Heimatagenturen organisierten Informationsveranstaltung

Regionale Vermarktungswege für Lebensmittel in Franken

Im Rahmen einer Online-Veranstaltung stellten sich am 22. Februar 2023 drei unterschiedliche Initiativen aus den drei fränkischen Regierungsbezirken vor, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, regional erzeugte Lebensmittel in der Region besser zu vermarkten. Die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung, darunter viele Landwirte und Erzeuger, erfuhren so aus erster Hand, wie regionale Vermarktung bei den vorgestellten Initiativen in Franken derzeit funktioniert und dass es besonders interessant sein kann, sich mehrere Absatzwege in einer Region zu erschließen.

Für Mittelfranken stellte Tobias Kreiselmeyer als neuer Vorstand des Regionalbuffets die gleichnamige Initiative von Landwirten, Gastronomen und regionalen Handwerks- und Verarbeitungsbetrieben vor, die auch mit Partnern des regionalen Tourismus zusammenarbeiten. Ziel des Regionalbuffets ist es, ihren Kunden und Gästen einen regionalen und kulinarischen Genuss zu bieten. So soll bei den Speisen der überwiegende Teil der Zutaten aus heimischer Produktion stammen. Die Initiative besteht bereits seit rund 20 Jahren und hat über 170 Mitgliedsbetriebe. Dabei betonte Kreiselmeyer, „dass die wichtigsten Erfolgsfaktoren des Zusammenschlusses vor allem in der Bereitschaft zur Kooperation und zum Wissensaustausch liegen.“

Rechts: Tobias Kreiselmeyer, Regionalbuffet Mittelfranken (Quelle: Karin Kreiselmeyer).

Rüdiger Strobel, Metzgermeister aus Oberfranken, stellte die Interessengemeinschaft Strohschwein vor. Hierbei arbeiten Metzger und Schweinehalter Hand in Hand zusammen. Als Vertragslandwirte erhalten die Landwirte für die auf Stroh gehaltenen Schweine nicht nur einen Preiszuschlag, sondern auch eine Abnahmegarantie und einen Mindestpreis. „Die Zusammenarbeit auf Augenhöhe schätzen die Erzeuger“, ist sich Strobel sicher. Mittels einer Live-Übertragung in den Schweinestall können Kunden in der Metzgerei live sehen, wie es im Stall des Lieferbetriebs aussieht. „Das kommt bei den Kunden in meiner Metzgerei gut an“, so Strobel.

Als Bio-Gemüse-Erzeuger skizzierte Thomas Schwab aus Unterfranken von den „Remlinger Rüben“ den Weg, wie Kartoffeln und anderes Gemüse über die professionelle Gemüseverarbeitung und einen Großhändler auf den Tellern der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie landen. Als herausragendes Beispiel nannte er die Vermarktung von kleinen Kartoffeln, sogenannten Drillingen. Mit der regionalen Wertschöpfungskette wurden die vorab vom Großhändler aus Frankreich bezogenen Drillinge durch die hiesigen Bio-Kartoffeln ersetzt. „Es ist sehr viel möglich, wenn man Partner hat, die wirklich Lust haben, regional erzeugte Ware in die Region zu bringen!“, ist sich Thomas Schwab sicher.

Im Anschluss an die Impulsvorträge tauschten sich die Referenten zusammen mit den Teilnehmenden unter anderem über Erfolgsfaktoren der Initiativen aus. Die Organisation der Veranstaltung lag in den Händen der drei Heimatagenturen aus Mittel-, Ober- und Unterfranken, die an der jeweiligen Bezirksregierung im Bereich Ernährung und Landwirtschaft angesiedelt sind.

Weitere Informationen:
www.regierung.mittelfranken.bayern.de


Erscheinungsdatum:



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