Ekaterina Fefelova, vom globalen Logistikunternehmen Easyfresh:

"Engpässe werden noch eine ganze Weile bestehen bleiben, sobald die Auswirkungen des 'Covid-Rebound' vorüber sind"

Die weltweite Seelogistik hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Angebot an Kühlcontainern bleibt derzeit knapp. Die adäquate Rotation des Equipments leidet unter der geringeren Termintreue, die durch die ständigen Verspätungen und die bekannten Hafenüberlastungen entsteht. Ekaterina Fefelova, Organisationskoordinatorin beim globalen Logistikunternehmen Easyfresh, gibt uns Einblicke in die aktuelle Situation und wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickeln könnte.

"Es ist schwer zu sagen, was das eigentliche Problem in der Logistik ist. Bei verderblichen Waren wissen wir, dass die Kühlkette zersplittert ist und Tür-zu-Tür-Lösungen nicht immer praktikabel sind. Meiner Meinung nach sind die Akteure der Kühlkette irgendwie 'konservativ' und wollen die Kontrolle über einen Teil der Logistik übernehmen. In vielen Fällen funktioniert das, in vielen anderen nicht. Wir suchen daher proaktiv nach alternativen Lösungen, um die Probleme unserer Kunden zu minimieren, während sie sich auf ihre Produkte konzentrieren. Der Lebensmitteleinzelhandel ist sehr daran interessiert, globale Tür-zu-Tür-Logistiklösungen zu finden, die zu Beginn einer bestimmten Saison in die Praxis umgesetzt werden können. Danach wollen diese Einzelhändler schnell und reibungslos eine neue logistische Verbindung einrichten, um Waren aus einem anderen Land zu beziehen. Zum Beispiel eine Saisonverschiebung von der nördlichen Hemisphäre zur südlichen Hemisphäre", sagt Ekaterina Fefelova.

"Es gibt immer mehr Ursprünge und immer mehr Bestimmungsorte oder Verbrauchsstellen, was bedeutet, dass die 'logistische Matrix' komplexer ist und lokales und globales Fachwissen erfordert. Supermärkte und Lebensmitteleinzelhändler arbeiten weltweit immer häufiger mit Easyfresh zusammen. Unser Konzept passt in ihre 'Logistik-Gleichung'!"

Angesichts der Schwierigkeiten, Kühlcontainer zu finden, sucht Easyfresh als spezialisierter 3PL nach Alternativen für seine Kunden. "Zum Beispiel Adria- oder NWC-Häfen für einen in Deutschland oder Mitteleuropa ansässigen Kunden und/oder kombinierte Lösungen aus Kurzstreckenseeverkehr, Schiene und Straße mit unserer eigenen 45RF-Flotte", sagt Ekaterina Fefelova.

"Wenn ein Container mit Ananas aus Costa Rica am Kai von Rotterdam oder Antwerpen auf das Zubringerschiff nach Norwegen oder Irland warten muss, machen wir die Anlage frei und geben sie an die Anlage zurück, indem wir sie in unserem niederländischen Kühlhaus entleeren und die Ladung in unsere 45-RF-Einheit laden. So bieten wir dem Empfänger dieser Früchte eine praktikable und schnellere Alternative. Auch unsere Kollegen von Easyfresh Iberia bieten ähnliche Lösungen für den innereuropäischen Frischwarenhandel an, vor allem von Spanien und Portugal nach Skandinavien und Irland, im letzteren Fall zusammen mit unseren Kollegen von unserer Schwesterfirma Easyfresh Ireland LTD."

Andererseits verlagert sich auch die Fracht zur Luftfracht. "Wir sehen, dass dies schrittweise geschieht. In der Folge haben wir vor kurzem EasyAir gegründet, eine neue Abteilung unter dem Dach von Easyfresh. Der geringere Abstand zwischen den bekanntlich sehr hohen Seefrachtkosten und der Luftfracht führt zu einer teilweisen Verlagerung einiger Produkte. Es gibt eine Reihe von Einschränkungen, wie z. B. regelmäßige Flüge in die ganze Welt. Dennoch stellen wir in einigen Bereichen einen Anstieg der Luftfrachttransporte fest."

Ekaterina: "Engpässe werden noch eine ganze Weile bestehen bleiben, wenn auch wahrscheinlich in geringerem Ausmaß, sobald die Auswirkungen des 'Covid-Rebound' vorüber sind. Wir investieren in Einrichtungen und Lösungen wie ein Kühlhaus in Moerdijk, Niederlande, das eine neue Richtung einschlagen wird und von FrigoBreda, den Miteigentümern von Easyfresh, geleitet wird. Außerdem glauben wir, dass wir in Talente investieren müssen. Daher haben wir Programme mit verschiedenen internationalen Universitäten entwickelt und führen Schulungen, Praktika usw. durch. Auf dem Markt für Kühltransporte und -logistik herrscht ein eindeutiger Mangel an guten Fachkräften, und logischerweise müssen wir entsprechend handeln."

"Auf der anderen Seite kann ich hinzufügen, dass wir generell einen Anstieg der verladenen Mengen beobachten, nicht nur bei Obst und Gemüse, sondern auch bei anderen Kühltransporten wie Meeresfrüchten usw., an denen wir ebenfalls beteiligt sind. Unsere Kollegen von Easyfresh Chile und andere südamerikanische Kollegen (Ecuador, Brasilien usw.) oder in Asien haben beispielsweise hervorragende Entwicklungen in diesen anderen Bereichen zu verzeichnen. Mit anderen Worten, wir sind in der Lage, weltweit in 220 Ländern und Gebieten mit einem spezialisierten Schwerpunkt unter der angesehenen und eingetragenen Marke Easyfresh zu helfen."

Für weitere Informationen:
Ekaterina Fefelova
Easyfresh 
Easyfresh Network Coordinator
T: +34 963 218 021
M: +34 678 215 601
ef.ho@easyfresh-logistics.com        
www.easyfresh-logistics.com


Erscheinungsdatum:



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