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Jörn Reimers von ARUS August Reimers & Sohn:

"Wir rechnen mit einer Preissteigerung von 10-20% bei italienischem Gemüse"

Normalerweise boomen die Geschäfte kurz vor Weihnachten. Doch vielerorts wurde bereits berichtet, dass der allweihnachtliche Einkaufsbummel dieses Jahr kaum genutzt wird. Ähnlich scheint es im Obst- und Gemüsebereich zu sein. Hier zeichnen sich weitere Probleme ab, wie uns Jörn Reimers (rechts im Bild), Geschäftsführer der ARUS August Reimers & Sohn GmbH mitteilt. "Ab nächster Woche werden sich die Preise aufgrund des schlechten Wetters und der hohen Nachfrage noch drastisch ändern. Wir rechnen mit einer weiteren Steigerung von 10-20% des italienischen Gemüses. Denn durch die hohen Frachtkosten sind die Warenpreise bereits jetzt schon deutlich höher als im Vorjahr."

Grund dafür sei aber nicht die Ware selbst, sondern hauptsächlich die Frachtkosten, auch aus Italien. "Die Energiekosten betreffen uns natürlich auch. Bei der geplanten Erhöhung des Mindestlohns auf 12 EUR/h müsste mit einer zusätzlichen Steigerung um 20% gerechnet werden", gibt Reimers zu Bedenken. 

Ein weiteres Problem sind momentan auch die Vereinbarungen mit den großen Ketten. "Lieferpflichten, die wir vor ein bis zwei Wochen ausgemacht haben, müssen natürlich erfüllt werden. Bei fehlender Ware müssen wir wiederum für die daraus folgenden Kosten selbst aufkommen. Das liegt dann nicht an der Nachfrage, sondern eher am mangelnden Angebot." Da Kohlrabi gerade ein schlechtes Wachstum aufweist, wird es auch von diesem Gemüse ein mangelndes Angebot geben. "Hinzu kommt, dass die Qualitäten relativ schlecht und die Preise dafür recht hoch sind."  

Drastisch wenigere Ware
"Mit der 2G-Regelung können immerhin noch vereinzelt Absätze gefahren werden", so Reimers. Zumal durch die geschlossenen Weihnachtsmärkte ein weiterer Absatzmarkt fehle. Allerdings zählen zu Reimers Kunden primär der Lebensmitteleinzelhandel sowie Zulieferer für die Gastronomie. "Es wird drastisch weniger Ware geben. Was ich aber für unser Geschäft brauche, werde ich auch noch erhalten." Salate bietet Reimers aus Frankreich an, wobei diese bereits in der letzten Woche um 20% gestiegen sind und zur nächsten Woche auch wieder um 20% steigen werden, ebenfalls aufgrund der fehlenden Ware.

Dank seines großen Sortiments und seiner Belieferung des LEHs und der Wochenmärkte kann Reimers seine Mengen und seine Umsätze halten. "Was sich heftig auswirkt, ist, dass die Gastronomie wegfällt, wodurch das Geschäft mit den Exoten eingebrochen ist. Ein anderes Problem haben wir wiederum mit den hohen Luftfrachten. Exoten, Beeren und dergleichen lassen sich momentan recht schwach verkaufen, wobei es auch nicht besonders viele Mengen gibt. Von daher gleicht sich das wieder einigermaßen aus." 

Die Stimmung am Hamburger Großmarkt sei laut Reimers deutlich ruhiger geworden. "Das ist zwar bisher jedes Jahr so gewesen, allerdings hatten wir immer von November bis Anfang Dezember gut zu tun gehabt aufgrund der Zitrussaison. Wir müssen jetzt allerdings so planen, dass wir zwei bis drei Tage vor Weihnachten unseren Bestand gut abdecken können." Welche Trends es dann letztlich gibt, könne man vorher aber noch nicht einschätzen. "Was letztes Jahr lief, läuft dieses Jahr vielleicht nicht mehr so gut und umgekehrt genauso. Das ist ja das Schöne an unserem Geschäft, es wird nie langweilig", sagt Reimers abschließend.  

Weitere Informationen:
Jörn Reimers
ARUS August Reimers & Sohn GmbH
Auf der Brandshofer Schleuse 4
Gang K Stand 414/415
20097 Hamburg
Telefon: (+49 40) 3 25 85 00
Fax: (+49 40) 32 58 50 20
info@arusgmbh.de 
https://www.arusgmbh.de/index.html  


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