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Rückblick zum Schweizer Beerenseminar 2022:

Innovativer Anbau und attraktive Warenpräsentation im Fokus

Das Schweizer Beerenseminar des Schweizer Obstverbandes lockte über 160 Akteure aus Produktion, Handel, Forschung, Beratung, Politik und Verbänden nach Bern. Hochkarätige Referenten aus dem In- und Ausland zeigten auf, wie sich die Beerenbranche aktiv für die Nachhaltigkeit einsetzt. Welches sind die Herausforderungen im Beerenanbau? Zu dieser Frage zeigten die zahlreichen Referierende innovative und nachhaltige Lösungen und Lösungsansätze auf.

Die Auswahl an synthetischen Pflanzenschutzmitteln nimmt europaweit ab. Dem gegenüber treten neue Krankheiten und Schädlinge auf und der Schutz der Kulturen wird zunehmend schwieriger. Die Suche nach Alternativen in der geforderten Zeit ist für die gesamte Branche eine Herausforderung, und zwar europaweit.
Dies ging aus den Fachvorträgen der hochkarätigen Referenten aus Holland, Belgien, Deutschland, Österreich und der Schweiz hervor. Einig ist sich die innovative Branche, dass es mehr natürliche Pflanzenschutzmitteln und einen Massnahmenmix braucht, um den Anbau künftig noch nachhaltiger zu gestalten.


Das Organisationskomitee des Schweizer Beerenseminars unter der Leitung von Hagen Thoss ließ keine Wünsche übrig und darf auf eine hervorragende Veranstaltung zurückblicken.

Roboter, moderne Technik und künstliche Intelligenz
Forschende, Beratende, Unternehmer und Produzierende der Beerenbranche reagieren auf die Forderungen und Anliegen der Politik und der Bevölkerung nach mehr Nachhaltigkeit mit einem bunten Strauss von innovativen Ideen und Vorschlägen, um auch in Zukunft noch nachhaltiger Beeren in bester Qualität und ausreichender Menge produzieren zu können. Das Startup Unternehmen Floating Robotics zeigte auf, wie die künftige Ernte oder das Schneiden von Früchten aussehen könnte. Der vorgestellte Roboter erntet Tomaten, Weintrauben oder schneidet Blätter ab. Weitere Vorträge widmeten sich der Ausbringung und dem Einsatz
von Pflanzenschutzmitteln oder deren punktgenauen Ausbringung.

Zur nicht-chemischen Behandlung von Erdbeerjungpflanzen gegen Botrytis präsentierte die ZHAW, unter der Leitung von Marilena Palmisano, die Anlage und stellte die ersten Erfahrungen vor.
Alternative Strategien mit Bakterien, Nützlingen und natürliche Substanzen Einige Referierende zeigten auf, wie die Pflanzen vermehrt punktgenau mit natürlichen Substanzen gegen
Krankheiten und Schädlinge geschützt werden könnten. Nebst technischen Lösungen könnte eine Lösung sein, dass die Ausbringung von natürlichen Pflanzenschutzmitteln durch Hummeln oder Bienen erfolgt. Bei Agroscope laufen vielversprechende Versuche mit einem Nützling zur Lösung mehrerer Probleme. Der Nützling (pronematus ubiquitus), eliminiert die schädlichen Milben und Mehltau gleichzeitig. Weitere Versuche zeigen das Potential von verschiedenen Bakterien auf, welche eine alternative Strategie zur Hemmung von Botrytis cinerea (Graufäule) darstellen und damit den Einsatz von synthetischen Fungiziden reduzieren.

Preis entscheidet über den Kauf
Aus der Podiumsdiskussion und den verschiedenen Referaten am zweiten Tag ging hervor, dass Beeren in der Gunst von Konsumierenden stehen und die Verkaufsmengen jährlich zunehmen. Einerseits wird aber auch festgestellt, dass Heidelbeeren und Himbeeren an der Verkaufsfront ganzjährig Saison haben, da die
Verbrauchenden die Saison der Beeren nicht mehr kennen oder es ihnen keine Rolle spielt. Ausgenommen davon sind die Erdbeeren. Bei Erdbeeren wird auf die einheimische Ernte gewartet.

Die Verpackung der Früchte hat einen sehr grossen Einfluss für den Verkauf, ist aber nicht machtentscheiden für den Verkauf. Das ist der Preis. Bei den Verpackungen wünschen sich Konsumierende, dass die Früchte gut sichtbar sind, sie vor Druck und Berührung geschützt sind und gut aufbewahrt und transportiert werden können. Diese Faktoren sind den Konsumierenden wichtiger als alle 16 analysierten ökologischen Kriterien.

Allgemein nimmt die Umweltorientierung bei den Konsumierenden zu. Aber mindestens 39 Prozent der Konsumierenden verhalten sich weniger «grün» und kaufen keine teureren nachhaltige Packungen,
wie aus Tests hervorgehen. Die Suche nach neuen nachhaltigen Verpackungsarten ist sehr intensiv, im In- sowie im Ausland. Das Seminar bot nebst den Fachvorträgen und Betriebsvorstellungen aus dem In- und Ausland eine echte Plattform für die Vernetzung der Akteure.

Weitere Informationen:
www.swissfruit.ch 


Erscheinungsdatum:



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