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Die Redpack Maschinen GmbH geht mit "Bohnen und Linsen" durch die Krise

"Solange Menschen mit Handschuhen und Masken einkaufen gehen, wird die Wahrnehmung von Hygiene beeinflusst bleiben"

„Corona, Bohnen & Linsen“ – das ist derzeit eine Ausrichtung beim britischen Maschinenhersteller Redpack Maschinen GmbH. Allerdings hat das auf den zweiten Blick nur relativ wenig mit Hülsenfrüchten zu tun. Durch die internationale Firmenvertretung hat das Unternehmen die Coronakrise bisher in Wellen durchlebt. Wir sprachen mit Markus Nöthen, der für den deutschsprachigen Markt zuständig ist.

„Zuerst waren unsere italienischen und österreichischen Kunden von Corona betroffen. Von dort erreichten uns alarmierende Signale, die sehr Schlimmes erahnen ließen. Dann kam die Coronakrise nach Deutschland. Gut 10 Tage später habe ich dann die gleichen Reaktionen, die wir hier zu Beginn in Deutschland hatten, auch bei den Kollegen in Großbritannien gesehen. Wir hatten doch fast alle daran geglaubt davon verschont zu bleiben“, doch der Lockdown und damit neue nicht gekannte Probleme kamen sehr schnell, erzählt Nöthen.


Ein Teil des Teams von Redpack auf der Fruit Logistica 2020.

Derzeit ist die physische Reisefähigkeit wegen geschlossener Landesgrenzen noch eingeschränkt. „Um unseren Kunden trotzdem den bestmöglichen Service zu bieten und laufende Verkaufsprojekte und Anlagenerweiterungen durchführen zu können, mussten schnell Lösungen gefunden werden. Verpackungen für frische Lebensmittel sind derzeit aus Hygienegründen sehr gefragt. Wir müssen also sicherstellen, dass Maschinen gewartet werden können und ausgelieferte Maschinen aufgebaut und in Betrieb genommen werden können.“ Und da kommen die ‚Linsen‘ ins Spiel.

Auf der Fruit Logistica hatte Redpack bereits ein Set Microsoft HoloLens 2 zu digitalen Demonstrationszwecken in den Messestand integriert, eine Linse für Augmented Reality (Erweiterte Realität), um Besuchern am Messestand das Unternehmen und Einblicke in die Maschinen und Produktion zu zeigen. Das durchsichtige Display der Hololeens-Brille projiziert dreidimensionale Hologramme z.B. Installationsanwendungen zur Inbetriebnahme von Verpackungsmaschinen „in den Raum“ des Betrachters und ermöglich so die interaktive Kommunikation zwischen Personen an verschiedenen Orten.

Auf diese Art und Weise wurden jüngst bereits Maschinen erfolgreich ohne physische Anwesenheit von Redpack-Technikern in Betrieb genommen. „Wir nutzen Augmented Reality um den Kunden zur Seite zu stehen, die wir auf Grund der Corona bedingten Reisebeschränkungen aktuell nicht selbst besuchen können. Das System arbeitet kontaktlos und effizient.“

Digitale Kommunikationstechnologie im allgemeinem nimmt aufgrund der Coronakrise den überwiegenden Teil des Arbeitsablaufes ein: „In regelmäßigen internationalen Videokonferenzen koordinieren wir unsere globale Arbeit zwischen den Kontinenten und unser Servicenetzwerk, das auch weiterhin für die Kunden 24/7 verfügbar ist. Diese digitalen Möglichkeiten gibt es natürlich schon länger, nur wurden Sie von uns bislang nicht ausschöpfend und in dieser Intensität genutzt. „Die digitale Kommunikationsintensität hat zugenommen und bietet viele Vorteile“. Verkaufsaktivitäten wie Kundenaquise und Wissens- und Informationstransfer haben sich in einige soziale Netzwerke verlagert. Jeder sei aktuell „online“ und gut zu erreichen, auch wenn das W-Lan manchmal ruckelt. Reaktionszeiten haben sich erneut verkürzt, berichtet Nöthen.

Die Krisensituation durch das Coronavirus lässt eröffnet neue Möglichkeiten und zeigt aus der Not heraus Verwendungszwecke für die Verpackungsmaschinen von Redpack, die man vorher noch nicht kannte – Stichwort Bohnen. „Einige unserer Kunden verpacken dringend benötigtes medizinisches Hygienematerial, also Gesichtsmasken, Handschuhe, Kittel und andere Produkte, mit einer Maschine, die ursprünglich für Bohnen und anderes Gemüse im Flowpack gebaut wurde. Es ist interessant zu sehen, wie sich in Krisenzeiten neue Märkte ergeben und neue Verpackungsprodukte an Bedeutung gewinnen. Unsere Maschinen sind noch universeller einsetzbar als angenommen.“

Das Verhalten ändert sich durch das Coronavirus – das sieht man vor allem an der Verpackungsdebatte, die bis vor einigen Wochen noch das Topthema war. „Wir haben derzeit sogar Anfragen für vollkommen Produkt-untypische Verpackungsarten. Solange Menschen mit Handschuhen, Masken, Desinfektionsmittel und Corona-Angst einkaufen gehen, wird die individuelle Wahrnehmung von Hygiene beeinflusst bleiben. Unser Ziel ist es aber weiterhin zu zeigen, wie man den Materialaufwand einer Verpackung so weit wie möglich sinnvoll reduzieren bzw. Materialalternativen einsetzen kann, denn die Coronazeiten werden irgendwann hoffentlich zu Ende sein.“


Petersilienwurzel nach nur 24 Stunden aus dem Kühlschrank, bei Lagerung im gleichen Raum. Foto: Redpack

Für weitere Informationen:
Dr. Markus Nöthen
Redpack Maschinen GmbH
Max-Planck-Str. 4
50858 Köln
Deutschland
Tel: +49 (0) 2234 - 95 15 260
info@redpackmaschinen.de
www.redpackmaschinen.de


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