Morgen folgt die Fotoreportage

Der letzte Tag der Fruit Attraction

Heute beginnt der dritte Tag der Fruit Attraction. Obwohl der Andrang in den einzelnen Hallen sehr unterschiedlich ist, erleben nicht alle niederländischen Aussteller die Messe als überfüllt. Die Frage ist, was der traditionell ruhigere letzte Tag bringen wird. Die belgischen Aussteller lobten die freundliche Atmosphäre und das anwesende Publikum auf der Messe. Besonders besorgt sind die Belgier auch über die Energiekrise, bei der alle Schwankungen eine Vorausplanung erschweren. Das Angebot an heimischem Gewächshausgemüse und Erdbeeren wird in diesem Winter begrenzt sein, sodass andere Länder ihre Chancen wittern, so die belgischen Exporteure. Der Markt für Hartobst scheint nach einem schwierigen Start wieder ausgeglichener zu sein.

Die deutschsprachigen Aussteller und Besucher wissen die Fruit Attraction 2022 sehr zu schätzen. Einige meinen, dass die Fruit Attraction jetzt mit der Fruit Logistica gleichgestellt ist. Die Energiekrise und die hohen Transportkosten beschäftigen weiterhin die Gemüter und bieten viel Gesprächsstoff. Auch die französischen Aussteller berichteten von einem geschäftigen Tag in Halle 4. Nach Angaben der Aussteller war es eine bessere Ausgabe als im letzten Jahr. Innatis hat eine neue 100 % biologische gelbe Apfelsorte namens Lubee eingeführt. Dazu später mehr.

Die Reaktionen der spanischen Aussteller zeigen vor allem die Ausweitung der Tomatenanbaufläche in Almería, insbesondere bei Sorten, die bisher in Nordwesteuropa angebaut wurden. Die Orangensaison beginnt in wenigen Wochen und wird mit Optimismus betrachtet, obwohl das Volumen in Andalusien erheblich zurückgegangen ist. Aufgrund des Wassermangels werden die Größen - wie bei anderen Früchten in diesem Sommer - kleiner ausfallen als in den Vorjahren. Bei Erdbeeren ist der Wassermangel zusammen mit der fehlenden Kälte die größte Sorge der Erzeuger in einem Jahr, in dem die Wasservorräte der Erzeuger begrenzt sind.

Bemerkenswert ist auch das zunehmende Angebot an verarbeiteten Lebensmitteln, von verzehrfertigen bis hin zu frischen Packungen. Auch der Kartoffelsektor präsentierte wieder neue Sorten für die Industrie und den Frischmarkt. Ein spanischer Exotikspezialist sagte, dass die diesjährige Messe besser sein wird als die vor der Pandemie liegenden Ausgaben der Fruit Attraction.

Portugal war mit einem großen Länderstand vertreten, an dem u. a. Kiwis, Bananen, Äpfel und Walnüsse ausgestellt waren. Auch in Portugal ist die größte Sorge der Erzeuger und Exporteure die gefährdete Wasserversorgung.

Die moldauischen Aussteller sehen eine große Nachfrage aus Indien. Der Markt ist noch nicht vollständig geöffnet, aber die Exporteure sind bereit zu liefern. Die Steinobsterzeuger würden normalerweise ihre Verkaufssaison verlängern, indem sie ihr Obst in Kühlhäusern lagern, aber sie verkaufen jetzt früher, um die Kühlkosten zu senken. Die Apfelbauern haben diesen Luxus nicht immer und müssen daher eine Gratwanderung machen, da sie die Nachfrage nicht durch zu hohe Preise verlieren wollen.

Am Freitag werden wir einen Fotobericht über die Messe veröffentlichen.


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