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TR4-tolerante Bananensorte auf infizierte Farm in Nordmosambik gepflanzt

Professor Altus Viljoen, ein Spezialist für Bananen-Pathologie der Universität Stellenbosch, war vor Kurzem in Ekuador, dem weltweit größten Bananenproduzenten, um dort einige seiner Erkenntnissse über TR4 mit den Bauern vor Ort und den lokalen Behörden zu teilen.

Zusammen mit seiner Kollegin Dr Diane Mostert von der Abteilung für Pflanzen Pathologie in Stellenbosch, hat er Wissenschaftler von verschiedenen Universitäten, Instituten und der staatlichen Organisation für die Gesundheit von Pflanzen und Tieren fortgebildet und sie in den Bereichen Diagnose, Bio-Sicherheit und Krankheitsmanagement unterrichtet.

80% der ecuadorianischen Bananenproduzenten sind kleinere Farmen. Diese bauen auf einer Fläche von 300.000 Hektar an, was es deutlich erschwert, sie vor TR4 zu schützen.

Allerdings sieht Prof. Viljoen optimistisch in die Zukunft der ecuadorianischen Industrie. "Ich denke, dass man schon einen gewissen Einfluss auf die Ankunft von TR4 in Ekuador hat."

In Südafrika ist es eher eine Frage, wann die asiatische "Greening" Krankheit dort ausbrechen wird und nicht, ob sie überhaupt ausbricht. Sieht Professor Viljoen das auch ähnlich in Bezug auf einen möglichen TR4 Ausbruch in Ekuador?

"TR4 ist ein Pilz, der im Boden wächst. Das unterscheidet ihn sehr von der asiatischen 'Greening' Krankheit. Diese breitet sich unglaublich schnell im Zitrussektor aus. TR4 kann nur dann ausbrechen, wenn irgendwo jemand einen Fehler macht. In Ekuador ist die Bananenproduktion allerdings so groß, dass es natürlich auch ziemlich viele mögliche Fehlerquellen gibt. Wenn die Krankheit es erst einmal ins Land schafft, so wird es schwierig sein, sie wieder loszuwerden. Die ecuadorianische Industrie ist daher durchgehend in Alarmbereitschaft."

Der Professor will den TR4 Ausbruch in Kolumbien ungern schon als 'Katastrophe' betiteln. TR4 ist inzwischen ein Signalwort, das sowohl international als auch national viele Kampagnen und Projekte ausgelöst hat. Diese sind allerdings nicht immer hinreichend gut organisiert.

Mit TR4 infizierte Bananenfelder

TR4 soll nächsten Monat Thema in Maputo sein
Noch beschränkt sich der TR4 Ausbruch auf zwei Bananenfarmen im nördlichen Mosambik. Eine der beiden Farmen ist pleite gegangen und wurde nun von Jacaranda Agricultura Limitada aufgekauft. Jacaranda bepflanzt die infizierte Fläche nun mit einer Cavendish Sorte namens "Formosana".

"Die Formosana Pflanzen sind TR4 tolerant", sagt Professor Viljoen. "Die Pflanze wächst gut, wenn das Ausmaß der Infizierung noch überschaubar ist. Sind jedoch zu viele Pilze im Boden, so ist jedoch auch bei der toleranten Sorte mit Verlusten zu rechnen. Formosana wächst etwas langsamer als Cavendish Sorten wie Willliams und Grand Naine und wirft dementsprechend geringere Erträge ab."

Nächsten Monat wollen sich Bananenexperten aus aller Welt zu einem Meeting in Mosambik zusammenfinden, um dort neue Strategien zu finden, wie man mit TR4 in Afrika umgehen soll.

Außerdem wird es eine Bananenkonferenz geben, die vom mosambikanischen Ministerium für Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit und BananaMoz, dem neu gegründeten Bananenverband des Landes, organisiert wird. Zudem wird es in Miami einen Workshop über TR4 in Lateinamerika geben.


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