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FFC-Chef Christian Hencke zur südafrikanischen Steinobstsaison

"Wettbewerb mit Italien und fehlende Wunschkaliber prägen den Saisonauftakt bei den Pflaumen"

Die ersten Steinfrüchte südafrikanischer Herkunft werden dieses Jahr außergewöhnlich früh verladen. Bereits Anfang Dezember stießen die ersten Pflaumen, Pfirsiche, Aprikosen und Nektarinen auf den europäischen Markt. Insbesondere die Pflaumen stehen dabei in direktem Wettbewerb mit italienischen Chargen, die eventuell sogar bis KW 2 im deutschen LEH angeboten werden können, bilanziert Christian Hencke, Steinobst-Spezialist und Geschäftsführer der FFC Fresh Fruit Company GmbH mit Sitz in Hamburg.


Links: Pflaumen dunkel der Sorte Black Pearl
Rechts: Der Pflaumen-Mix findet im LEH guten Anklang

Es sei vor allem im Interesse der Übersee-Importeure die mittleren und späteren Sorten anzubieten, die mit hohen Brixwerten und einer tollen Essqualität punkten, so Hencke. "Der LEH drängt aber nach wie vor danach früh in die Übersee-Saison zu starten. Bei den Pflaumen etwa, werden die besseren Sorten erst ab Anfang-Mitte Januar eintreffen. Erschwerend hinzu kommt, dass uns bedingt durch den milden Frühling und frühen Erntezeitpunkt überwiegend kleinere Kaliber zur Verfügung stehen." In anderen Jahren sei die frühe südafrikanische Ware im Dezember nahezu monopolartig vertreten gewesen, angesichts der Präsenz italienischer Pflaumen beobachte man nun bereits einen Vermarktungs- und Preisdruck. "Alles in allem ist die derzeitige Nachfrage für Pflaumen etwas verhalten."


Carmingo-Aprikosen

Bei den Nektarinen und Pfirsichen trifft die südafrikanische Ware auf einen geräumten Markt ohne jegliche Konkurrenz europäischer Restbestände. "Auch in diesem Segment sind wir früh dran und werden bisher überwiegend kleinkalibrige Früchte verladen. Gerade bei den Nektarinen fragt der LEH gezielt nach großen Früchten, was uns vor große Herausforderungen stellt." Ausschlaggebend wird die zweite Hälfte der Vermarktungssaison (ab KW2-3) sein, fährt Hencke fort. "Es wurde in den zurückliegenden Jahren viel in mittlere und späte Nektarinensorten investiert. Im vergangenen Jahr hat man die Ware bis KW 15-16 verkauft, obwohl die ersten spanischen Früchte zur Verfügung standen. Dies war zu spät und durch Qualitätsprobleme hat man ordentlich Lehrgeld bezahlt. Wir hoffen, dass man die Verladungen dieses Jahr besser planen kann." Im Gegensatz zu den volumenstarken Nektarinen etablieren sich die Pfirsiche vor allem als Zusatzartikel, heißt es weiter.


Die Sorte Ruby Sun am Baum wird dieses Jahr die volumenstärkste Pflaume mit voraussichtlich 1,6 Mio Kolli. 

Aprikosen: Carmingo-Sorten im Aufwind
Auch bei den Aprikosen prägen die kleineren Kaliber M und S das derzeitige Angebot, schildert Hencke. "Im Ursprung hat eine beträchtliche Flächenerweiterung bei den Carmingo-Sorten stattgefunden, die dieses Jahr Früchte tragen wird. Diese Aprikosen sind zwar relativ kurzweilig erhältlich (KW3-9), schneiden aber mit einer tollen Essqualität sehr gut ab. Dementsprechend haben wir hohe Erwartungen von der diesjährigen Vermarktungssaison."

Green Red (Wassermelonen-Pflaumen) ist eine relativ neue Sorte, außen grünlich innen tief rot,

Generell üben die Niederschläge im Ursprung sowie die Hafenstreiks momentan einen erheblichen Druck auf den Steinobstsektor aus. "Am Westkap haben die heftigen Regenfälle gewisse Plantagen beeinträchtigt, die Ertragseinbußen sind aber noch nicht absehbar und werden sich erst in der zweiten Saisonhälfte herauskristallisieren. Für viele Produzenten jedoch war der Regen ein Segen, nach einem viel zu trockenen Winter. Hinzu kommen die Streiks im Maersk-Terminal APM1+2 im Rotterdamer Hafen, das ist so kurz vor Weihnachten natürlich eine reine Katastrophe." Ansonsten sei die momentane Seefrachtsituation Hencke zufolge recht stabil. "Die Hafenstreiks in Südafrika wurden mit den Verträgen im Oktober rechtzeitig gelöst. Auch die Containerkapazitäten und -preise sind derzeit stabil, das kann sich aber jederzeit wieder ändern."

Wachstumstrend bei südafrikanischen Steinfrüchten
Insgesamt hat sich der südafrikanische Steinobstsektor in den vergangenen Jahren rasch professionalisiert, bekräftigt Hencke. "Die Südafrikaner sind den Chilenen mittlerweile meilenweit voraus. Wir als Importeure haben außerdem wichtige Erfahrungswerte gesammelt, in dem wir gewisse Früchte, hauptsächlich Nektarinen, vor Ort vorreifen und das Produkt in einer attraktiven und möglichst umweltfreundlichen Verpackungslösung anbieten. Dies hat dazu geführt, dass sich die Steinfrüchte zu unserer stärksten Produktsparte entwickelt haben." 

Bilder: FFC Fresh Fruit Company GmbH 

Weitere Informationen:
Christian Hencke
FFC Fresh Fruit Company GmbH
Oberhafenstraße 1
Fruchthof, 2. Stock
D – 20097 Hamburg
Tel.: +49 40/32 52 97 – 28 / – 29
Fax.: +49 40/32 52 97 31
E-Mail: info@freshfc.de        
www.freshfc.de         


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