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Südamerikanischer Bananensektor warnt vor steigenden Produktionskosten

Auf der letzten Obst- und Gemüsemesse Fruit Attraction trafen sich Erzeuger und Exporteure von Bananen aus Ecuador, Kolumbien, Guatemala, Honduras, der Dominikanischen Republik sowie Costa Rica. Die anwesenden Delegierten, die zusammen 60% der weltweiten Bananenproduktion repräsentieren, stellten folgendes fest:

  • Es ist offensichtlich, dass die großen Supermarktketten weiterhin Druck in Verhandlungen auf die Erzeuger ausüben, um die Preise der Früchte zu senken. Sie ignorieren dabei die zahlreichen Schwierigkeiten, mit denen die Agrarindustrie auf regionaler Ebene konfrontiert ist.
  • Im Jahr 2021 hat der Bananensektor aufgrund der Preiserhöhungen für grundlegende Betriebsmittel wie Düngemittel, Pappe und Kunststoff erhebliche Kostensteigerungen erfahren.
  • Die neuen Rückstandshöchstmengen (MRLs) der Zielmärkte haben zu Produktionsausfällen geführt. Auch die von den Märkten auferlegten Zertifizierungsstandards stellen die Branche vor große Herausforderungen.
  • In den Corona-Zeiten haben die Erzeuger rigorose Maßnahmen ergriffen, um die Bananenversorgung weltweit sicherzustellen und gleichzeitig die Gesundheit der Arbeiter auf den Plantagen zu schützen. Um die Verbreitung von von Fusarium Tropical Race 4 (TR4) zu verhindern, wurden Protokolle angewendet, die ebenfalls mit zusätzlichen Kosten verbunden sind, aber auf dem internationalen Markt nicht anerkannt werden.
  • Die Kosten der Seefracht sind aufgrund der weltweiten Containerknappheit, operativer Allianzen zwischen den Reedereien und der Konsolidierung des maritimen Sektors um bis zu 62% gestiegen.
  • Unternehmer sind außerdem gezwungen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass in den Seecontainern illegale Substanzen transportiert werden.
  • Auch Naturphänomene in der Region wirken sich direkt und negativ auf die Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Bananensektors aus.
  • In einer Weise, die nicht mit der weltweiten Realität übereinstimmt, hat der Bananenpreis im Jahr 2021 den katastrophalsten Rückgang der letzten 10 Jahre erlitten. Für einen 18,5-Kilo-Karton werden nur 10 € gezahlt. 

Um das Überleben des Bananenanbaus zu sichern, von dem in Lateinamerika mehr als 808.000 Familien direkt abhängig sind, müssen diese internationalen Probleme nicht allein von den Erzeuger- und Exportländern getragen werden. Bisher haben die Herkunftsländer alle Sorgfalt und Verantwortung übernommen, um die die Weltmärkte mit Bananen zu versorgen. Es ist jedoch erforderlich, dass die gesamte Wertschöpfungskette einbezogen wird und jedes Glied seine Verantwortung übernimmt. Diese entscheidenden Aspekte sollten gemeinsam erörtert werden, um die Nachhaltigkeit des weltweiten Bananensektors zu gewährleisten.


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