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Mehdi Haddadi, Med Fruit Europe, Niederlande:

"Der marokkanische Avocadoanbau wird stets professioneller und entspricht immer mehr den europäischen Zertifizierungen"

Der marokkanische Avocadoanbau boomt. Seit 2014 ist ein jährliches Wachstum von rund 30% zu verzeichnen. Damit ist Marokko in die Top 10 der avocadoerzeugenden Länder aufgestiegen. Med Fruit Europe, mit Sitz im Food Center in Amsterdam, ist einer der Importeure von marokkanischen Avocados. Direktor Mehdi Haddadi spricht über die Entwicklungen im marokkanischen Anbau, die aktuelle Marktsituation und die neue Marke 'Bite Me', die ab Woche 48 mit der Sorte Fuerte an die Kunden ausgeliefert wird.

Derzeit stehen die Preise für Hass-Avocados unter Druck. "Während wir im November noch für +13 Euro verkauft haben, liegen die Preise jetzt zwischen 8,50 und 10 Euro für die Größen 12-18. Wir sind es gewohnt, dass die Nachfrage nach Hass-Avocados im Dezember leicht zurückgeht. Übersee-Exporteure aus Chile, Kolumbien, Südafrika und Simbabwe sind länger auf dem Markt. Deshalb haben wir die Produktion für Europa reduziert. In diesem Monat werden mehr Avocados direkt aus Marokko in den Nahen Osten verschifft. Der Markt wird voraussichtlich ab Januar wieder aufleben", erwartet Mehdi. "Die Nachfrage nach Fuerte ist in den letzten Wochen besser geworden, aber sicher nicht auf dem Niveau, das wir gewohnt sind. Der weltweite Anstieg der Avocadopflanzungen wird sich auf die Preise auswirken."

In Marokko werden vor allem die Sorten Hass, Fuerte, Zutano und Bacon angebaut. Die Ernte in Marokko findet zwischen September und Mai statt. Die Greenskin-Sorten sind ab Ende September erhältlich, die Hass-Sorten ab November. "In Marokko wurden bisher 8.000 Hektar mit Avocados bepflanzt. Angesichts der wachsenden Nachfrage im In- und Ausland wird diese Produktion wahrscheinlich weiter steigen", so Mehdi. "Die marokkanische Avocado wird international wegen ihres Geschmacks, ihrer Farbe, ihrer Qualität und ihres geringen bis gar nicht vorhandenen Pestizideinsatzes sehr geschätzt. Neben Europa sind auch Russland, die Golfstaaten und Asien an marokkanischen Avocados interessiert."

Die Plantagen befinden sich hauptsächlich an der Küste, von Larache bis Rabat. "Das sind Gebiete, in denen es im Winter nicht zu kalt ist. Auf diese Gharb-Region entfallen über 90% der Anbaufläche. Die durchschnittliche Wachstumstemperatur liegt zwischen 13 und 29 Grad. Ideal sind 25 Grad in den wärmsten Monaten und 15 Grad in den kältesten Monaten. In der vergangenen Saison herrschten in den Gebieten um Kenitra sehr hohe Temperaturen, so dass ein Teil der Avocado-Ernte verloren ging. Im Winter gibt es jedes Jahr Herausforderungen, da die Kälte die Avocados schädigen kann."

"Wir sehen jetzt auch immer mehr Avocadoplantagen, die den Zertifizierungen europäischer Supermärkte wie Grasp und Smeta entsprechen, was eine sehr positive Entwicklung ist", sagt Mehdi. Auf die Frage nach den Gefahren für den marokkanischen Anbau antwortet er: "Die Frage ist, ob es verantwortungsbewusst ist, die Anpflanzungen weiter auszubauen. Dies wird zu Problemen mit den asserressourcen im Lande führen. Das Gleiche haben wir zum Beispiel bei den Melonen in Südmarokko gesehen. Die Agronomen sehen dies als eine große Herausforderung für die Zukunft. Auch was die Präsentation angeht, steckt der marokkanische Avocado-Sektor noch in den Kinderschuhen. Viele Avocados werden in denselben Pappkartons verpackt. In unserer Produktion hatten wir ein Team aus Südafrika zu Besuch, um unser 'Schneideteam' zu schulen. Außerdem führen wir in dieser Saison unsere Marke 'Bite Me' ein, die unsere Kunden ab der Woche 48 mit der Sorte Fuerte geliefert bekommen "

Für weitere Informationen:
Medhi Haddadi
Med Fruit Europe 
+31(0)20 3343253
info@medfruit.nl
www.medfruit.nl 


Erscheinungsdatum:



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