Italienische Birnenernte halbiert

Der italienische Birnensektor steckt in einer Krise. Die Erzeugerorganisation OI Pera skizzierte am 27. September eine erste Schätzung der Saison während des Comitato di Coordinamento.

Die Daten zeigen einen Rückgang und die Situation ist besorgniserregend, da der Ertrag von Birnen noch nie so niedrig war.

Bereits im Juli wurde mit einem sehr schlechten Ertrag gerechnet. Und das bewahrheitete sich, denn die Ernte betrug lediglich 511.000 Tonnen, und das ist nicht ausreichend, um den Bedarf zu decken. Dazu haben das schlechte Wetter und die Bestäubungsprobleme beigetragen.

Inzwischen liegt der Ertrag bei 365.000 Tonnen. Letztes Jahr waren es 730.000 Tonnen und 2011 waren es 934.000 Tonnen. Eine so niedrige Ernte gab es noch nie. In der Region Emilia-Romagna wird die Ernte 2019 auf rund 243.000 Tonnen geschätzt. Im Vergleich zu den Anfang Juli geschätzten 357.000 Tonnen besteht bereits ein großes Defizit, insbesondere angesichts des Potenzials der Region.

"Dieser große Unterschied zwischen den zuvor vorgenommenen Schätzungen und den auf der Grundlage des tatsächlichen Ertrags berechneten Daten ist sicher auf die sehr ernsten Probleme zurückzuführen, die sich durch die Ausbreitung der asiatischen Stinkwanze und Schimmelpilzen ergeben. Vor drei Monaten konnten wir das nicht voraussehen", erklärte der Vorsitzende Gianni Amidei, (Foto nebenstehend).

"Diese beiden Faktoren haben nicht nur zu einer Mengenreduzierung geführt. Im Vergleich zu einem normalen Jahr, in dem der Umsatz durchschnittlich 70% beträgt, ist der Prozentsatz in diesem Jahr auf durchschnittlich 55% des Gesamtumsatzes gesunken."

Abate Birnen

"In einer solchen Situation sind zwei Dinge von entscheidender Bedeutung: Erstens muss den Landwirten finanziell geholfen werden, wirtschaftliche Schwierigkeiten zu überwinden. Die Branche befindet sich jetzt in der Gefahrenzone, während sie einst an der Spitze stand. Zweitens besteht Bedarf an gezielter und wirksamer Forschung, um konkrete Antworten geben zu können."

"Wir von OI Pera möchten eine solche Studie und werden die Leitung als Förderer und Koordinator einiger wichtiger Forschungsprojekte übernehmen. Die Branche steht vor großen Problemen und es ist jetzt an der Zeit, Maßnahmen zu ergreifen. Wir können nicht länger warten", sagt Amidei abschließend.


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