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Salvador Pérez de los Cobos, kaufmännischer Direktor von Frucimu Bio:

"Dieses Jahr rechnen wir bei unseren Bio-Zitrusfrüchten mit einem Wachstum von 25 bis 30%"

Der erwartete Rückgang der diesjährigen Zitrusernte wird von dem Zitronen- und Grapefruit-Interprofessional (Ailimpo) auf 24% geschätzt. Das wird Spanien nicht daran hindern, auch in der Kampagne 2021/22 weiterhin Weltmarktführer beim Export von frischen Zitronen zu sein. Die Region Murcia, die nach Angaben des spanischen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung (MAPA) 57% der nationalen Produktion ausmacht, steht weiterhin an der Spitze. Zu Beginn der aktuellen Kampagne herrscht momentan noch das Angebot aus Übersee auf dem europäischen Markt vor. 

"Die hiesige Saison hat noch nicht wirklich begonnen, da noch viele Früchte aus Südafrika und Argentinien ankommen. Wir warten seit ca. 3 oder 4 Wochen auf das Ende dieser Lieferungen. Normalerweise hätten wir inzwischen etwa 2 bis 3 Millionen kg geerntet. Dieses Jahr haben wir zwischen September und Oktober jedoch nur 500.000 kg geerntet", sagt Salvador Pérez de los Cobos von der Handelsabteilung der Genossenschaft Fruta y Cítricos de Mula SCL aus Murcia "Viele Zitronen, die bereits hätten geerntet werden sollen, befinden sich noch am Baum. Dies könnte zu einer Überproduktion und damit zu Preisrückgängen in unseren Anbauregionen führen, insbesondere in einer Zeit, in der das Vorhandensein von Früchten aus Übersee für viel Preisinstabilität sorgt. Hoffentlich läuft alles bald wieder in normalen Bahnen, denn die aktuelle Situation kann nur zu einer Destabilisierung des Marktes führen."


José Roda Cava und Salva Pérez de los Cobos Fernández, auf der Fruit Attraction 2021

Bezüglich der Produktion sind die Aussichten für die Zitronenkampagne bittersüß. Aber gerade deshalb und trotz des aktuellen Starts besteht die Zuversicht, in dieser Saison im Vergleich zur vorherigen bessere kommerzielle Ergebnisse zu erzielen. Damals wurde in Spanien eine Rekordmenge an Zitronen geerntet, wodurch die Früchte trotz der gestiegenen Preise, die mit der Markteinführung  der neuen Sorte Verna erzielt wurden, die schlechtesten Preise der letzten neun Kampagnen erreichen. Das ist in einem im September letzten Jahres veröffentlichten Bericht zu lesen.

"Außerdem hat diese Preisentwicklung bei den konventionellen Zitronen auch indirekt die der Bio-Zitronen beeinflusst", sagt Salvador. "Die Nachfrage nach Bio-Zitrusfrüchten wächst und der Umsatzanteil von biologisch angebauten Zitronen, Orangen oder Grapefruits steigt. Tatsächlich gibt es Supermärkte, in denen der Anteil an Bio-Produkten 25% erreicht hat. In diesem Jahr ist der Start in die Kampagne jedoch nicht so gut, wie er hätte sein können, wenn wir dieses Problem nicht gehabt hätten."

Anbaubetriebe von der Genossenschaft

Biologisch-organisches Wachstum von 25 bis 30% 
Frutas y Cítricos de Mula, Frucimu, engagiert sich stark im Bio-Segment. Im vergangenen Jahr hat die Genossenschaft eine 6.000m² große Anlage ausschließlich für die Annahme und den Umschlag von Bio-Obst in Betrieb genommen. Mit mehr als drei Jahrzehnten Erfahrung im Obstsektor und 700 Erzeugermitgliedern hat sie in der letzten Saison etwa 6,5 bis 7 Millionen kg der wichtigsten Zitrus- und Biofrüchte vermarktet.

"Wir haben zwischen 4 und 5 Millionen kg Zitronen und etwa 1,5 bis 2 Millionen kg Grapefruit produziert. Obwohl bei Zitronen, insbesondere bei der Sorte Verna, auch insgesamt mit einem deutlichen Rückgang zu rechnen ist, erwarten wir bei Frucimu einen Anstieg unserer Bio-Produktion um 25 bis 30%. Viele unserer Zitrusplantagen wurden erneuert und jedes Jahr um biologische Anbaufläche erweitert. Somit wird die Gesamtmenge an Bio-Obst zunehmen. Darüber hinaus ist dieses Wachstum weitgehend das Ergebnis der Arbeit der Genossenschaft zweiter Klasse Anecoop, deren Partner und enge Mitarbeiter wir sind", teilt Salvador mit. "Da liegt unser Wert: Wir sind eine Genossenschaft. Wir haben unsere eigenen Produzenten, mit denen wir in ständiger und direkter Verbindung stehen. Wir kontrollieren jederzeit den Anbau. Außerdem kennen und kümmern uns um unsere Früchte ,die wir vermarkten."

Es sei daran erinnert, dass die Branchenvertreter des Sektors mit einem Rückgang der Zitronenernte der Sorte Verna um 46% im Vergleich zur letztjährigen Produktion rechnen. Ein Rückgang in einer solchen Größenordnung wird sich unweigerlich auf die zweite Saisonhälfte auswirken. Dies ist laut Salvador Pérez de los Cobos eine Folge von ungünstiger Witterung im Frühjahr während der Blüte dieser Sorte, was sich sehr negativ auf den Fruchtansatz ausgewirkt hat.

Exporte
In der vergangenen Saison herrschte trotz des preislich negativen Abschlusses noch eine große kommerzielle Dynamik. Die Zitrusexporte stiegen bis Juni wertmäßig um 7,1% verglichen mit dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre wobei Zitrone und Grapefruit besonders gut abgeschnitten haben. Wie die MAPA mitteilt, sind die Exporte dieser beiden Früchte im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre um 13 bzw. 17,1% gestiegen.

"Die Hauptmärkte für unsere Zitronen und Grapefruits sind europäische Länder wie Frankreich, Deutschland, Belgien, die Niederlande sowie die Schweiz und die östlichen Länder. Wir exportieren einige nach Übersee und vermarkten bestimmte Mengen auch in Großbritannien. Die Zeiten, während des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union, waren ziemlich schwierig."

"Unser Ziel ist es, auf dem Bio-Markt weiter zu wachsen und mit unseren Früchten mehr Länder und Supermarktketten zu erreichen.  Dabei müssen wir immer darum kämpfen, dass unsere Anbaupartner die höchsten Preise für die von ihnen produzierten Früchte erzielen", sagt Salvador.

Für mehr Informationen:
Salvador Pérez de los Cobos
Director comercial Frucimu Bio
Fruta y Cítricos de Mula S.C.L.
Tel.: 606 978 849
sperez@frucimu.info
www.frucimu.info 


Erscheinungsdatum:



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