Augenmerk vermehrt auf Nachhaltigkeit, Verpackungsmüllvermeidung, Qualität oder Regionalität

EHI veröffentlicht Studie zur Wirtschaftlichkeit und Zukunft der Handelsgastronomie

Frequenz, Verweildauer, Atmosphäre oder die Abgrenzung zu Mitbewerbern: Viele Gründe sprechen für ein gastronomisches Engagement und Investment im Handel. Die Frage nach der Profitabilität der Gastronomie im Handel ist nicht neu, die Auswirkungen der Corona-Pandemie rücken den wirtschaftlichen Erfolg und die Fragen nach der zukünftigen Gestaltung der Handelsgastronomie verstärkt in den Fokus. „Der Handel muss sich für seine gastronomischen Angebote auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen“, sagt Olaf Hohmann, Leiter Forschungsbereich Handelsgastronomie bei EHI Retail Institute e. V.

Bis zu 30 Prozent Umsatzeinbußen
Seit 2017 steigerte der Einzelhandel seinen Jahresumsatz mit gastronomischen Angeboten jährlich um rund vier Prozent auf rund 10 Milliarden Euro im Jahr 2019 an über 35.000 Verkaufsstellen. Aufgrund der Corona-Pandemie schätzt das EHI die Umsatzeinbußen im Jahr 2020 auf 25 bis 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Veränderte Rahmenbedingungen
In Zukunft ist mit neuen aber auch mit weiterhin bestehenden Herausforderungen für die Handelsgastronomie zu rechnen. Der Personal- und Fachkräftemangel spitzt sich immer weiter zu und veränderte Konsumgewohnheiten erfordern neue Konzepte. So liegt das Augenmerk der Verbraucher:innen vermehrt auf Nachhaltigkeit, Verpackungsmüllvermeidung, Qualität oder Regionalität.

Auch die Konkurrenzsituation verstärkt sich, weil neue Vertriebswege zunehmend genutzt werden, um sich mit gastronomischen Angeboten zu versorgen.  Allerdings profitiert der Lebensmitteleinzelhandel auch von einigen wesentlichen Vorteilen gegenüber der klassischen Gastronomie. Neben guter Erreichbarkeit und vorhandener Frequenz sind viele für die Gastronomie benötigte Rohstoffe im Markt zu zentralen Einkaufskonditionen verfügbar. Abschriften lassen sich durch den Einsatz von drohenden Restanten in der Gastronomie reduzieren, wodurch Foodwaste verringert und Nachhaltigkeit gefördert wird.

Quelle:www.ehi.org/de


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