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Kölner Kohlerzeuger Bernhard Huckelmann zur aktuellen Saison

"Zügige Vermarktung wäre angesichts der aktuellen Energiekrise in diesem Jahr besonders vorteilhaft"

In der Bauernsiedlung Meschenich am Kölner Südrand kultiviert das Erzeugerpaar Huckelmann ganzjährig hochwertiges Freilandgemüse für den regionalen Absatzmarkt. Saisonbedingt wachsen und gedeihen auf dem fruchtbaren Boden im Rheinland nun vorwiegend Weiß- und Rotkohl, sowie Wirsing und die immer beliebteren Kohlröschen. Wir erkundigten uns vor Ort über den diesjährigen Kohlbestand und sprachen mit Inhaber Bernhard Huckelmann über die aktuellen Herausforderungen im Freilandanbau.


Weißkohl und Wirsing für den lokalen Markt.

Auch im Rheinland habe die diesjährige Dürre das Wachstum der Kulturen erheblich herausgebremst, so Huckelmann. "Zum Glück sind Wasserressourcen auf unserem Betrieb reichlich vorhanden, sonst hätten wir auf gewissen Parzellen gar keinen Bestand gehabt. Wir haben die Pflanzen intensiv bewässern müssen, um sie überhaupt ans Wachsen zu bekommen. Nichtsdestotrotz sind die Köpfe in diesem Jahr erheblich kleiner als sonst, was an für sich nicht so problematisch gewesen wäre. Denn der Verbrauchertrend geht bereits seit einigen Jahren eindeutig hin zu kleineren Kohlköpfen. Wir sind nun aber vom einen Extrem ins andere geschlagen: Im Vorjahr hatten wir ein Stückgewicht von etwa 3kg, was etwa 4 Köpfe pro Kiste entspricht. Dieses Jahr hatten wir teilweise 1kg-Köpfe, weshalb 8-10 Stück je Kiste gebraucht werden."


Bernhard und Stephanie Huckelmann

Lange Familientradition im Freilandanbau
Huckelmann führt den Familienbetrieb nun in 4. Generation und widmet sich nach wie vor der Erzeugung von Kartoffeln und Freilandgemüse. "Mein Uropa hat den Betrieb im Jahr 1913 gegründet, meine Großeltern haben ihre Ware dann als Direktvermarkter am Kölner Großmarkt angeboten. Mein Vater hat sich daraufhin auf ausgewählte Kulturen, darunter Kohlgemüse, spezialisiert und einen festen Abnehmer beliefert. Wir sind dann im Jahr 2020 zum jetzigen Standort umgezogen und haben eine isolierte Lagerhalle errichten können."


Einblick ins Kartoffellager

Auf Produktebene erfreuen sich vor allem Wirsing und Spitzkohl einer steigenden Nachfrage, beobachtet Huckelmann. "Der Weiß- und Rotkohl im Rheinland ist im Laufe der Jahre spürbar zurückgegangen, Wir haben allerdings immer am Kohl festgehalten und den Anbau sogar erhöht. Trotz dieser substanziellen Kapazitätserweiterung sind wir in den zurückliegenden Jahren recht zügig leer geworden, was eben auch der Kooperation mit Früchte Rosenbaum und dem dazugehörigen Regionalkonzept zu verdanken ist."

Kohlröschen als attraktive Nische
Außer dem marktüblichen Weiß-, Rot-, und Wirsingkohl befasst sich Huckelmann seit vier Jahren ebenfalls mit der Erzeugung neuartiger Kohlröschen (Flower Sprouts). "Ich bin zufällig durch eine Fernsehsendung auf die Kultur gestoßen und habe sie dann ins Portfolio aufgenommen. Obwohl die Pflanze extrem anfällig ist für weiße Fliegen haben wir den Anbau schrittweise erweitern können. Weil die Kohlröschen auch bei Minustemperaturen wachsen und gedeihen, konnten wir sie mal vom November bis in den März hinein ernten. Auch wenn es sich eher um ein Nischenprodukt handelt, können wir uns als Erzeuger mit den Kohlröschen abheben."


Die Kohlröschen sind zur Zeit noch nicht ganz ausgetrieben. Erste vermarktungsfähige Ware wird es voraussichtlich ab Mitte November geben.

Zügige Vermarktung in diesem Jahr erwünscht
Durch den Beitritt des Regionalkonzeptes 'Rosenbaum Regional' sei die Mengenabnahme das ganze Jahr über gesichert. Auch im Sommer bei über 30 Grad wurde der frühe Kohl somit flott geräumt. Mitte November startet der Kölner Gemüseerzeuger normalerweise mit der Einlagerung seiner Kohlköpfe Huckelmann: "Die Strompreise sind natürlich gewaltig in die Höhe geschossen. Wenn der Kohl aber ähnlich wie im Vorjahr bis Weihnachten vermarktet wird, könnten wir weitestgehend auf die Kühllagerung verzichten. Diese zügige Vermarktung wäre angesichts der aktuellen Energiekrise durchaus besonders vorteilhaft."

Weitere Informationen:
Bernhard Huckelmann
Huckelmann Gemüsebau
b.huckelmann@web.de 


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