Konstanze Pantiru, Pantiru Knoblauchkulturen GbR: "Wir wurden wegen Corona regelrecht überfallen"

"Wir dachten das Potenzial für deutschen Knoblauch wäre ausgeschöpft, die aktuelle Saison beweist das Gegenteil"

2020 ist ein besonderes Jahr für den deutschen Knoblauch. Niedrige Bestände aus Spanien, logistische Probleme in China, der außergewöhnliche schnelle Abverkauf von Knoblauch und die extrem gesteigerte Nachfrage nach regionalen Erzeugnissen haben für einen geschäftigen Sommer bei der Firma Pantiru in Lampertheim, dem ‚Kalifornien Hessens‘ gesorgt. „Im letzten Jahr hatten wir den Eindruck, dass das Potenzial am Markt ausgeschöpft wäre, die aktuelle Saison beweist das Gegenteil“, erzählt Konstanze Pantiru, die das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Mann Ciprian führt.


Konstanze Pantiru beim Besuch von FreshPlaza im letzten Sommer.

Das Wetter war ideal für den Knoblauch in dieser Anbausaison: „Knoblauch braucht viel Wärme, es war aber nicht zu heiß. Wir haben die Felder beregnet und der Regen kam auch zur richtigen Zeit – es gab keinen Wassermangel und war nicht zu nass. Durch diese optimalen Bedingungen konnten wir den maximalen Ertrag unserer Fläche erreichen.“

Der Absatz wurde in diesem Jahr maßgeblich gesteigert: „Wir hatten glücklicherweise in diesem Jahr zusätzliche 6 Hektar gesteckt, um zum Ende der Saison länger mit getrocknetem Knoblauch am Markt zu bleiben. Wir hätten nie mit diesem riesigen Absatz gerechnet – wir wurden wegen Corona regelrecht überfallen.“ Die Knoblauch-Anbaufläche der Firma Pantiru beläuft sich damit auf gut 30 Hektar.


Die Familie Pantiru vor der Verarbeitungshalle der Firma. Hier wird der Knoblauch geputzt, gelagert und getrocknet.



Das Team des Unternehmens beim Besuch im vergangenen Jahr.

Die Verfügbarkeit von Arbeitskräften hatte Konstanze Pantiru Anfang
des Jahres Sorgen bereitet: „Letztendlich hatten wir aber auch in dieser Hinsicht Glück und konnten unser gewohntes rumänisches Team einfliegen.“ Dank der eingespielten Mannschaft ist der Arbeitsablauf im Betrieb fast der gleiche, wenn auch mit Einschränkungen was die Freizeit betrifft: „Wir mussten unseren Helfern erklären, dass sie den Hof für zwei Wochen nicht verlassen dürfen. Meine Familie selbst ist auch zuhause geblieben um eine Ansteckung zu vermeiden, da das unseren Betrieb erst einmal lahm gelegt hätte. Wir haben extra Unterbringungen für die Helfer gemietet, Desinfektionsmittel und Handwaschstationen zur Verfügung gestellt. Es war ein großer Aufwand in der Vorbereitung, jetzt läuft es aber gut.“

Der Mai war ein Monat mit viel zu tun für Konstanze: „Die Saison hat in diesem Jahr schon am 13. Mai begonnen. Zu dieser Zeit mussten unsere Kinder noch von zuhause unterrichtet werden, da die Schulen geschlossen waren. Dann kamen alle Bestellungen auf einmal, wir mussten zusätzliche Arbeitskräfte anfordern und haben sogar eine weitere Bürokraft eingestellt um alle Anfragen zu stemmen.“ Wegen der großen, frühen Mengen endet die Saison nicht, wie gewohnt, im September sondern bereits spätestens Ende August.

Der Knoblauch ‚aus der Region, für die Region‘ kommt in der aktuellen Krisensituation gut an: „Wir haben die gleichen Absatzkanäle wie in den letzten Jahren, es wurde aber jeweils mehr Menge umgesetzt. Regionalität ist den Verbrauchern wichtig, sie kennen unseren Betrieb und wissen, dass wir uns an alle notwendigen Regelungen halten. Das schafft Vertrauen in unseren Knoblauch.“

Weitere Informationen:
Konstanze Pantiru
Pantiru Knoblauchkulturen GbR & Saatguthandel
In den Gärten 5
68623 Lampertheim
Tel: +49 (0)6206 1556140
Ciprian Pantiru: 0173 1065833
Konstanze Pantiru: 0174 4678858
E-Mail: pantiru.ciprian@t-online.de 
www.pantiru-knoblauchkulturen.de 


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