Jan van der Kaden, StC International:

"Preise marokkanischer Tomaten verbessern sich"

Während sich viele Unternehmen in den Wintermonaten auf spanisches Gewächshausgemüse konzentrieren, liegt bei StC im niederländischen De Lier der Schwerpunkt auf Produktion aus Marokko. "Wir arbeiten eng mit unseren Erzeugern zusammen, mit denen wir Programme anbieten, hauptsächlich für niederländische Importeure. Viele niederländische Unternehmen haben keine Lust, in Marokko das Rad neu zu erfinden und fragen uns alles, von Anbau über Verzollung, Verpackung und Lieferung, für sie zu regeln. Wir verbinden den Erzeuger und den Kunden direkt miteinander und beziehen den Erzeuger in den Verkaufsprozess mit ein. Diese kurze Kette und unsere Transparenz sind unsere Stärke", sagt Jan van der Kaden.

Wende im Gange 
Unterdessen kommt das Angebot von marokkanischen Tomaten in Gang. "Wir erhalten hauptsächlich lose, Kirsch- und Kirschpflaumentomaten. In diesem Jahr haben wir das Sortiment um Pflaumentomaten, Intense Pflaumentomaten und Strauchtomaten erweitert. Die Produkte sah man in der Vergangenheit nicht oft aus Marokko", sagt Jan. "Vor allem das Segment der kleinen Tomaten war sehr günstig. Inzwischen haben sich die Dinge geändert und es treten allmählich Engpässe auf. Die Niederlande und Polen sind bei losen Tomaten vom Markt verschwunden, und in Marokko ist die Färbung aufgrund der niedrigen Temperaturen noch nicht sehr gleichmäßig. Infolgedessen steigen die Preise auf ein gesünderes Niveau", sagt Jan.

Neben dem Tomatenpaket bietet die StC auch marokkanische Paprika an. "Es ist technisch nicht einfach, mit Spanien zu konkurrieren, da relativ wenige Kilos Paprika in einen Laster passen und der Transport darum sehr teuer ist, wodurch der Endpreis nicht im Verhältnis mit dem aus Spanien steht. Da der russische Markt jedoch für marokkanische Produkte offen ist, gibt es immer noch eine Nachfrage danach", sagt Jan. Auch vor exklusiveren Produkten scheut der marokkanische Spezialist nicht zurück. "Zum Beispiel sind wir in der Testphase mit einer Linie von feineren roten und grünen Paprikaschoten. Wir bieten auch Mini-Zucchini, Mini-Gurken und Mini-Auberginen an. Das sind kleinere Stückzahlen, aber wenn sie gut verpackt und transportiert werden, werden sie sicherlich einen Bedarf auf dem niederländischen Markt decken."

"In diesem Jahr haben wir in Marokko eine größere Fläche zur Verfügung und können daher ein größeres Paket anbieten", sagt Jan. Er sieht große Vorteile für den marokkanischen Anbau gegenüber dem spanischen Angebot. "Die Arbeit ist billiger und die Erträge sind von guter Qualität. In diesem Monat stiegen die Transportkosten nach Spanien um einige hundert Euro, während man aus Marokko  Jahrespreise einhalten kann", sagt Jan.

Kostentechnisch interessant
StC spielt auch eine große Rolle beim marokkanischen Obst. "Wir bekommen jetzt die ersten Container mit marokkanischen Clementinen und setzen die Zitrussaison dann von Januar bis Juni mit Orangen fort. Auch die marokkanischen Avocados sind auf dem Vormarsch. Wir beginnen die Saison mit der Zutano, gefolgt von Fuerte und Bacon und bieten von jetzt bis April marokkanische Hass-Avocados an. Diese werden normalerweise in Programmen verkauft. Dies gibt uns eine schöne Alternative, um die Marktlücken aus Übersee zu schließen. Und in dieser Hinsicht wird Marokko zunehmend zu einem stabileren Anbieter von Obst und Weichobst auf dem europäischen Markt werden. Die Qualität ist nicht minderwertig, wir befinden uns dichter auf dem Markt als Lieferanten aus der südlichen Hemisphäre und das macht es aus Kostensicht viel interessanter", so Jan abschließend.

Für weitere Informationen:
Jan van der Kaden
STC International
Poortcamp 30
2678 PT De Lier - Niederlande
+31(0)174 75 29 50
info@stcint.eu
www.stcint.eu


Erscheinungsdatum:
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