Halil Sarikoc, Geschäftsführer von Ambrosia Frucht GmbH, zum Spezialprogramm mit einer deutschen LEH-Kette:

"Vermarktung von 200 Lastwagen an Strauchtomaten während der Wintersaison"

Derzeit bietet die Ambrosia Frucht GmbH Pfirsiche aus dem Nordwesten der Türkei an, zum Beispiel aus der Region Bursa, wie uns Geschäftsführer Halil Sarikoc erzählt. "Wir kaufen die Pfirsiche direkt bei den Erzeugern ein. Für die Sommersaison stehen auch andere Steinfrüchte zur Verfügung, aber auch Feigen für den europäischen Markt sind aktuell sehr interessant. Allerdings ist die Nachfrage derzeit nicht so groß wie bei Gemüse."


Halil Sarikoc

Halil Sarikoc ist vor einigen Jahren aus der Türkei nach Deutschland gezogen, um ein Wirtschaftsstudium zu absolvieren. Parallel dazu arbeitete er bei einem Obst- und Gemüseimporteur und gründete dann vor etwa anderthalb Jahren sein eigenes Unternehmen, die Ambrosia Frucht GmbH, die Produkte aus Spanien und der Türkei importiert und vor allem an deutsche Großmärkte vertreibt.

Sonderprogramm für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel mit Anadolu Etap
Für die laufende Saison bot Sarikoc nur 100 Tonnen Pfirsiche an, um eine ungefähre Vorstellung vom Potenzial für das Produkt in den kommenden Saisons zu bekommen. "Bei den Nektarinen konnten wir wiederum 140 Tonnen anbieten. Für die nächste Saison plane ich ein spezielles Programm für die Supermärkte, mit einem besonderen Erzeuger namens Anadolu Etap, der zu den besten in der Türkei zählt. Derzeit suche ich nach einer Möglichkeit, dieses Produkt auf den deutschen Markt zu bringen."

"Die Qualität der Pfirsiche und Nektarinen war erstaunlich. Bei letzteren handelt es sich um eine Sorte, die auch in Spanien angebaut wird, da die traditionelle Sorte aus der Türkei nicht lange haltbar ist. Bei den Aprikosen gibt es wiederum verschiedene Sorten."

200 Lastwagen mit Strauchtomaten für den Lebensmitteleinzelhandel
Bei der Sommerproduktion seien die größten Abnehmer von Sarikocs Produkten vor allem Großmärkte gewesen, sagte er. "In der letzten Wintersaison habe ich viele Mengen an Strauchtomaten vermarktet. In dieser Saison sind die Tomaten recht hochpreisig. Letztes Jahr habe ich recht spät mit dem Import von Tomaten begonnen, erst Mitte Februar. Dann haben wir innerhalb von drei Wochen 47 Lastwagen importiert, die aus den Niederlanden kamen".

Derzeit arbeitet er an einem speziellen Programm für eine deutsche Supermarktkette. "Wir planen den Verkauf von Strauchtomaten während der Wintersaison mit einem Ziel von 200 Lastwagen. Die Saison beginnt Anfang November und endet gegen Ende Mai. Dabei arbeite ich immer mit Gewächshäusern zusammen, die mit nachhaltiger Energie produzieren und einen geringen CO2-Fußabdruck haben."

"Obwohl die Großhändler natürlich immer noch wichtige Partner sind, ist der Hauptproduktionsstandort auf den Einzelhandel ausgerichtet. Ich suche nach den besten Qualitätsprodukten zu den besten Preisen und nach einer Möglichkeit, eine nachhaltige Lieferkette vom Erzeuger zum Verbraucher zu schaffen." Darüber hinaus betont Sarikoc, dass es ihm ein Anliegen ist, nachhaltige, saubere und grüne Produkte für den deutschen Einzelhandel zu verkaufen.

Zertifizierungen sind ein Muss
Für seine Produzenten in der Türkei war es nicht einfach, eine GLOBALG.A.P.-Zertifizierung zu erhalten, da sich der Produktionsstandort eher langsam entwickelt hat. Er sagt jedoch, dass er mit den Erzeugern spreche, um die Produktion regional kontrolliert und nachhaltig zu gestalten und den CO2-Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. "Ich dränge unsere Erzeuger immer dazu, sich GLOBALG.A.P oder Grasp zertifizieren zu lassen. Ich ziehe es immer vor, zertifizierte Produkte zu kaufen. Derzeit versuchen wir auch, türkischen Paprika für den deutschen Markt zertifizieren zu lassen."

Umweltschutz ist wichtiger als Profit
"Die Inflation oder die Krise in der türkischen Wirtschaft hat uns definitiv getroffen. Obwohl wir mit der Euro-Währung und nicht mit der türkischen Lira handeln, muss jeder einen Weg finden, mit den Gaspreisen umzugehen. Letztes Jahr bezahlten wir beispielsweise 4.800,00 Euro für eine Lieferung aus der Türkei nach Deutschland, während wir dieses Jahr 6.000,00 Euro für die gleiche Lieferung zahlen mussten. Die Wirtschaftskrise hat auch die Produktionskosten in der türkischen Landwirtschaft in die Höhe getrieben, was sich wiederum auf die Preise der Produkte ausgewirkt hat", so Sarikoc. "Mir geht es nicht so sehr um Geld oder Gewinn, sondern um unsere Umwelt. Der Erhalt unserer Umwelt und eine nahezu CO2-freie Produktion sind wichtiger als Geld."

Bilder von Ambrosia Frucht GmbH 

Weitere Informationen:
Halil Sarikoc
Ambrosia Frucht GmbH
Friedrich-Engels-Allee 186
42285 Wuppertal
Tel: +49 202 496 57 515
Fax: +49 202 496 57 517
E-Mail: info@ambrosiafrucht.com  
Internet: https://ambrosiafrucht.com  


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