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Christoph Freitag, Geschäftsführer vom BOGK:

"Die Erzeuger werden wohl keine andere Wahl haben, als die Preise anzuheben"

Mit massiven Preis- und Kostensteigerungen für Obst- und Gemüseerzeuger ist auch im kommenden Jahr zu rechnen, wie Christoph Freitag (rechts im Bild), Geschäftsführer des BOGK, uns mitteilte. "Die Hersteller werden aufgrund der enorm gestiegenen Kosten - allen voran für Energie und Blech - Preissteigerungen für ihre Produkte ansetzen müssen. Wieviel sie individuell erzielen hängt aber wiederum von den Preisverhandlungen mit den Händlern ab." 

So klagten etwa einige Konfitüreproduzenten, die Mitglieder beim BOGK sind, bereits über dramatisch angestiegene Preissteigerungen bei Rohwaren, die zu den bereits erwähnten Kosten hinzukamen. Zudem hätten sie Probleme gehabt, überhaupt Himbeeren zu erhalten. Die TK-Ware beziehen die Produzenten primär aus Mittel- und Osteuropa und Südamerika. "Die Erzeuger werden wohl keine andere Wahl haben, als die Preise anzuheben", sagt Freitag.

Besonders arbeitsintensive Waren wie etwa Gurken werden zudem aufgrund der Anhebung des Mindestlohns auf 12,00 EUR ebenfalls Druck auf die Unternehmen ausüben. Freitag: "Sie müssen in der Haupterntezeit ab Mai miteinkalkulieren, dass die Rohware teurer wird, weil die Bauern mit höheren Kosten für ihre Saisonarbeitskräfte zu rechnen haben. Allerdings werden sich die Kosten durch den neuen Mindestlohn erst auf Preisverhandlungen ab September 2022 niederschlagen." 

Trotz dieser widrigen Umstände werden die meisten Erzeuger ihrer Arbeit weiterhin nachgehen, so Freitag. Dennoch seien vereinzelt Betriebsaufgaben zu verzeichnen. "Es ist ein schleichender Prozess, der über Jahre andauert."

Auch 2022 wird es laut Freitag weiterhin schwierig bleiben, ohne konkrete Negativtrends zu nennen. "Für die Gemüseverarbeiter war die Ernte dieses Jahr in Ordnung, wobei auch sie natürlich mit den Kosten zu kämpfen haben. Im Obstbereich kam noch hinzu, dass viele Rohwaren knapp waren. Auf Corona haben sich wiederum so ziemlich alle Unternehmen gut einstellen können. Omikron war bisher noch kein Thema, aber natürlich sind auch noch keine Erleichterungen in Sicht," fasst Freitag zusammen. "Alles ist teurer geworden, aber trotz Corona läuft die Arbeit weiter."  

Weitere Informationen:
Christoph Freitag
Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie e. V. (BOGK)
Von-der-Heydt-Str. 9
53177 Bonn
Telefon: +49 228 93291-0
Telefax: +49 228 93291-20
E-Mail: info@bogk.org 
Web: https://www.bogk.org/  


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