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Jan-Kees Boon, Fruit&Vegetable Facts:

Niederlande importieren deutlich weniger Orangen aus Drittländern

In der vergangenen Saison (Oktober 2020 bis September 2021) hat die EU 10% weniger Orangen aus Drittländern importiert als in der Saison davor. Insgesamt waren es 830.000 Tonnen, in der vorherigen Saison (2019/2020) noch 960.000 Tonnen. Dieser rückläufige Trend hält nun schon einige Zeit an, sagte Jan-Kees Boon von Fruit&Vegetable Facts.

Die meisten importierten Orangen stammten aus Südafrika. In der Saison, die gerade erst zuende gegangen ist, hat die EU 20% weniger Orangen aus Südafrika importiert als noch in der Saison zuvor. Das lag vor allem an Problemen in den Häfen. Mit 350.000 Tonnen war es die kleinste Importmenge seit 2016/2017. Noch im Vorjahr, also in der Saison 2019/2020, waren es 450.000 Tonnen.

Mehr aus Ägypten
Allerdings wurden die geringeren Mengen aus Südafrika durch Importe aus Ägypten ausgeglichen. Mit 310.000 Tonnen importierte die EU über 20% mehr als die 255.000 Tonnen im Vorjahr. Allerdings sind die Importsaisons in Ägypten und Südafrika unterschiedlich. Die EU importiert vor allem von Januar bis Juni Orangen aus Ägypten. Zwischen Juli und Oktober sind dann die südafrikanischen Orangen dran. Die beiden Länder machen 80% der gesamten EU Importe aus Drittländern aus. 

Der drittgrößte Orangen-Lieferant ist Marokko. In der Saison 2020/2021 wurden 50.000 Tonnen aus Marokko importiert. Auch das war weniger als in der vorherigen Saison, in der noch 80.000 Tonnen importiert wurden. Die EU importiert außerdem Orangen aus Simbabwe (20/21 36.000 Tonnen), Argentinien (23.000 Tonnen),  Uruguay (16.000 Tonnen), Großbritannien (11.000), Tunesien (11.000) und, in kleineren Mengen auch aus der Türkei, Peru und Brasilien. 

Südafrikanische Exporte waren dabei, den Rekord zu brechen; fallen wegen Problemen in den Häfen aber niedriger aus
Erst sah es so aus, als würden die südafrikanischen Orangenexporte in diesem Jahr einen neuen Rekord aufstellen. Allerdings fallen die Exporte deutlich kleiner aus, als zuvor angenommen. Neben der EU beliefert Südafrika noch weitere Länder und auch hier fielen die Exporte kleiner aus. In die Golfstaaten wurden 12% weniger geliefert, nach Süd- und Ostasien wurden sogar 20% weniger verkauft.

Mit einem Anteil von 25% sind die Niederlande der größte Abnehmer für südafrikanische Orangen. Darauf folgen mit Abstand die Vereinigten Arabischen Emirate, China, Saudiarabien, Portugal, Großbritannien, Russland, die USA, Italien und Hong Kong. Noch gibt es viele südafrikanische Orangen in den Kühllagern. Sie könnten also noch immer auf den Markt kommen.



Meiste EU-Importe über die Niederlande
Innerhalb der EU sind die Niederlande auf jeden Fall der wichtigste Abnehmer für Orangen aus Drittländern. In der vergangenen Saison hat das Land schätzungsweise 500.000 Tonnen importiert. Das ist etwas weniger als in der vorherigen Saison. Die Importe aus Südafrika liegen 2020/2021 voraussichtlich zwischen 225.000 auf 230.000 Tonnen. Das sind mehr als 10% weniger als die 260.000 Tonnen in der Saison 2019/2020.

In der Saison 2020/2021 haben die Niederlande 20% mehr ägyptische Orangen importiert. Die Mengen sind von 140.000 auf fast 170.000 Tonnen angestiegen. Die Importe aus Ägypten und Südafrika gehen zum Großteil danach an andere EU Länder.

Die spanischen Orangenimporte lagen in der Saison 2020/2021 bei 105.000 Tonnen. Das sind 10% weniger als die 119.000 Tonnen in der Saison 2019/2020. In der Saison davor waren es sogar noch mehr. Das Problem liegt bei den spanischen Exportzahlen. Die Eurostat Zahlen für spanische Orangenimporte sind nicht sehr verlässlich.

Spanische Exporte sinken erneut leicht
In der Saison 2020/2021 hat Spanien insgesamt ungefähr 1,54 Tonnen Orangen exportiert. Das sind 6% weniger als die 1,64 Millionen Tonnen in der vorherigen Saison. Mehr als 85% der spanischen Orangenexporte gehen an EU-Länder.

Die wichtigsten Käufer sind mit Abstand Deutschland und Frankreich. Sie haben Anteile von je 29% und 24%. Die Exporte in beide Länder sind in der vergangenen Saison leicht gesunken. An dritter und vierter Stelle stehen Italien und die Niederlande. Auch diese Länder haben in der vergangenen Saison deutlich weniger spanische Orangen importiert.

Klicken Sie hier für das Factsheet (auf niederländisch).

Für weitere Informationen: 
Jan Kees Boon
Fruit and Vegetable Facts
Email: fruitvegfacts@gmail.com  
Website: www.fruitandvegetablefacts.com


Erscheinungsdatum:



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