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Michal Gulczysnki über die polnische Karottensaison

"Ich glaube, die Grenzen zwischen biologischem und konventionellem Anbau werden verschwinden"

Das heiße und trockene Wetter machte 2019 zu einem schwierigen Jahr für die polnischen Karotten. Sie wuchsen nur langsam und die Qualität war nicht auf dem Niveau der vergangenen Saisons. Ein polnischer Gemüseproduzent behauptet, dass die stressigen Wetterbedingungen die Ursache dafür waren.

GPOiW Polfarm ist ein polnischer Gemüsehändler, der hauptsächlich mit Karotten handelt. Laut dem Exportleiter Michal Gulczynski konnte dieses Jahr nicht das volle Potenzial ausgeschöpft werden. "Es war aufgrund extremer Wetterbedingungen ein sehr schwieriges Jahr. Während der Wachstumsperiode war es sehr trocken und heiß, weshalb die Karotten länger bis zur Reife brauchten. Gleichzeitig mussten die Felder öfter bewässert werden, was die Kosten für den Anbau erhöhte. Die Ernte kam früh – deswegen lagen die Karotten, die jetzt verkauft werden, länger als üblich in den Kühlkammern. Ich vermute, dass die Witterungs- und Lagerbedingungen für die Karotten stressig waren und zu einem Qualitätsverlust geführt haben."

Die Qualitätsprobleme beunruhigen die polnischen Karottenhändler, denn die Saison dauert noch lang. "Wenn es im Dezember Qualitätsprobleme gibt, wie wird der März oder April aussehen? Die Situation ist nicht aussichtslos, aber wir müssen wachsam bleiben und Qualitätsproblemen vorbeugen", erklärt Gulczynski. "Und es gibt Hoffnung, denn die Erntezeit im November und Dezember kam mit sehr guten Wetterbedingungen. Das bedeutet, dass sich die Karotten in den letzten Wochen erholen konnten. Auch die Erntemengen pro Hektar übertrafen die Prognosen, die wir in den Monaten zuvor gestellt hatten.

Eine weitere große Herausforderung 2019 stellten die Anforderungen der Supermärkte dar. Obwohl die Karotten, die GPOiW Polfarm anbaut, auf konventionelle Weise angebaut werden, verlangen die Supermärkte von den Züchtern, dass die Karotten rückstandsfrei angeliefert werden. "Die Supermärkte nennen diese Kampagne 'Keine Rückstände bei konventionellem Anbau' - eine ziemliche Herausforderung, da 90 Prozent unserer Produkte direkt an den Einzelhandel geliefert werden. Wenn Sie mich fragen, wird dies der neue Trend sein und die Grenzen zwischen biologischer und konventioneller Produktion mit der Zeit verschwinden."

Mit Blick auf das Jahr 2020 erzählt Gulczynski, dass sie ihre Anbaufläche für den biologischen Anbau vergrößern wollen. "Wir haben in diesem Jahr bereits mit dem biologischen Anbau begonnen und möchten ihn im neuen Jahr weiter ausbauen. Wie die Nachfrage nach Produkten ohne Rückstände, wächst auch die nach Bio. Wir wollen uns auch auf die Lebensmittelsicherheit und die Einhaltung der Keine-Rückstände-Regel bei all unseren Gemüsesorten konzentrieren. Was die neuen Märkte betrifft, so sind wir im Norden Polens angesiedelt. Das bedeutet, dass Skandinavien ein sehr interessanter Markt für uns wäre, auch wenn er sehr anspruchsvoll ist. Wir verfügen über alle notwendigen Zertifizierungen und wollen im Jahr 2020 in diesen Markt einsteigen.

Für weitere Informationen:
Michal Gulczysnki
GPOiW Polfarm
Tel: +48 604 444 503
Email: m.gulczynski@polfarm.com 
www.polfarm.eu 


Erscheinungsdatum:
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