Am 23. Februar hat die EU-Kommission nach zwei Jahren Arbeit ihren Entwurf für ein europäisches Lieferkettengesetz vorgestellt, scheibt biopress.de. Große Unternehmen sollen danach über die komplette Wertschöpfungskette hinweg effektive Maßnahmen zur Achtung von Umwelt und Menschenrechten ergreifen. Beim Verstoß drohen Bußgelder und zivilrechtliche Haftung. In einem Webinar luden die Europagrünen gestern zur Diskussion über den Entwurf.
EU-Justizkommissar Didier Reynders, der den Gesetzesentwurf maßgeblich vorangetrieben hat, gab einen Überblick.
Die vorgeschlagene Richtlinie legt Unternehmen eine verbindliche Sorgfaltspflicht zur Achtung von Umwelt und Menschenrechten auf. Sie sollen damit sowohl im eigenen Betrieb als auch in Tochterunternehmen und entlang der gesamten Lieferkette Verantwortung übernehmen und für Schäden haftbar gemacht werden können.