Ronnie Moorman, Willem Dijk, Niederlande

"Wenige große Zitrusfrüchte, aber die Preise bestimmen jetzt das Produkt"

Im vergangenen Jahr wurde Spanien im September von Stürmen heimgesucht. Die Mandarinen trugen die volle Wucht. Das führte zu geringeren Mengen auf dem Markt. Das wiederum führte zu günstigen Preisformationen in der Saison 2019/2020.

Dieses Jahr ist jedoch anders. Statt übermäßiger Niederschläge behindert nun die Dürre die Ernte. „Obwohl es eine ausreichende Verfügbarkeit gibt, wirkt sich das Wetter hauptsächlich auf die Größen aus“, sagt Ronnie Moorman van Willem Dijk in den Niederlanden. „Es sind nur wenige große Orangen verfügbar. Ich denke, dies wird in den kommenden Wochen zunehmen. Das ist dem Wetter zu verdanken. Aber die aktuellen Früchte sind nicht schön und groß.“

Aber auch ohne große Größen scheint sich die Zitrusfrucht zu verkaufen. „Ende Oktober erhielten wir eine Ladung von Orangen der Größe 80. Normalerweise würden wir das nie tun, nur bei Saftorangen. Aber wir haben diese Ladung blitzschnell verkauft. Derzeit bestimmen die Preise das Produkt. Wir hatten eine fantastische Saison mit südafrikanischen Zitrusfrüchten. Ich hoffe, dass Spanien nun ohne allzu große Probleme die Nachfolge von der Südhalbkugel antreten kann. Bis jetzt scheint das gut zu funktionieren.“

„Wir haben unsere Marke Filosofo bereits seit Mitte Oktober auf dem Markt. Diese 60 Jahre alte Marke macht sich großartig“, sagt Ronnie. „Und Anfang November haben wir die Marke Elephant hinzugefügt. Ende Oktober gab es einen kleinen Einbruch, aber nur mit Clementinen. Diese Premium-Frucht ist bereits von ausgezeichneter Qualität. Das ist wichtig zu Beginn der Saison. Wenn man mit schlechten Früchten beginnt, ruiniert das den Rest der Saison.“

Zweiter Lockdown betrifft hauptsächlich Saft-Orangen und -Limetten
Moorman's bemerkte, dass die zweite Lockdown-Sperre der verschiedenen europäischen Länder den Verkauf von Zitrusfrüchten beeinträchtigt. „Der Preis für eine Schachtel Saftorangen ist auf 12 bis 17 Euro gesunken, was auf die strengeren Maßnahmen in Europa zurückzuführen ist. Anfang November ist der Marktpreis für dieses Produkt sogar unter 10 Euro gefallen.“

„Die Schließung des Gastgewerbes hat diese konstante Sommernachfrage etwas geschwächt. Für Mandarinen gibt es jedoch kaum Unannehmlichkeiten. Der niederländische Einzelhandel füllt nun wieder seine Feriensaisonprogramme aus. Dennoch könnte das Wetter dort etwas kälter sein. Das würde die Nachfrage der Verbraucher nach Mandarinen ankurbeln. Aber wir können uns absolut nicht beklagen.“

„Derzeit kommen noch viele Lieferungen aus Peru, Mexiko und Brasilien an. Aber es gibt derzeit keinen Markt für sie. Ihre Preise sind enorm gesunken, auf 2 und 3 Euro pro Schachtel“, fügt Ronnie hinzu. „Wir haben bereits Limetten aus Spanien. Aber sie sind derzeit weitaus teurer als die Limetten aus Übersee. Das macht den Verkauf sehr viel schwieriger und wir müssen ihnen auch Rabatte gewähren. Man sollte den Einfluss des Gastgewerbes auf den Frischobst- und Gemüsesektor keinesfalls unterschätzen. Die kommenden Wochen werden daher ereignisreich sein.“

Konkurrenz aus dem Mittelmeerraum
Neben Spanien sind auch andere Mittelmeerländer auf dem Markt. Dazu gehören die Türkei und Marokko. „Neben Zitronen hat die Türkei auch Grapefruits von schöner Größe. Dieses Land hat in den letzten Jahren bei der Qualität ihrer Früchte wirklich aufgeholt. Und sie haben dieses Jahr einige größere Größen auf dem Markt. Auch Israel ist mit Grapefruits auf dem Markt.“

Marokko war dieses Jahr sehr früh auf dem Markt. Das war mit den ersten frühen Mandarinen aus der nordöstlichen Region Berkane. „Dennoch bevorzugen die Niederländer im Moment noch spanische Oronules und Blattmandarinen. Auch Ägypten rechnet angeblich mit einer ausgezeichneten Orangenernte. Aber sie sind noch nicht auf dem Markt“, so Ronnie abschließend.

Mehr Informationen:
Ronnie Moorman
Willem Dijk AGF BV
Mobil: 0653374274
ronnie@willemdijk.nl 
www.willemdijk.nl 


Erscheinungsdatum:



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