Übersicht Weltmarkt Avocados

Der Preis für Avocados auf dem Weltmarkt ist in den letzten Wochen aufgrund eines geringeren Angebots und eines Mangels an großen Formaten gestiegen. Im Moment dominieren vor allem Mexiko und Chile den Markt, aber die Mengen sind rückläufig. In Europa verlagert sich der Schwerpunkt auf Israel, Spanien und andere Länder rund um das Mittelmeer, die jetzt in der Hochsaison sind. Die Erwartung vieler Händler ist, dass die Preise hoch bleiben werden.

Niederlande: Stabile, hohe Preise für Avocados
In den Niederlanden wurden zu den Feiertagen guter Absatz von Avocados mit stabilen, hohen Preisen erzielt. Die Importeure erwarten, dass sich diese Marktsituation in den kommenden Wochen fortsetzen wird. Es werden weniger Hass-Avocados aus Kolumbien importiert, was bedeutet, dass die Preise höher sind als die traditionell teureren spanischen Hass-Avocados. Bei den Greenskin-Avocados ist es vor allem Israel, das mit der Pinkerton am Markt ist. Dieser Markt ist durch einen Mangel an großen Formaten gekennzeichnet, und auch diese Preise liegen auf einem hohem Niveau.

Deutschland: Schwieriger Avocado-Markt
Aufgrund der aktuellen Marktentwicklung und der Verlängerung des Lockdown ist der Avocado-Markt extrem schwierig. Durch die Schließung des Hotel- und Gaststättengewerbes wird im Großhandel deutlich weniger eingekauft, und die Luftfrachtkapazitäten sind nach wie vor knapp bemessen.

Die Volumina sind auf breiter Front stabil. Die Preise im Großhandel schwanken um 10-12 Euro pro Packung. "Der aktuelle Aufpreis für Luftfracht in Kombination mit dem saisonalen Angebot an europäischen Südfrüchten führt dazu, dass eher Zitrusfrüchte und Granatäpfel als Ananas und Avocados gekauft werden. Das spiegelt sich deutlich in der Marktsituation wider", sagt ein Großhändler.

Frankreich: Mehrere Ursprünge auf dem Markt
Es gibt etwa 6 Herkunftsländer auf dem französischen Markt. Momentan stehen Mexiko, Chile und Kolumbien vor Ende der Saison und es treffen die ersten Avocados aus Israel, Spanien und anderen Mittelmeerländern ein. Aufgrund des kalten Wetters und des Regens ist die Ernte jedoch begrenzt. Die Preise sind leicht gestiegen, aber die Nachfrage bleibt im Moment stabil.

Spanien: Aussichten für Januar und Februar günstig
Die diesjährige Avocado-Ernte wird in der Region Málaga, dem Hauptanbaugebiet dieser subtropischen Frucht in Spanien, voraussichtlich um etwa 10 % geringer ausfallen, was jedoch durch den Produktionsstart neuer Plantagen in anderen Anbaugebieten in Granada, Cádiz, Valencia, Huelva und Portugal ausgeglichen werden könnte. Die spanische Avocado-Saison begann im Oktober mit der Sorte Bacon, die in den ersten Wochen guten Absatz fand. Ab Ende Oktober sanken die Verkaufszahlen um ca. 30-40 %, da die Unsicherheit zunahm, während sich die Pandemie weiter in der Welt ausbreitete und die Lockdownmaßnahmen in den einzelnen Ländern und Regionen strenger wurden.

Nach der schlechtesten Weihnachtssaison der letzten 10 Jahre beginnen sich die Umsätze nun zu erholen. In den letzten 3 Wochen wird in Spanien viel spekuliert und die Preise sind zu hoch, etwa 3 bis 3,50 € pro Kilo ab Feld. Bei diesen Preisen bleibt die Nachfrage aus, aber jetzt beginnen die europäischen Einzelhändler, mehr aus Spanien zu importieren. Dennoch gibt es viele Herkünfte auf dem Markt, wie z.B. Kolumbien, Mexiko, Israel und in der letzten Phase Chile, was für ein Durcheinander auf den Märkten führt. Nach Angaben eines spanischen Importeurs, Erzeugers und Händlers nähert sich Chile nun seinem Ende, die Verfügbarkeit kolumbianischer Avocados ist begrenzter und die Qualität mexikanischer Avocados ist geringer. Aus diesem Grund haben spanische Avocados bessere Möglichkeiten auf dem Markt und besteht bis März eine interessante Lücke. Die Aussichten für die Monate Januar und Februar sind gut für den Umsatz. Das Gastgewerbe ist in vielen Ländern immer noch geschlossen und das wirkt sich auf den Umsatz aus, aber im Allgemeinen wird es eine gute Nachfrage geben, wenn nicht zu viel spekuliert wird. Ab März wird es mehr Wettbewerb geben, da Peru und Kenia ihre Saisons beginnen. Peru erwartet in diesem Jahr eine Steigerung der Produktion um etwa 20 %. 

Südafrika: Nächsten Monat erste Ernte der frühesten Avocados
Im Januar gibt es eine Knappheit an Avocados auf dem heimischen Markt. Die Preise liegen bei etwa 32 ZAR (1,70 Euro) pro Kilo.

Die frühesten Avocados in Südafrika werden in den meisten nördlichen Regionen wie Levubu in der Provinz Limpopo bereits im nächsten Monat geerntet. Die Wetterbedingungen sind im Moment gut. Es gab viel Regen, der die Reservoirs wieder aufgefüllt hat. Es ist jedoch zu früh, um eine Schätzung für die kommende Saison abzugeben, aber es wird erwartet, dass mehr Avocados auf den Markt kommen werden, da mehr Avocadobäume gepflanzt wurden. Der CEO des südafrikanischen subtropischen Erzeugerverbandes zitierte eine frühere Aussage, dass der Fruchtansatz der Avocados nicht so gut ist, wie man es sich erhofft hatte.

Vereinigte Staaten: Steigende Preise für Avocados
Nach einem deutlichen Rückgang ist der Preis für Avocados wieder gestiegen und wird dies auch weiterhin tun. Derzeit ist Mexiko der einzige Akteur auf dem Markt, der Avocados verschifft. Peru, Chile und Kalifornien haben jetzt keine Saison. Kalifornien rechnet damit, im April wieder Avocados auf den Markt zu bringen. "In Mexiko hat sich die Ernte jetzt in die höher gelegenen Gebiete verlagert", sagt ein Importeur aus North Carolina. "Die Produktion ist jetzt niedriger als vor zwei Wochen. In einigen Gebieten sind die Erntegenehmigungen von 180 auf 120 pro Tag/ pro Gemeinde begrenzt. Auf diese Weise versucht man, die Preise zu verbessern." Durch den Rückgang des Angebots stieg der Preis für mexikanische Avocados. Von $19 pro Karton für 48er bis $26 pro Karton. Es wird erwartet, dass die Preise im Januar und Februar weiter steigen werden.

Neben der Beeinträchtigung der Ernte in Mexiko gibt es weitere Faktoren, die jetzt eine Rolle spielen. Vor einigen Tagen gab es Frost in Mexiko, der möglicherweise Tausende von Hektar getroffen hat. Dies kann auch Folgen für die Ernte des nächsten Jahres haben. Die Landwirte in Mexiko sind ebenfalls besorgt, dass der Frost im Januar anhalten wird. Trotzdem sind die Erzeuger motiviert, weiter zu pflücken, da die Bäume bereits blühen. Wenn die Avocados reif am Baum hängen bevor sie geerntet werden, kann dies zu kleineren Größen führen. In diesem Jahr werden 71.000 Tonnen mehr Avocados erwartet als im letzten Jahr.

Mexiko: Mehr Volumen nach Europa
Die Produktion läuft gut, aber aufgrund der geringeren Nachfrage als Folge der Schließungen des Foodservices gibt es ein kleines Überangebot auf dem Markt. Der Bundesstaat Michoacán exportiert normalerweise fast alle seine Avocados in die Vereinigten Staaten, hat aber im letzten Monat einen Teil seiner Mengen in die EU verlagert, weil die Nachfrage in den USA nicht ausreicht. Der Bundesstaat Jalisco kann nicht in die USA exportieren, so dass die EU bereits ein normaler Markt für ihre Avocados ist, aber mit den Mengen, die jetzt aus Michoacán kommen, sorgt dies für ein hohes Angebot auf dem Markt. Die Preise für mexikanische Avocados sind deutlich gesunken, etwa um 50 % im Vergleich zum letzten Jahr. Jalisco ist dabei, für seine Avocados Zugang zum US-Markt zu bekommen, was den dortigen Produzenten viele neue Möglichkeiten eröffnen würde, da die USA einer der größten Abnehmer von Avocados weltweit sind. In diesem Jahr werden 71.000 Tonnen mehr Avocados erwartet als im letzten Jahr.

China: Mehr Herkunftsländer für den chinesischen Markt zugelassen
Immer mehr Länder erhielten im letzten Jahr die Erlaubnis, Avocados nach China zu exportieren, und auch die Vielfalt der Avocadosorten wird immer größer. Derzeit dominieren Chile und Mexiko den Markt, obwohl Chile sich dem Ende der Saison nähert und sich die Aufmerksamkeit auf Kirschen verlagert. Die Qualität der mexikanischen Früchte variiert, was den Preis sehr unterschiedlich macht. Mexikanische Importe stehen auch vor logistischen Herausforderungen. Schiffe kommen nicht pünktlich an. Die Produkte, die zu diesem Zeitpunkt auf dem Markt verkauft werden, stammen also aus einer früheren Lagerung.

Im letzten Jahr exportierten auch die Dominikanische Republik und Kolumbien nach China. Kolumbien ist besonders bei chinesischen Importeuren beliebt und einige Unternehmen haben ihre Chargen erhöht. Dennoch gibt es immer noch Probleme mit Importen aufgrund des Coronavirus. Auch Avocados aus Kalifornien haben eine reelle Chance, auf den chinesischen Markt zu kommen.

Einige chinesische Avocadounternehmen beginnen mit dem Anbau von heimischen Früchten in der Provinz Yunnan und investieren in lokale Avocado-Reifungszentren. Chinesische Unternehmen erwarten, dass sich der Markt erholt und die Verbrauchernachfrage nach der Kirschsaison steigt. Das liegt daran, dass die Avocado als 'Superfruit' gesehen wird und die Menschen in China aufgrund des Corona-Virus dazu neigen, sich gesünder zu ernähren.

Australien: Kleinere Ernte bietet Chancen für Neuseeland und Chile
In Australien ist jetzt die Sommersaison angebrochen und wie erwartet ist das Angebot zurückgegangen. Der größte Teil der inländischen Produktion stammt zu dieser Jahreszeit aus Westaustralien, einige kleine Mengen kommen aus Zentral-New South Wales und dem Tristate (Victoria, South Australia und dem Rest von New South Wales).

In der Weihnachtszeit lieferte Neuseeland eigentlich den Großteil seiner Mengen nach Australien, und es ist die Saison, in der auch kleine Mengen von Chile nach Australien verschifft wurden. Diese Möglichkeit für mehr Lieferungen aus Neuseeland und die ersten chilenischen Lieferungen wurde durch eine kleiner als erwartete Ernte aus Westaustralien möglich, wo mehrere Kaltfronten und Stürme das Angebot reduzierten.

Avocados Australia sagt, dass dies wahrscheinlich eine einzigartige Situation für die Saison 2020/21 sein wird, da mehr und mehr der neuen Anpflanzungen des Landes online geht. Australien rechnet bis 2025 immer noch mit einer Produktion von rund 115.000 Tonnen, womit der Inlandsbedarf gut gedeckt ist. Der heimische Markt wird immer mit der Hass beliefert, obwohl eine kleine Anzahl von Plantagen in Nord-Queensland sich Berichten zufolge auf eine frühe Shepard-Ernte vorbereitet.

Für nächste Woche: Übersicht Weltmarkt Mangos


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