen."
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Ive Lambert
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