Jairo Sánchez von Llano Fresh Trade (Spanien):

"Geringe Verfügbarkeit hält Blumenkohlpreis bei durchschnittlich 1,20 Euro"

Das spanische Blumenkohlangebot ist in den letzten Wochen unter Druck geraten. "Jetzt gibt es bereits mehr Produkte aus verschiedenen Gebieten auf dem Markt, aber bis vor kurzem waren wir einer der wenigen, die Blumenkohl hatten. Das Gleiche gilt für Weißkohl", sagt Jairo Sánchez von Llano Fresh Trade, einem Unternehmen aus der Provinz Granada. "In dieser Saison wird es auf jeden Fall weniger Ernte geben als in den Vorjahren. Im Jahr 2021 lag unsere Produktion bei rund 2,5 Millionen Stück, was vier Millionen Kilo entspricht, in diesem Jahr streben wir 1,5 Millionen Stück an. Das ist alles dem Wassermangel geschuldet." 

"Die Landwirte teilen das Wasser, das ihnen zur Bewässerung zur Verfügung steht, auf andere Kulturen wie Tomaten, Paprika, Zucchini oder Gurken auf. Gemüse, bei dem die Produktion höher ist. Insgesamt stellen wir fest, dass jeder etwa halb so viel Blumenkohl wie in anderen Saisons gepflanzt hat", sagt Sánchez.

Obwohl es in der Region Alhama keine Wasserbeschränkungen wie im Einzugsgebiet des Guadalquivir gibt – wo der Wasserstand nach Angaben des spanischen Ministeriums für den ökologischen Wandel auf besorgniserregende 18,6 Prozent der Gesamtkapazität gesunken ist -, bekommen die Landwirte die Auswirkungen der Energiepreise umso härter zu spüren, da sie ihre Kulturen mit Grundwasser bewässern. "Die Bewässerungsanlagen und die Landwirte beziehen das Wasser aus Brunnen, die bis zu 500 Meter tief sind. Und das geschieht mit Strom, sodass die Anbaukosten sehr hoch ausfallen. Außerdem sinkt auch der Wasserstand der Brunnen weiter."


Jairo Sánchez

Llano Fresh Trade verfügt über einen eigenen Anbau, der nach GlobalGAP und IFS zertifiziert ist. "Wir kontrollieren daher direkt einen großen Teil des von uns vermarkteten Gemüses. Außerdem beziehen wir Produkte von Erzeugern in Granada und in der Axarquía in der Provinz Málaga, mit denen unser technisches Team seit langem zusammenarbeitet und die ebenfalls über die erforderlichen Zertifikate verfügen. Wir beliefern Supermarktketten und können trotz der geringeren Ernte die vereinbarten Programme einhalten."

Die Blumenkohl- und Weißkohlernte in der Axarquía, die der von Granada folgt, überschneidet sich mit der Saison in Murcia, La Rioja und Navarra, sodass jetzt immer mehr Mengen auf den Markt kommen. "Bislang wurde viel Blumenkohl verzehrt, und der Mangel an Produkten hat den Preis bei durchschnittlich 1,20 Euro pro Kilo gehalten. In den Vorjahren haben wir nur 0,80 Euro erreicht, obwohl wir natürlich den starken Anstieg der Anbau- und Verarbeitungskosten berücksichtigen müssen."

"Fast der gesamte Blumenkohl von Llano Fresh Trade landet auf dem heimischen Markt", sagt Sánchez. "Obwohl wir manchmal auch im Ausland arbeiten. Letzte Woche haben wir zum Beispiel eine Sendung nach Litauen geschickt. Ich weiß nicht, ob das Wetter oder die Energiekosten dem Blumenkohlanbau im übrigen Europa im Wege stehen, wie es bei anderen Gemüsesorten wie Tomaten oder Gurken der Fall ist, aber ich vermute, dass es trotzdem überall zu einer Verknappung des Produkts kommen könnt."

Weitere Informationen:
Llano Fresh Trade
Avda. de Los Castaños, s/n
Zafarraya (Granada) – Spanien
Tel: +34 958 362 292
comercial@llanofreshtrade.com
www.llanofreshtrade.com


Erscheinungsdatum:



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