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Walter Buchmann, Chicorée Produktion NRW Gmbh & Co. KG:

"Unser regionaler Chicorée hat sich in NRW gut etabliert, gerade auch als Sommerartikel"

Gegründet im Jahr 2018 gilt die Chicorée Produktion NRW GmbH & Co. KG als eine der modernsten Chicorée-Treiberei Deutschlands. Das in Wesel beheimatete Unternehmen unter der Leitung des langjährigen Chicorée-Experten Walter Buchmann entstand als gemeinsames Projekt des bestehenden Spezialbetriebs in Kooperation mit der niederländischen LOF-Gruppe und dem Gemüsering. Dank durchdachter Investitionen, gezieltem Marketing und - nicht zuletzt - qualitativ hochwertiger Sprossen hat sich der regionale Chicorée im Land Nordrhein-Westfalen rasch etablieren können.


Geballte Chicorée-Kompetenz in der Dunkelkammer: Walter Buchmann, Dr. Lukas Scholz und Jan de Vries.

Auch in der Chicorée-Produktion sieht man sich mit den momentanen Kostensteigerungen konfrontiert, so Buchmann auf Anfrage. "Es fing zu Jahresbeginn an mit dem Gas- und Strompreis, gefolgt durch erhöhte Verpackungs- und Logistikkosten. Im Oktober folgte dann die weitere Erhöhung des Mindestlohns." Als Mitglied der Gemüsering-Gruppe profitiere man dabei von den Sammelverträgen und leichten Preisvorteilen, die aber erst zum Jahreswechsel genau beziffert werden können.


Frische Chicoréewurzeln werden aussortiert. In der Summe lägen die gesamten Mehrkosten in der Produktion bei etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.  

Die Zusatzkosten können nur zum Teil an den Handel und schlussendlich den Verbraucher weitergegeben werden, so Lukas Scholz, Geschäftsführer mehrerer Produktionsbetriebe  beim Gemüsering. "Es ist ein sehr schmaler Grat, die Preise so anzupassen, damit das Produkt noch attraktiv und verkaufbar bleibt. Gemeinsam mit der LOF-Gruppe betreiben wir eine zweite Anlage im sächsischen Klinga, wo der Chicorée-Konsum geschichtsbedingt etwas höher ist. In beiden Regionen sind die Preise nahezu ähnlich und nur leicht über Vorjahresniveau. Ausschlaggebend wird nun die Entwicklung der Stromkosten: Insofern erwartet uns eine Saison mit vielen Fragezeichen."

Deutscher Chicorée als Grillbeilage
In den zurückliegenden Jahren habe sich der regionale Chicorée rasch etablieren können, bestätigen die Teilhaber einstimmig. Jeder einzelne Spross, der die Weseler Treiberei verlässt, wird in der Region vermarktet. Buchmann: "Das ist natürlich ein interessantes Alleinstellungsmerkmal, mit dem auch der Handel punkten kann. Erstaunlicherweise hat sich der Chicorée aber auch als Sommerartikel durchsetzen können. Sogar bei 40 Grad wurde weiterhin Chicorée verkauft, unter anderem auch weil das Produkt zunehmend Akzeptanz als Grillbeilage findet. Noch etabliert sich der Chicorée vor allem als Winterprodukt, jedoch wird der Konsum über das ganze Jahr hinweg tendenziell gleichmäßiger."


Chicorée in der Dunkelkammer

Hoher Anteil an feinen Wurzeln
Wie sich die diesjährige Saison hinsichtlich des Ertrags und der Qualität entwickeln wird, steht noch in den Sternen geschrieben, fährt Buchmann fort. "Die neuerntigen Wurzeln sind sicherlich etwas feiner, ob auch die Sprossen schlussendlich eher kleinkalibrig sind, wird sich zeigen." Scholz fügt hinzu: "Hätten wir die üppigen Mengen vom Vorjahr gehabt, wäre der Vermarktungsdruck erheblich größer gewesen. Gerade höherpreisige Produkte, etwa Chicorée, stehen jetzt in Zeiten steigender Inflation allerdings nicht im Fokus des Verbrauchers, weshalb wir alles in allem eine relativ ausgeglichene Marktlage beobachten."


Wurzeln aus neuer Ernte: Die ersten ausgetriebenen Pflanzen werden bereits auf den Markt gebracht.

"Der Chicorée ist vielseitig, leicht zu verarbeiten und kann nahezu gänzlich verwertet werden, weshalb ganz wenig Abfälle entstehen. Wenn wir das etwa mit Spargel vergleichen, ist der Unterschied schon erheblich. Wenn der Chicorée mal in einer Kochshow auftaucht, schießt die Nachfrage auch rapide in die Höhe", schildert Buchmann des Weiteren. Auch seitens des Vermarkters sei man bemüht, dem Verbraucher das Gemüse näherzubringen, befürwortet Scholz. "Wir stellen den Chicorée immer wieder auf Handels- und Verbrauchermessen vor. Auch in den sozialen Medien gerät das Produkt immer prägnanter in den Vordergrund."


Ausgetriebener Chicorée aus alter Ernte. Verpackt werden die Sprossen nach wie vor überwiegend in 500g-Flowpacks. 


Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Aufbereitung und Aussortierung der neu angelieferten Wurzeln.

Wachsender Marktanteil
Chicorée-Experte Jan de Vries weist auf die Käuferschichten hin. "Es hieß bereits vor 30–40 Jahren, die jüngere Generation verzehre zu wenig Chicorée. Besorgniserregender finde ich aber, dass der Chicorée-Konsum bei der älteren Käuferschicht - gerade in den klassischen Absatzmärkten Niederlande, Belgien und Frankreich - tendenziell weiter zurückgeht. Vom rückläufigen Konsum sei Scholz zufolge in Deutschland keine Rede. "Im Gegenteil: Der Konsum und damit auch der Marktanteil wächst kontinuierlich weiter. Dies mag auch mit dem steigenden Selbstversorgungsgrad zusammenhängen. Insofern sind wir auch guter Dinge, dass sich der deutsche Chicoréemarkt auch in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird."

Weitere Informationen:
Walter Buchmann
Chicorée Produktion NRW GmbH & Co. KG
Im Wehagen 6 
46485 Wesel
Telefon: +49 281 47570550
Fax: +49 281 47570551
E-Mail: info@chicoree-nrw.de 
www.chicoree-nrw.de 


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