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Frank Vermeersch, AgroFair:

"Plastik in Konflikt mit Fairtrade- & Bio-Fairtrade-Bananen"

"Der ungezügelte und übermäßige Einsatz von Kunststoff ist ein Phänomen, das auf der ganzen Welt vorkommt. Unsere Frage war, welchen konstruktiven und positiven Beitrag wir im Kampf gegen dieses riesige, umweltschädliche Problem leisten können. Nun ja, die Frage stellen heißt sie beantworten. Also nicht mit dem Finger gleich auf andere zeigen, sondern erst einmal bei sich selber anfangen", so Frank Vermeersch von AgroFair.

"Natürlich waren wir der Meinung, dass wir mit unseren Bio-Fairtrade-Bananen schon auf dem richtigen Weg waren. Was gibt es daran auszusetzen? Besser geht es doch nicht mehr, dachten wir. Bis wir entdeckten, dass auf all den idyllisch wirkenden Plantagen kleiner Bananenbauern ziemlich viel Plastik herumlag. Aber auch in den Dörfern und in der Umgebung, auf der Straße und in den Flüssen: Überall lag Plastik. Keineswegs ein schöner Anblick, und ziemlich konfrontierend im Licht unserer schönen Bio-Faitrade-Geschichte."

So wurden wir wachgerüttelt. Wir beschlossen, dass wir daran unbedingt etwas ändern mussten. Aber wie sollten wir das Problem angehen? In Ländern wie Peru und Ecuador, wo die Leute doch oft noch ums reine Überleben kämpfen, ist Plastik nicht unbedingt das größte Problem der Bevölkerung", so Frank Vermeersch. "Irgendwann 2015 fanden unsere sich über Jahre angehäuften Ideen ein Ventil und machten sich Luft. Wir setzten uns eigene Ziele, legten diese in einem Nachhaltigkeitsprotokoll fest, das wir dann veröffentlichten. Mit einer großen Portion Begeisterung und festentschlossen legten wir los. Damit zogen wir die Aufmerksamkeit der Medien auf uns. Von da an gab es kein Zurück mehr…"

"Es war wie die Echternacher Springprozession: drei Schritte vor, zwei zurück. Ein mühsamer Prozess mit vielen Rückschritten, Versuch und Irrtum. Manchmal dachten wir, was haben wir da um Himmels Willen angezettelt? Aber niemals dachten wir ans Aufhören, nie. Das Ergebnis haben wir in einem Kurzfilm zusammengefasst. Darin zeigen wir, was wir bis jetzt geschafft haben und was wir letztendlich erreichen wollen."

"Doch es geht immer weiter, denn sobald dieses Projekt abgeschlossen ist, wird es wieder eine neue Herausforderung für uns geben. Eine neue Aufgabe für uns, um Mensch, Umwelt und Wirtschaft in Harmonie funktionieren zu lassen. Die ersten Ansätze, wie z. B. ein besseres Wassermanagement und die Bekämpfung von Tropical Race 4, kurz TR 4 genannt (siehe Artikel BBC), haben für uns höchste Priorität, was sich auch auf unserer Website und in unserem aktuellen Nachhaltigkeitsprotokoll widerspiegelt.

AgroFairs Motto, wissenschaftliche Untermauerung, Pragmatismus, Empathie, begründetes Bauchgefühl, Geduld
Früher neigten wir dazu, diese Informationen nicht zu publizieren – oder vergaßen es einfach. Aber die Zeiten ändern sich. Durch Erfahrungsaustausch und Transparenz wissen wir inzwischen, dass diese Methode nur Vorteile hat. Aus ganz unerwarteter Ecke bekommen wir Feedback, und das liefert den unumstößlichen Beweis dafür, dass neben dem eher klinischen Marketing-Mix der 4 Ps – Product, Price, Place, Promotion – noch viele andere Aspekte mitspielen, wenn es darum geht, ein so genannt nachhaltiges, kommerziell starkes Produkt an den Mann bzw. die Frau zu bringen."

"Selbstverständlich muss man sich bei dieser umfassenden und oftmals komplexen Herangehensweise Rückendeckung sichern. In der Organisation müssen alle hinter der Sache stehen, sonst funktioniert es nicht. Aber das ist bei uns überhaupt kein Problem, im Gegenteil. Unsere Geschäftsführung unterstützt uns hier voll und ganz. Sie geht sogar noch einen Schritt weiter und kommt mit zusätzlichen Impulsen und ist bereit, sich auf operationeller Ebene einzubringen", erläutert Frank Vermeersch.

Nächstes Jahr feiern wir unser 25-jähriges Jubiläum.  Bei der Gründung von AgroFair hatten wir es uns zum Ziel gesetzt, als Pionier und Bilderstürmer gegen die gefestigte Ordnung anzukämpfen und die erbärmlichen Zustände in der Bananenwelt an den Pranger zu stellen. Dieser Pioniergeist ist zu unserem Erbgut geworden und wird uns zusammen mit unserer Win-win-Philosophie auch in Zukunft den Weg weisen. Heute, nach fast 25 Jahren, hat sich in der Bananenwelt schon einiges zum Guten gewendet und haben sich uns auch unsere Kollegen bzw. Konkurrenten im Lauf der Jahre angeschlossen. Ohne uns hier brüsten zu wollen, möchte ich doch sagen, dass wir darauf ziemlich stolz sind. Aber es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns, und das wird auch nie aufhören."

"Der Begriff Influencer ist gerade sehr in Mode. Man könnte uns durchaus als Influencer bezeichnen, und das werden wir auch immer sein, denn unser Drang, notwendige Veränderungen in der Bananenwelt herbeizuführen, wurde uns praktisch mit der Muttermilch eingeflößt", schließt Frank Vermeersch.

Weitere Informationen:
Frank Vermeersch
AgroFair
T. +31(0)180 643 975
M. +31(0)654 774 190
Frank.vermeersch@agrofair.nl 
www.agrofair.nl 


Erscheinungsdatum:



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