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Vincent Peydecastaing, Cooplim und Béatrice Chauffaille, Perlim-Meylim Alliance, Frankreich:

"Die Evelina ist eine lokale Clubsorte, die mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis nicht enttäuschen kann"

Der Evelina-Apfel wird seit 2014 von drei Betrieben in Frankreich angebaut: Cooplim baut ihn derzeit auf 80 Hektar an mit dem Ziel, diese Fläche innerhalb von vier Jahren auf 100 Hektar zu erhöhen; Alliance Perlim-Meylim mit 40 Hektar Anbaufläche und AlpUnion, welche die Evelina bisher auf drei Hektar angebaut hat, will diese Zahl bis 2025 auf 25 bis 30 Hektar ausweiten.

Begrenzter Ertrag in 2021, aber bunte und leckere Äpfel
Obwohl der diesjährige Ertrag bezüglich der Zahl und Menge an Evelina-Äpfel wie bei einigen anderen Apfelsorten auch geringer ist, erfüllt diese Clubsorte qualitativ und bezüglich Geschmack wiederum alle Erwartungen: "Wir erwarten einen kleinen Ertrag von etwa 3.000 Tonnen, während das Produktionspotenzial dieser Sorte in diesem Jahr tatsächlich bei rund 4.500 Tonnen lag. Allerdings waren die Kulturen im April vom Frost betroffen. Trotzdem sind wir wieder mit der sehr stabilen Geschmacksqualität der Äpfel sehr zufrieden. Das ist ein großer Vorteil dieser Sorte, dass sie geschmacklich konstant ist. Da gibt es nie böse Überraschungen. Außerdem haben die diesjährigen Äpfel dank der starken Temperaturschwankungen, mit denen wir im September zu kämpfen hatten, eine sehr kräftige Farbe", erklärt der Geschäftsführer von Cooplim Vincent Peydecastaing.

Ein zweifarbiger Hochgebirgsapfel, der nur reif gepflückt werden kann
Dass sich die drei professionellen Betreiber des Labels Golden d'altitude für das Abenteuer Evelina entschieden haben, lag vor allem an der perfekten Eignung dieser Sorte für den Anbau in Höhenlagen.  Sie ist das Ergebnis einer Kreuzung von Golden und Clivia.

"Mit der Pflanzung von Evelina wollten wir unser Sortensortiment mit zweifarbigen Äpfeln erweitern, die sich gut an unsere Böden und klimatische Bedingungen anpassen können. Die hier bereits präsente Gala enttäuschte zunehmend, sowohl geschmacklich als auch optisch. Darum ging die Nachfrage der Kunden zurück. Evelina kam dann aus Italien (Val di non-Gebiet) auf den Markt und war genau das, was wir gesucht haben. Diese farbige Mutante von Pinova ROHO 3615 entfaltet ihr Farb- und Geschmackspotential in großem Ausmaß. Sie ist eine echte regionale Sorte, die nur hier gut gedeiht. Dagegen können die meisten Clubsorten in allen französischen Anbaugebieten kultiviert werden", erklärt Béatrice Chauffaille, Kommunikationsmanagerin bei der Alliance Perlim-Meylim.

"Außerdem besitzt diese Sorte eine hohe Lagerkapazität. Was uns aber an der Evelina besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass es sich um einen Apfel handelt, der nicht 'lügen' und enttäuschen kann. Sie kann nur dann gepflückt werden, wenn sie wirklich reif und rot ist.  Das ist verglichen mit einigen Sorten aus Frankreich eine sehr besondere Eigenschaft, bei denen die rote Farbe kein Hinweis auf die Erntereife des Apfels ist."

"Wir müssen daher sehr schnell reagieren, um den Apfel zum richtigen Zeitpunkt pflücken zu können. Dies erfordert einen anderen Ansatz als den, den wir beim Golden verwenden. Dadurch können wir die Erntezeitpunkte im Limousin verteilen und anders organisieren", fügt Vincent hinzu.

Eine Clubsorte, die für die Verbraucher zugänglich bleibt
Die beiden historischen Produzenten der Evelina glauben fest an das Potenzial der Sorte, der sie viele Vorteile zuschreiben: "Die Evelina ist ein Apfel, den Verbraucher mögen. Der Apfel ist bunt, hat eine lange, natürliche Haltbarkeit, kommt ohne künstliche Zusätze oder Wachs aus, ist schorfbeständig und entspricht somit den gesellschaftlichen Erwartungen. Er ist geschmacklich stabil, mit einer guten Süß-Säure-Balance und ausgeprägten Aromen. Zudem besitzt er auch eine gewisse Knusprigkeit, die im Gegensatz zu den meisten zweifarbigen Äpfeln, die dazu neigen, mehlig zu werden, lange anhält. Bis Ende Juli behält die Evelina ihre geschmacklichen Eigenschaften, was für die Supermärkte sehr interessant ist. Diese können dann in der zweiten Saisonhälfte den Apfel vermarkten, ohne auf zweifarbige Importsorten zurückgreifen zu müssen. Und natürlich bleibt die Evelina als Clubsorte trotzdem erschwinglich. So haben die Verbraucher Zugang zu einem sehr schmackhaften Produkt zu einem vernünftigen Preis. Kurzum: Der Apfel hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für ein breites Publikum", erklärt Béatrice Chauffaille. 

Vielversprechende Entwicklung des Evelina-Apfels mit AlpUnion
Das ursprüngliche Ziel war der Anbau dieser Sorte auf 150 Hektar Obstplantagen in Frankreich innerhalb von 10 Jahren. Mit derzeit 123 Hektar und der Einführung von AlpUnion im Rahmen des Anbaus der Evelina ist die Entwicklung des Apfels am Markt sehr vielversprechend. Darüber hinaus hat die Evelina trotz der ungünstigen Witterungseinflüsse auf die Kulturen eine große Absatzkapazität. "Evelina ist auch für den Export geeignet, solange die Größen marktgerecht sind. Deshalb wollen wir den Apfel demnächst auch in Spanien anbieten", erklärt Vincent Peydecastaing.

Cooplim, Alliance Perlim-Meylim und Alp'Union wollen die Bekanntheit der Evelina steigern und den Preis erhöhen. Die Marktteilnehmer hoffen, im Jahr 2022 einen interessanten Ertrag zu erwirtschaften, um dann die Sorte noch mehr Kunden anbieten zu können.

Für mehr Informationen:
Vincent Peydecastaing
Cooplim
vincent@cooplim.com  
 
Béatrice Chauffaille
Alliance Perlim Meylim
beatrice@perlim.com 
 
Patrick Massot
AlpUnion
Patrick-massaot@orange.fr  


Erscheinungsdatum:



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