Ahmed Bouklata (Kräuter Express) zur Marktsituation bei den Kräutern

"Die Gastronomie hat noch einen langen Weg vor sich"

Noch habe der Kräutermarkt die direkten Folgen der Corona-Krise nur im geringen Ausmaß gespürt. Die Vorsorgemaßnahmen und Distanzregeln werden den Absatz von Topf- sowie Schnittkräutern in der Gastronomie dennoch auch nach der Krise gewissermaßen beeinträchtigen, sagt Ahmed Bouklata, spezialisierter Anbieter am Kölner Großmarkt und Betriebsinhaber der Kräuter Express GmbH, kurz vor der Wiedereröffnung der regionalen Gastronomie. 

Der plötzliche Wegfall der Gastronomie habe sich gemäß Bouklata auch im Kräuterhandel bemerkbar gemacht. "Wir haben um 30% weniger Umsatz als sonst. Währenddessen haben die Abverkäufe in den Bereichen Wochenmarkthandel und Einzelhandel deutlich zugenommen", so der Fachhändler. Im Frühling - etwa ab März - werden vor allem Topfkräuter in erfreulichen Mengen verkauft. "Die Margen in diesem Bereich sind leider nicht so groß. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Absatz ab Anfang Mai etwas zurückgeht, unter anderem wegen dem hohen Selbstversorgungsgrad der Verbraucher."

Ahmed Bouklata am Kölner Großmarktstand beim Großmarktbesuch von FreshPlaza im Sommer 2019. Von Lieferengpässen oder großen Preisaufschlägen seien laut dem Spezialisten im Kräuterhandel bislang keine Rede. 

Schnittkräuter: Heimische und Importware werden parallel gehandelt
Nebst Topfkräutern werden Schnittkräuter unter der Eigenmarke Kräuter Express gehandelt. "Die heimische Saison läuft nun langsam an und ich erwarte, dass wir im Laufe nächster Woche das volle Programm aus heimischem Anbau liefern können." Über das vollständige Sortiment (Schnitt- sowie Topfkräuter) hinweg sei Basilikum der beliebteste Artikel, heißt es weiter.

Ergänzt wird das Sortiment mit Schnittkräutern aus Spanien, Italien und Äthiopien. "Äthopische Ware führen wir ganzjährig im Sortiment, auch wenn deutsche Ware in Hülle und Fülle verfügbar ist. Auch in diesen schweren Krisenzeiten bekommen wir wöchentlich frische Anlieferungen aus dortigem Anbau. Selbstverständlich sind die Mengen während der heimischen Saison um 40-50 Prozent geringer als im Winter, wenn kaum deutsche Ware zur Verfügung steht", erläutert Bouklata. 

Außer Topf- und Schnittkräutern bilden Kressen das dritte Umsatzstandbein des Unternehmens. Auch in diesem Bereich werden Umsatzeinbußen um 30-40 Prozent verzeichnet. 

Wiedereröffnung der Gastronomie
Ab KW 20 wird die regionale Gastronomie wieder allmählich die Türen öffnen, weiß Bouklata. Auch für die Kräuter Express GmbH sei dies ein wichtiger erster Schritt zur Normalisierung des Marktgeschehens. "Wir sind aber vorsichtig, da die Wiedereröffnung mit strengen Beschränkungen und Distanzregeln einher geht. Daher werden wir auch die nächsten Monate nicht die Umsätze erzielen wie zuvor. Man hat definitiv noch einen langen Weg vor sich", heißt es schließlich.

Weitere Informationen:
Kräuter Express
Inh. Ahmed Bouklata
Am Lichtweg 42
41470 Neuss
Tel: +49 221 937262 86
Fax: +49 221 937 262 87
Mobil: +49 177 745 7395
Kraeuter.express@yahoo.de  


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