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Explodierende Energiekosten gefährden Nahversorgung

Handelsverband Österreich fordert "echten Energiekostenzuschuss" statt "Industriekostenzuschuss"

Die Energie-Krise, der Ukraine-Krieg, die höchste Inflationsrate seit 1952 (!) und die pandemiebedingten Kapazitätseinschränkungen in Asien stellen für den österreichischen Lebensmittelhandel, der hierzulande rund 130.000 Mitarbeiter:innen beschäftigt, eine existenzielle Herausforderung dar. Die Branche kämpft aktuell mit einer Vervielfachung der Stromkosten. Tausende kleine und mittelständische Handelsbetriebe stoßen an ihre wirtschaftlichen Grenzen, in vielen ländlichen Regionen droht ein Nahversorger-Sterben, so der Handelsverband Österreich.

Um das System der heimischen Nahversorgung nicht zu gefährden, ist auch der Handel – vom filialisierten Konzern bis hin zum selbstständigen Einzelhändler – auf schnelle staatliche Unterstützungsmaßnahmen angewiesen. Das Unternehmens-Energiekostenzuschussgesetz sieht jedoch eine Fördermöglichkeit nur für "energieintensive Unternehmen" vor. Der Großteil der heimischen Handelsbetriebe erfüllt die von der Bundesregierung vorgegebenen Anspruchsvoraussetzungen nachweislich nicht, die Geschäfte erhalten somit auch keinerlei Unterstützung bei den eklatant gestiegenen Energiepreisen.

Energiekostenzuschuss ist reiner Industriekostenzuschuss
Dabei wäre im EU-Beihilferahmen aber sehr wohl eine Unterstützung für alle Unternehmen möglich, die mit einem außergewöhnlichen, starken Anstieg der Erdgas- und Strompreise kämpfen. Mit rund 4-5 Prozent Anteil am gesamten österreichischen Energieverbrauch zählen auch die Lebensmittelhändler defacto zu den energieintensiven Betrieben.

"Der Energiekostenzuschuss ist in Österreich leider ein reiner Industriekostenzuschuss. Den Großteil der Händler von den staatlichen Unterstützungen auszuschließen, geht komplett am Ziel vorbei, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft zu stärken und die Nahversorgung im Land sicherzustellen", sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. "Wir hören ständig, dass jeder zweite Euro in der Exportwirtschaft erwirtschaftet wird. Das ist schon richtig, aber jeder erste Euro wird hierzulande im Handel, im Gewerbe und im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. Darauf darf die Bundesregierung nicht vergessen!"

Unzählige Klein- und Mittelbetriebe des Lebensmittelhandels stehen an der Kippe
Durch den drohenden Wegfall von Nahversorgern entstehen irreversible Schäden für die Stadt- und Ortskerne in allen Regionen. Überlebt der Nahversorger nicht, fallen in der Folge auch Non-Food-Händler, Gastro- und Dienstleistungsbetriebe weg, die von der Frequenz gelebt haben. Der HV appelliert deshalb schon seit Monaten an die Bundesregierung, ähnliche Förderregime wie in Italien oder Frankreich zu nutzen, um unsere Stadt- und Ortskerne zu retten. Mit Blick auf 2023 ist es zudem essenziell, den EU-Beihilferahmen auszuweiten.

"Unzählige Klein- und Mittelbetriebe des Lebensmittelhandels stehen an der Kippe. Ohne nachhaltige staatliche Unterstützung in den nächsten Monaten gehen all diese Unternehmen unwiederbringlich verloren. Damit wird das Erreichen der Ziele, den Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln und die Resilienz der Lebensmittelversorgung in Österreich in allen Bereichen zu steigern, verunmöglicht", so Handelssprecher Will.

Erscheinungsdatum: