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Mehr als 160 internationale Teilnehmer in Flandern

"Chicorée-Biennale bietet Zukunftsperspektive für den Sektor" - Findet im nächsten Jahr in Deutschland statt

Das letzte Wochenende war das Chicorée-Wochenende schlechthin für Flandern, eigentlich aber für einen Großteil Europas. Am Sonntag wurde in Hoegaarden die flämische Freilandsaison für Chicorée eröffnet und das mit guten Aussichten. Zwei Tage zuvor war Flandern während der Chicorée-Biennale 2022 das Zentrum des europäischen Chicorée-Sektors. "Wir können als Fazit von einem Erfolg mit guten Zukunftsaussichten sprechen", sagt Luc Vanoirbeek, Sekretär des VBT.


Wim Rodenburg (GroentenFruit Huis), Philipe Appeltans (BelOrta) und Maarten De Moor (LAVA)

Für die diesjährige 25. Ausgabe der Chicorée-Biennale reiste man nach Kampenhout, wo das Chicorée-Museum De Krop für ein Wochenende voller Vorträge und Firmenbesuche das Epizentrum des Chicorée war. "Als wir die Veranstaltung organisierten, gingen wir im Vorfeld von etwa 100 Teilnehmern aus, aber am Ende konnten wir 167 verzeichnen", fuhr Luc fort. "Diese Teilnehmer kamen hauptsächlich aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich, aber es gab auch Delegationen aus Deutschland, Großbritannien, Österreich und Spanien. Das große Interesse zeigt, dass sich Chicorée definitiv nicht in einer Negativ-Spirale befindet. Im Gegenteil, wenn dieses Wochenende eines bewiesen hat, dann, dass in Sachen Qualität, Umsatz und Innovation vieles möglich ist."



Chancen in Herausforderungen

Es beweist, dass eine Biennale immer noch viel Wissen und Möglichkeiten bietet. "Eine Biennale wird manchmal immer noch als altmodisch angesehen, weil die Leute heutzutage alle Informationen auf ihren Smartphones finden können. Es stellte sich jedoch heraus, dass das Gegenteil der Fall war. Alle Teilnehmer zeigten sich begeistert von den vielen Gesprächen und Diskussionen während der Pausen und Mahlzeiten. Auch in Sachen Forschung und Handel gab es viel zu besprechen. Es gab einen sehr beeindruckenden Beitrag über die Möglichkeiten der Robotisierung und der künstlichen Intelligenz im Chicoréeanbau und weitere Aufmerksamkeit wurde Care4Growing gewidmet, einer neuen App für Erzeuger."



Daher lag der Schwerpunkt dieser Ausgabe auf den Chancen, die sich trotz der großen Herausforderungen in diesem Sektor ergeben. Neben dem Anbau wurde auch ein weiterer Blick auf den Handel geworfen. "Während es vorher manchmal ein Gejammer war, war der allgemeine Ton dieser Ausgabe positiv. Mehrere Herausforderungen wurden besprochen. Dabei ging es unter anderem um die gestiegenen Preise, insbesondere im Energiebereich, und darum, wie man in Zukunft damit umgehen kann. Außerdem sprach Koos Groot von Tolpoort Vegetables den Konsum an. Dies sei ein entscheidender Punkt, wenn man will, dass die Preise steigen. Genau hier liegt der Schmerzpunkt für Chicorée: der Konsum. Marnick De Visschere von REO sprach dies an, indem er sagte, dass ein Weg gefunden werden müsse, um den erhöhten Selbstkostenpreis an die nachfolgenden Glieder der Kette weiterzugeben. Dies muss mit dem Einzelhandel und den Interessengruppen diskutiert werden. Schließlich wurde auch der Pflanzenschutz unter Berücksichtigung des Green Deal und der Farm-to-Fork-Strategie diskutiert. Das Streben nach mehr pflanzlicher Kost ist jedoch von zentraler Bedeutung. Unsere Branche hat die Antwort darauf bereits parat."

Möglichkeiten bei jungen Menschen
Wilco van den Berg vom GroentenFruit Huis sagte: "Junge Menschen essen mehr Chicorée als allgemein angenommen wird. Es ist kein Gemüse, das man weglässt, man muss es ihnen nur zur Kenntnis bringen. Wie sehen die Ergebnisse für Chicorée in den Niederlanden aus? In den letzten acht Jahren ist der Chicorée-Konsum in den Niederlanden mehr oder weniger stabil geblieben. Vor zwanzig Jahren war der niederländische Gesamtverbrauch allerdings höher. Die Branche kann stolz darauf sein, dass Chicorée bei älteren Menschen so enorm beliebt ist. Bei den über 65-Jährigen ist Chicorée zum Beispiel das am vierthäufigsten gekaufte Gemüse. Fast neun von zehn älteren Menschen kaufen Chicorée. Bei jungen Leuten ist Chicorée nicht unter den Top 10 der meistgekauften Gemüsesorten. Das erfordert Aufmerksamkeit. Welche Rolle könnten die sozialen Medien und/oder der Einsatz eines Influencers spielen? Mann sollte auch sicher nicht vergessen, sich auf Familien mit Kindern zu konzentrieren. Bei dieser Käufergruppe kommen zum Beispiel Frischpakete sehr gut an. Ein Frischepaket mit Chicorée bietet doch sicher die Möglichkeit, das Gemüse bei Familien mit Kindern stärker ins Rampenlicht zu rücken?"


Das BelOrta Greenhouse

Alles in allem blickt Vanoirbeek auf eine gelungene Biennale zurück: "Die Aussichten die vermittelt wurden, sorgen dafür, dass die teilnehmenden Länder entsprechend auf die Zukunft reagieren können. Die Zukunft des Chicorées ist alles andere als negativ. Im Gegenteil: Ich sehe auch in naher Zukunft Chancen für unser Produkt und die Zielstrebung unseres Sektors ist es nun, die Chancen bis zur nächsten Biennale in Deutschland, bereits zum Teil zu nutzen", blickt er nach vorne.

Fotos: Jan Princen, ABC fruit/groenten - www.belgianfreshfoodinstitute.be  

Für weitere Informationen:
Luc Vanoirbeek 
Witloofbiënnale 2022
www.witloofbiennale.eu   


Erscheinungsdatum:



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