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Jonás Cano von PPO Services AG zum Beerenimport

"Wir können außerhalb der heimischen Saison auf spanische Brombeeren zurückgreifen und somit auf Überseeware verzichten"

Der Erdbeermarkt wird zur Zeit durch Importe aus zahlreichen Ländern geprägt. Es wird trotz der Energiekrise vereinzelt Ware aus niederländischem sowie belgischem Gewächshausanbau gehandelt. Währenddessen treffen nun erste Frühsorten aus Portugal und Spanien auf den Markt. "Abgerundet wird das Sortiment mit marokkanischen Chargen, die ein gutes Preis-Leistungsverhältnis darstellen sowie Flugware aus Ägypten", berichtet Jonás Cano (r), Produktspezialist bei der PPO Services AG in der Schweiz. Im Nachgang zu seinem Vortrag beim diesjährigen Beerenseminar gab Cano Einblicke in den aktuellen Beerenmarkt.

Produktübergreifend prägt eine gute und stetige Angebotslage den gesamten Beerenmarkt. "Die Nachfrage zieht während der Vorweihnachtszeit bei allen Beerensorten merklich an. Bei den Erdbeeren schneiden die ersten portugiesischen und spanischen Frühsorten sehr gut ab, was den Brixgehalt und Reifegrad angeht. Bei den Himbeeren können wir zu 80-90 Prozent auf Spanien zurückgreifen. Auch bei den Brombeeren haben wir seit einigen Jahren einen guten Lieferanten in Spanien, der sich ausschließlich dem Brombeeranbau widmet. Aufgrund dessen können wir ab September nach Abschluss der heimischen Saison bis zur nächsten Ernte auf Spanien zurückgreifen und somit auf Mexiko verzichten. Eine ähnliche Partnerschaft pflegen wir mit einem Johannisbeererzeuger in den Niederlanden."

Bei den Heidelbeeren wird jetzt im Winter hingegen rege Übersee-Ware gehandelt. Cano: "Wir stehen nun kurz vor dem Saisonwechsel von Peru auf Chile, danach geht's weiter mit Marokko. Ab Januar werden dann sukzessive die ersten Verladungen aus Spanien eintreffen." Die Heidelbeeren etablieren sich dabei als starker Werbeartikel. "Wir haben seit September regelmäßige Aktionen im LEH, was der Kontinuität der Mengenabnahme zugute kommt."

Die 1946 gegründete PPO Services AG widmet sich dem Import von Obst und Gemüse aus aller Welt für den Schweizer und europäischen Markt. "In den 70er und 80er Jahren wurden vorwiegend Erdbeeren aus Spanien und Italien importiert. Der Import limitierte sich auf 2-3 verschiedene Sorten, etwa Douglas und Chandler, 1-2 Verpackungsgrüßen, sprich 250g- und 500g-Schalen, und die Importsaison dauerte höchstens 3-4 Monate. In den letzten 10-15 Jahren entwickelte sich die Beerenproduktion rasant schnell, neue Technologien ermöglichten dabei eine Diversifizierung der Produktion."

Investitionen in neuen Beerenkulturen
Dementsprechend hat auch die PPO Gruppe ihr Portfolio erheblich erweitert. "Heutzutage umfasst unser Angebot über das ganze Jahr hinweg bis zu 75 verschiedene Artikel, je nach Saison und inländische Anbaumenge. Zum Kernsortiment zählen weiterhin Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren und der beliebte Beeren-Mix sowie im kleineren Umfang Brombeeren und Johannisbeeren. Frische Goji-Beeren und Haskap-Beeren haben allerdings nie zum Durchbruch geführt. Im Jahr 2022 hat die PPO Gruppe bis anhin Beeren aus insgesamt 29 verschiedenen Ländern importiert."


Einblick in den Brombeeranbau im südspanischen Huelva

Langfristiges Wachstum bei Bio-Beeren erwartet
Der Vertrieb von Bio-Erzeugnissen wird in der PPO Gruppe durch eine eigenständige Abteilung betreut. Bei den Beeren liegt der Bio-Anteil auf etwa 10 Prozent. Cano: "Angesichts der etwas ungewissen Marktsituation, rechnen wir für die nächsten Monate nicht mit einer
Steigerung des Absatzes. Mittel- und langfristig sind wir jedoch überzeugt, dass die Zahlen weiter steigen werden." Der Fruchtkaufmann weist in diesem Zusammenhang auch auf die erhöhten Qualitätsanforderungen im Bereich Weichobst hin. "In Punkto Nachhaltigkeit wird der Sektor extrem gefordert: Für den Schweizer Markt werden Beeren von Erzeugern importiert, die nachhaltig mit den vorhandenen Wasserressourcen umgehen und über ein Spring- oder Rainforest-Zertifikat verfügen."

Weitere Informationen:
Jonás Cano
PPO Services AG
Herrenmattstrasse 3
Postfach 95
CH-4658 Däniken
Telefon: +41 62 207 54 54
info@ppo.ch 
www.ppo.ch 


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