BLE KW 45:

'Bei Eissalaten herrschten spanische Abladungen inzwischen augenscheinlich vor'

Bei Eissalaten herrschten spanische Abladungen inzwischen augenscheinlich vor. Einheimische Offerten hatten nur noch in München eine gewisse Bedeutung und hatten sich andernorts aus dem Sortiment verabschiedet. Bei Kopfsalaten überwogen belgische Artikel vor inländischen. Überzeugte die Qualität, konnten die bisherigen Notierungen summa summarum bestätigt werden.

Äpfel
Inländische Elstar, Jonagold und Boskoop bildeten die Basis einer breitgefächerten Warenpalette. Die Präsenz einheimischer Pinova und Braeburn wuchs an, die von Holsteiner Cox verminderte sich. In Hamburg konnten großkalibrige Boskoop flott umgeschlagen werden, kleinfallende und rotbackige Red Chief waren auch recht beliebt; sie werden in der Voradventszeit gerne gekauft.

Birnen
Wie zuvor dominierten italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ zusammen mit türkischen Santa Maria. Dahinter folgten inländische Chargen, allen voran Conference und Alexander Lucas. Aus den Niederlanden und Belgien wurden hauptsächlich Conference bereitgestellt. Generell hatte sich die Verfügbarkeit leicht ausgedehnt. Die Geschäfte verliefen unisono sehr ruhig und unaufgeregt.

Tafeltrauben
Die Präsenz der italienischen Früchte hatte sich augenscheinlich ausgedehnt. Italia, Red Globe und Michele Palieri befanden sich an der Spitze des Sortimentes. Crimson Seedless wurden inzwischen in vielen verschiedenen Aufmachungsarten wie etwa 4,5‑kg-, 6‑kg- oder 7‑kg-Karton angeboten. Erste Überseeware tauchte vermehrt auf.

Orangen
Die spanischen Anlieferungen wuchsen massiv an; sie verdrängten die südafrikanischen Abladungen von der Menge her vom ersten Platz. Hauptsächlich gab es Navelina. Markenartikel wie Bollo oder Götterfrucht kosteten in Frankfurt bis zu 2,‑ € je kg. Aus Südafrika stammten Midknight, Valencia Late und Delta Seedless.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Bei den Clementinen überwogen spanische Artikel vor italienischen. Letztere waren oftmals unbehandelt, welches die höheren Bewertungen erklärte. Im Sektor der Satsumas konnte vorrangig auf türkische und nachgeordnet auf spanische Partien zugegriffen werden. Im Bereich der Mandarinen standen ausschließlich südafrikanische und peruanische Importe bereit.

Zitronen
Spanische Abladungen herrschten vor und standen verschiedentlich fast monopolartig bereit. Von der Bedeutung her folgten türkische Zuflüsse, deren Präsenz sich augenscheinlich ausgedehnt hatte. Dies setzte mancherorts die spanischen Offerten unter Druck, die daraufhin günstiger abgegeben werden mussten. Konstante Notierungen waren aber eigentlich der Regelfall.

Bananen
Die Verfügbarkeit genügte, um den Bedarf zu stillen. Verschiedentlich hatte sich das Sortiment zwar eingeschränkt, dies hatte aber keine grundsätzlichen Auswirkungen auf die Notierungen. Diese blieben meist stabil. Natürlich gab es Ausnahmen: In Frankfurt fielen die Abladungen insgesamt zu üppig aus, sodass sich die Zweitmarken oftmals verbilligten.

Blumenkohl
Von der Menge her überwogen einheimische Produkte. Diese konnten qualitativ aber nicht mehr durchgängig überzeugen. Gesenkte Bewertungen seitens der Händler sollten die Unterbringung dennoch sicherstellen, was jedoch nicht immer gelang. Belgische und niederländische Offerten ergänzten die Szenerie.

Gurken
Spanische Schlangengurken dominierten vor belgischen und niederländischen die Szenerie. Anlieferungen aus Griechenland und Marokko hatten ergänzenden Charakter. Deutsche Offerten hatten sich aus der Vermarktung verabschiedet. Der Bedarf konnte nicht vollends gedeckt werden. Verteuerungen waren daher an der Tagesordnung. Auf manchen Märkten erfolgten diese sukzessive, auf einigen setzten die Händler die Forderungen aber auch nur einmal hinauf.

Tomaten
Aus Marokko wurden vorrangig Runde Tomaten und Fleischtomaten angeliefert. Die Türkei und Spanien sendeten hauptsächlich, Kroatien ausschließlich Rispentomaten. Italien beteiligte sich am ehesten mit Kirschtomaten am Geschehen. Die Niederlande und Belgien schickten bei allen vier Varietäten, insbesondere aber bei Rispenware, bedeutende Mengen.

Gemüsepaprika
Während sich die spanischen Abladungen kontinuierlich verstärkten, begrenzten sich die niederländischen und belgischen zum Saisonende hin recht deutlich. Aus der Türkei kamen überwiegend grüne Offerten, aus Polen und Marokko zusätzlich rote. Die Nachfrage zeigte sich nicht besonders stark ausgeprägt. Dennoch zogen die Notierungen oftmals an, da die Händler die teilweise Monopolstellung der spanischen Chargen für Verteuerungen nutzten.

Quelle: BLE


Erscheinungsdatum:



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