Joseph Münch (Treibbetrieb Münch) zur neuen Chicorée-Saison:

"In diesem Jahr hat es optimale Witterungsbedingungen für den Wurzelanbau gegeben"

Die neue Chicorée-Saison ist auch beim Treibbetrieb Münch in der
Grafschaft bei Bonn besonders gut angelaufen. "Es hat im Sommer recht viel Regen gegeben, was für das Wachstum der Chicorée-Wurzel optimal ist. Dementsprechend haben wir einen guten Ertrag mit einem hohen Anteil an dicken Wurzeln erzielt, währenddessen liegt die Notierung des Endproduktes unter dem Vorjahresniveau", so Joseph Münch, der das Familienunternehmen in 4. Generation führt. Darüber hinaus blickt man auf einen nahtlosen Übergang bei den Wurzelbeständen in der eigenen Treiberei zurück, heißt es weiter.

Nachdem Theo Münch Anfang des Jahres verstarb, setzt Sohn Joseph zusammen mit seiner Freundin die Lebensarbeit seines Vaters fort.

Außerdem seien auch in den klassischen Chicorée-Anbauländern, etwa Frankreich, Belgien und den Niederlanden gute Erträge zu verzeichnen. "Frankreich wird vor allem später in der Vermarktungssaison zweifelsohne auf den Markt drücken. Das werden wir bei der Vermarktung unserer eigenen Ware ebenfalls zu spüren bekommen."

Einblick in die Dunkelkammer (r). Die Rodung der Wurzeln startete dieses Jahr Mitte September, einige Woche früher als sonst. Ein Netto-Erlös von 60kg pro Treibkiste sei schlussendlich erwünscht, schildert Münch. 

Lose Vermarktung und Flowpacks
Trotz der guten Vorzeichen wachsen aus dicken Wurzeln in der Dunkelkammer nicht selbstverständlich große Chicorée-Sprossen, betont Münch. "Je größer die Ware, desto weniger Sprossen brauchen wir um die handelsübliche 500Gramm-Flowpack zu füllen und desto höher ist die Effizienz im Umgang mit dem Produkt für uns als Erzeuger." Etwa 80 Prozent seiner Ware wird in Flowpacks verpackt, der übrige Teil wird lose in Kartons vermarktet.



Einblick in die Aufbereitung: Nachdem die Wurzeln in der Dunkelkammer ausgetrieben sind, werden sie geschnitten, sortiert und darauffolgend verpackt. Der hohe Zeitaufwand und geringe Shelf Life macht den Chicorée zu einem äußerst anspruchsvollen Produkt.

Reges Interesse an deutschem Chicorée
Obwohl der deutsche Chicorée das ganze Jahr über erhältlich ist, wird er seitens des Verbrauchers nach wie vor als "Wintersalat" betrachtet. "Ende Oktober bis spätestens Mai ist eindeutig die Hauptsaison, danach gibt es im LEH leider keinen Regalplatz mehr für den Chicorée. Vermarktungstechnisch würde ich den Chicorée allerdings als stabiles Nischenprodukt bezeichnen. Das Interesse flacht nicht ab, im Gegenteil - wir bekommen immer noch neue Anfragen vom LEH."

Abgepackte Ware für den LEH: Mittels Rezeptvorschläge versucht man die Vielseitigkeit des Chicorées zu betonen und dessen Konsum weiter anzukurbeln.

Weitere Informationen:
Chicorée-Treibbetrieb Joseph Münch
Burgstr. 2
53501 Grafschaft-Gelsdorf
+49 157 38781 221
joseph.muench@web.de 


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