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Übersicht Weltmarkt Bananen

Die Konkurrenz in Lateinamerika wird härter. Costa Rica expandiert seine Produktion und Ecuador bekommt die Folgen zu spüren. In den meisten europäischen Ländern ist die Nachfrage in den ersten Monaten des Jahres am höchsten. Die einzigen Ausnahmen bilden Polen und Italien. Indien will, vor allem in der Region, aber auch nach Europa, seine Banenen Exporte vorantreiben. Der chinesische Mart steigt auf Importe aus Ecuador um. In den USA leiden kleine Geschäfte unter dem Preis Krieg. Australien investiert in ein Labor, um eine Bananensorte zu entwickeln, die resistent für die gefürchtete TR4 ist.

Ecuador: Mehr Konkurrenz aus Costa Rica
Jedes Jahr steigt die Anzahl der Produzenten. Die Produktion war gut, aber die Konkurrenz in Lateinamerika wird härter und das spiegelt sich in den Bananenpreisen wieder, die 50 Cents niedriger sind, als in den Vorjahren. Ecuador vermutet, dass das an Costa Ricas großer Produktion liegt. Was die Exporte angeht, so steigt die Nachfrage in Japan, Südkorea und Dubau.

Regen erschwert Ernte in Kolumbien
Der Regen hat die Ernte in Kolumbien zwar erschwert, aber die Produktion steigt weiterhin. Europa ist mit Abstand der größte Abnehmer von kolumbianischen Bananen, 75% der Exporte gehen nach Europa. Auf dem zweiten Platz sind die USA mit 15%. In den kommenden Jahren wil Kolumbien auch in Asien neue Exportmärkte finden. Die Preise sind ziemlich gut und stabil. Das Land will auch in den Konfliktregionen Bananen produzieren. Zurzeit werden in 20% diesere Regionen Bananen angebaut.

Peru setzt auf Bio
Die Produktionsmengen sind wegen des Wetters zunächst etwas enttäuschend ausgefallen, aber das Angebot hat sich soweit wieder erholt. Der starke Regen in den vergangenen Wochen hat die Ernte nicht verspätet. Peru hat bemerkt, dass die Nachfrage nach Bio-Bananen steigt. Was den Export angeht, erwartet der Sektor in diesem Jahr einen Anstieg um 15%. Außerdem zeigen viele Bauern Interesse daran, auf den Bio-Anbau umzusteigen.

Export aus Costa Rica steigt
Im letzten Jahr hatte das Land 120 Millionen Kisten exportiert; ein neuer Rekord. Die Bananen Produktion in Costa Rica wächst und mit ihr auch die Nachfrage. Der Exportanteil von großen Marken wie Chiquita und Del Monte nimmt beständig zu, es gibt weniger freien Handel.



Niederlande: Beste Monate für Bananenverkäufe
Momentan sind die besten Monate für den Bananenverkauf. Wie in jedem Jahr ist der Konsum während der ersten Monate des Jahres auf einem guten Level und die Importeure haben alle Hände voll zu tun. Wir haben eine Zeit hinter uns, in der es weniger Bananen gab, aber jetzt nimmt das Angebot wieder zu. "Interessanterweise wächst der Markt für Bio-Bananen immer weiter. Es ist noch immer ein Nischen-Markt, aber die Nachfrage von allen Seiten nimmt beständig zu. Durch das große Sortiment an Kinderbananen, Budget-Bananen und Bio-Bananen, teilweise in Kombination mit dem Fairtrade Siegel, entsteht sogar noch zusätzliche Nachfrage;" sagte ein Importeur.

Belgien: Preise für grüne Bananen steigen, für gelbe stabil
Die ersten Monate des Jahres sind für gewöhnlich die besten Monate für den Bananenverkauf. Allgemein kann man sagen, dass der Markt ruhig ist und "nichts besonderes passiert." Die Preise für grüne Bananen steigen jetzt leicht an, während die Prese für gelbe Bananen stabiler sind. Sogenannte "grüne Preise" sind die Kaufpreise für den Importeur/Reifer, der später die gelben Bananen verkaufen wird. Der Preis für gelbe Bananen liegt immer etwas zurück. Einem Händler zufolge ist es schwierig, hohe Preise für Bananen zu erzielen. "Es ist heutzutage nicht einfach, das Produkt für den Kunden einfach teurer zu machen." Auch wenn es viele verschiedene Marken auf dem Markt gibt, scheinen Chiquita Bananen bevorzugt zu werden.

UK Markt stabil
Zurzeit ist der Markt stabil. Sowohl das Angebot, als auch die Nachfrage unterliegt keinen größeren Schwankungen. Für gewöhnlich steigt die Nachfrage in den ersten Monaten des Jahres leicht an und das Angebot sinkt ein wenig, aber da der Großteil des Bananen Marktes mit Fixverträgen arbeitet und nur wenig auf dem Spotmarkt gehandelt wird, verändern sich die Preise kaum. Die Wechselkursrate könnte den Handel auf dem Spotmarkt zwar beeinflussen, das würde jedoch nur eine kleine Menge betreffen. Letzten Sommer wirkte sich jedoch der Wertverlust des Pfunds gegenüber dem Dollar auf die Preise aus. Ein Händler sagt, dass es keinerlei Probleme mit dem Angebot aus Ecuador gegeben hätte, auch wenn das Wetter in Costa Rica und Kolumbien schlecht gewesen war. Diese Wetterverhältnisse haben sich lediglich auf den freien Handel ausgewirkt. Importeure diversifizieren ihre Geschäfte, indem sie andere Produkte und Dienstleistungen anbieten. Beispielsweise gibt es Importeure, die ihr Sortiment an Exoten ausweiten, während andere in Logistik Dienstleistungen investieren.

Engpässe auf dem französischen Markt
Auf dem französischen Markt gibt es zurzeit viele afrikanische Bananen. Ein Händler sagt, dass es Probleme mit dem Angebot aus Lateinamerika und den karibischen Ländern gibt. Das Angebot von Kolumbien, Guadeloupe, Martiniqe und der Dominikanischen Republik fällt klein aus. Folglich sind die Preise für Premium Bananen hoch und die Nachfrage geht in Richtung Klasse 1 Bananen, deren Preise erschwinglicher sind. Der Dollar erschwert die Importe. Einem Importeur zufolge ist es nicht einfach, einen Vertrag mit besseren Preisen zu bekommen. Daher verlieren viele Unternehmen in Europa Geld.

Polen: Niedrige Nachfrage wegen der Schulferien
Ein polnischer Bananen Importeur bescreibt die Situation auf dem polnischen Markt als "alles andere als optimal". Die Verkaufszahlen können mit den Käufen an den nördlichen Häfen Europas nicht mithalten. Letzte Woche lag der Spotpreis für ecuadorianische Bananen zwischen 10.50 und 11 Dollar. Dieser Preisanstieg hat sich noch nicht beim Preis von gelben Bananen wiedergespiegelt. Es gibt Promotionmaßnahmen, die den Verkauf von Bananen zu einem niedrigen Preis ankurbeln soll. Insgesamt sind die Verkäufe zu dieser Zeit des Jahres nicht gerade spektakulär. Einem Händler zufolge sollte der Preis höher und die Situation besser sein. Auf dem Großhandelsmarkt bleibt das Angebot stabil. Auch die niedrigen Temperaturen fördern den Verkauf nicht. Außerdem wirken sich die Schulferien negativ auf den Verkauf in Teilen des Landes aus. In den lezten Jahren ist auch erstmals eine Reihe an Nischen-Produkten wie rote Bananen, Babybananen und Kochbananen auf den Markt gekommen, aber es bleibt eine kleine Produktgruppe.

Spanien: Kampf zwischen importierten und kanarischen Bananen
Der Marktanteil von importierten Bananen steigt weiterhin auf Kosten von kanarischen Bananen. Das kann man vor allem in südlichen, mediterranen Regionen beobachten. In Nordspanien werden weniger importierte Bananen konsumiert. Importierte Bananen haben einen Anteil von 40% am spanischen Markt, wobei kanarische Bananen die restlichen 60% bilden. In den letzten Jahren sind die Preise von importierten Bananen jedoch konkurrenzfähiger geworden, weil die Zölle für Importbananen gesenkt wurden. Spanische Supermärkte nutzen diese Bananen als Teil ihrer Werbung, um mehr Kunden anzulocken. Daher sind importierte Bananen günstiger, als kanarische Bananen. Auch hat sich ihre Qualität verbessert. Kolumbien hat den Markt in den letzten sechs Monaten geflutet. Folglich sind die Preise unter Druck geraten. Zurzeit liegen kanarische Bananen bei 60 bis 70 Cent und sind dait teurer, als importierte Bananen. In den Wintermonaten (Februar bis März) steigt die Nachfrage auf ein Maximum an und mit ihr auch die Preise, allerdings gibt es nur ein begrenztes Angebot. Das Angebot von kanarischen Bananen bleibt mit 6 bis 8 Millionen Kilo pro Woche stabil. Der Importmarkt ist weniger stabil. Europäische Importeure nutzen Spanien, um ihr Überangebot loszuwerden und den Markt zu stabilisieren.

Italienischer Markt ruhig
Der Jahresanfang ist keine gute Zeit für den Bananenmarkt. Von Ende Februar an gibt es auf dem Markt dann einen Aufwärtstrend, der bis Ende Juni anhält. Das Angebot kommt sowohl aus Afrika (Kamerum), als auch aus Süd- und Zentralamerika (Ecuador, Costa Rica und Kolumbien). Die Preise auf dem Großhandelsmarkt in Naples liegen zwischen 90 Cent und 1 Euro pro Kilo für eine 18 Kilo Kiste Bananen. In Turin kosten Bananen aus Zentralamerika 87 Cent, was etwas weniger als im Vorjahr ist. In Rom liegt der Preis bei 80 Cent.

Anhand der Preise auf dem Großhandelsmarkt in Verona sieht man deutlich die Unterschiede zwischen den einzelnen Marken:
  • 0.83 €/kg für Bouba Bananen, Kategorie I, mit unterschiedlicher, ausländischer Herkunft;
  • 0.85 €/kg für Simba Bananen, Kategorie I, mit unterschiedlicher, ausländischer Herkunft;;
  • 0.88 €/kg für Cabana Bananen, Kategorie I, mit unterschiedlicher, ausländischer Herkunft;;
  • 0.90 €/kg für Del Monte und Tropy Bananen, Kategorie I, mit unterschiedlicher, ausländischer Herkunft;;
  • 1.03 €/kg für Dole Bananen, Kategorie I, mit unterschiedlicher, ausländischer Herkunft;;
  • 1.15 €/kg für Chiquita Bananen, Kategorie I, mit unterschiedlicher, ausländischer Herkunft;.
Teure Bananen in Griechenland
In den vergangenen zwei Wochen sind südamerikanische Bananen teuer gewesen, so ein Händler. Der Importeur sagte, dass griechische Verbraucher, wegen ihrer Größe, ecuadorianische Bananen bevorzugen. Der Händler erklärt, dass die Nachfrage hoch und das Angebot niedrig ist, wodurch die Preise für die Bauern ansteigen. "Die Bauern profitieren von der derzeitigen Situation."

Supermärkte haben mehr Interesse an Bio-Bananen und einer vielfältigen Größen-Auswahl. Für den Markt spricht, dass sich die Transportkosten im Vergleich zu vor zwei Jahren, halbiert haben.

USA Bananen Krieg
Auch wenn das Bananen Angebot stabil ist, fällt die Nachfrage eher enttäuschend aus. "Wir befinden uns in einem Preiskrieg. Jede Kette verkauft für 39 Cent pro Pfund (454 Gramm) und das tut weh," sagte ein Händler aus der Boston Region. Der Preiskrieg hält schon seit einiger Zeit an und es ist kein Ende in Sicht. Dem Händler zufolge werden den Supermärkten attraktive Preise von Multikonzernen gemacht und kleinere Läden haben darunter zu leiden. Neben dem Preiskrieg müssen die Bananen auch mit anderem Obst, das das ganze Jahr über erhältlich ist, konkurrieren. Das wiederum schadet der Nachfrage. Indessen wächst der Markt für Kochbananen.

China importiert weniger von den Philippinen
September und Februar sind die besten Monate für Bananenverkäufe. In Chiana werden Bananen in den Provinzen Guanxi, Yunnan und Hainan angebaut. Zurzeit ist der Markt schwach. Die Preise für lokale Ernte waren im letzten Jahr höher, als in der vergangenen Saison. Grund dafür war das Unterangebot durch Stürme und den rückläufigen Importen von den Philippinen. Die Inselgruppe ist der wichtigste Lieferant für Importbananen, aber der Fokus geht mehr und mehr in Richtung Ecuador. Letzten Mai wurden einige Ladungen philippinischer Bananen bei der Ankunft in China zerstört. Dabei spielen auch politische Spannungen eine Rolle. Außerdem ist die Produktion auf den Philippinen wegen der extremen Wetter- und Krankheitsverhältnisse gesunken. Schätzungen zufolge sind die Exporte nach China um 30% zurückgegangen. China importiert auch über den Landweg aus Vietnam und Thailand. Es gibt in größeren chinesischen Städten wie Peking und Shanghai Reifevorrichtungen, aber die Kapazität ist begrenzt.

Indische Exporte steigen
In den vergangenen zwei Jahren wurde die indische Bananen Produktion schwer von der Dürre beeinflusst. Ein Bauer berichtet, dass das Erntevolumen im letzten Jahr 40% kleiner ausgefallen war. Zurzeit sind die Preise hoch, sie werden jedoch voraussichtlich fallen, sobald die neue Ernte im März auf den Markt kommt. Ein Händler erklärt, dass das Land, trotz der beliebten Cavendish Marke, auch Yelakki Bananen anbaut. Diese Bananen werden unter einem anderen Label vermarktet und dank einer Investition in die Bewässerungssysteme, wird es auch möglich sein, sie zu exportieren. Das Unternehmen erwartet außerdem, dass sich die Exporte von Babybananen nach Europa und in den Mittleren Osten entwickeln werden. Es gibt Exporte in Länder der Region, wie Afghanistan und Pakistan und auch darüber hinaus in die Golf Staaten. Die Nachfrage steigt vor allem in Pakistan und auch der Markt in Dubai wächst beständig. Im letzten Jahr sind die Exporte um 45% gestiegen und haben ein Volumen von 93.000 Tonnen erreicht. Neben den Inselgruppen, sind Frankreich und Großbritannien weitere Exportmärkte.

Australien baut Test-Plantage
In wenigen Monaten wird im Süden Darwins eine Test-Plantage mit einer Fläche von mehr als 6 Hektar gebaut werden, die für den Anbau verschiedener, genetisch modifizierter Bananen, um genau zu sein Canvendish Sorten, bestimmt ist. Forscher hoffen, mit dieser Plantage eine Sorte entwickeln zu können, die resistent für die gefürchtete TR4 Krankheit ist, die 1997 das erste Mal im Norden des Landes aufgetaucht war. In bisherigen Studien haben Wissenschaftler eine starke Resistenz für die Krankheit in vier Reihen Grand Nain Candish Bananen gefunden.



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