Die Preise für Lebensmittel steigen im LEH steil an. Der Grund: steigende Rohstoffpreise, der Ukraine-Krieg und explodierende Kosten. Jetzt bestimmt der Verkäufer den Preis und nicht mehr die Einkäufer. Eine vergleichbare Preiserhöhungswelle hat es im deutschen Einzelhandel zuvor noch nicht gegeben: Der Discounter Aldi will für rund 400 Artikel aus seinem Sortiment die Preise erhöhen. Andere Lebensmittelhändler dürften dem Beispiel von Aldi folgen. Ursache sind die rekordhohen Rohstoffpreise, massive Lieferkettenprobleme und der Krieg in der Ukraine, berichtet agrarheute mit Bezug auf die Lebensmittelzeitung.
Die Folge: Die Preise im deutschen Lebensmittelhandel steigen für viele Produkte stark an. Bei Milch, Fleisch, Backwaren, Pflanzenölen und vielem mehr. Im Großhandel waren zuletzt bei vielen Produkten zweistellige Zuwächse zu beobachten. Nun berichtet die Lebensmittelzeitung (LZ), dass Aldi die Preise jetzt ebenfalls auf breiter Front nach oben setzt. Begründet wird das damit, dass die Hersteller ebenfalls deutlich höhere Kosten haben.
Diese Woche hatten Tönnies und andere Großschlachter vom LEH deutliche Anhebungen der Verkaufspreise gefordert, damit die stark gestiegenen Kosten über die Produktpreise weitergegeben werden können. Auch die Transport- und Logistikbranche hatten wegen der explodierenden Treibstoffpreise eine Umlage der Kosten auf die Endprodukte gefordert.
Insgesamt sind nach Recherchen der Lebensmittelzeitung rund 400 Artikel von den Preiserhöhungen betroffen.