Gert Mulders, Kwekerij Mulders:

"Preis belgischer Heidelbeeren war durchschnittlich besser als letztes Jahr"

Das Familienunternehmen Kwekerij Mulders im belgischen Poppel baut sowohl Tomaten als auch Blaubeeren an. Gert Mulders erklärt, wie diese eigenartige Kombination zustande kam: "Wir bauen unsere Tomaten auf 3 Hektar an. Da wir dies nicht räumlich erweitern konnten, haben wir 2017 mit dem Anbau von Blaubeeren begonnen und das gefällt uns immer noch. Wir bauen derzeit auf 1,7 Hektar. "Die Gärtnerei Mulders setzt die Tomaten und Heidelbeeren über die Coöperatie Hoogstraten ab. Darüber hinaus gibt es Hausverkauf, der von Anwohnern und vorbeikommenden Radfahrern dankbar genutzt wird.



Elite-Tomaten

"Wir hatten vor ein paar Jahren sowohl Elite-Strauch-Tomaten als auch Fleischtomaten, aber vor zwei Jahren sind wir komplett auf Elite umgestiegen. In Belgien gibt es nicht so viele Erzeuger, die Elite-Strauchtomaten anbauen. Viele Produzenten ziehen es vor, Princes-Tomaten anzubauen, da diese groß sind und mehr Kilos bringen. Die Elite ist viel feiner, bunter und süßer als die Princes, was bedeutet, dass man manchmal um die 10 Cent mehr bekommt. Nur wenn viel Produkt auf dem Markt ist, stimmen die Preise überein. Wir sehen auch keinen Makrolophis-Schaden bei Elite-Tomaten. Auf diese Weise können wir die Biologie besser unter Kontrolle halten. "Zusätzlich zu den Elite-Strauchtomaten baut Mulders auch ein paar Reihen Snack-Tomaten an. Sie verkaufen diese nur lokal im Automat.

Gert fährt fort: "Wir werden bis Mitte Dezember weitermachen und haben keine Beleuchtung. Das war eine bewusste Entscheidung. Auf diese Weise können wir unser Unternehmen im Winter vollständig desinfizieren und die Biologie in Ordnung halten. Im Winter gibt es keine hohen Spitzen, daher hat der Anbau für uns keinen Mehrwert. Den Strom, den wir sonst in die Lampen stecken würden, verkaufen wir über das Netz. Von Mitte Dezember bis 2. Januar haben wir Zeit, alles aufzuräumen. Dann haben wir Mitte April wieder die erste Produktion. Wir blicken zufrieden auf das vergangene Jahr zurück, in dem 1,7 Millionen Tomaten produziert wurden. Was die Preise im Moment betrifft: Aufgrund des warmen Wetters vor ungefähr 4 Wochen gibt es schlechten Fruchtansatz daher erwarte ich, dass die Preise steigen werden."

Belgisches Produkt
Gert nennt die vergangene Heidelbeersaison auch gut. "Zum Glück war der durch die Hitze verursachte Schaden nicht so groß. Wir arbeiten mit Tunneln, damit die Beeren angemessen geschützt sind. Neben dem Gewächshäusern der Tomaten arbeiten wir mit Substrat, denn das kann man besser steuern und kontrollieren. Am anderen Standort von 1,5 Hektar haben wir Freilandanbau. Unsere Heidelbeeren sind ein belgisches Produkt, aber sie müssen perfekt sein, sonst kauft man sie aus dem Ausland."

Produktion in Deutschland, Polen und Serbien nimmt zu
In diesem Jahr war der Preis durchschnittlich, letztes Jahr war es laut Gert sehr schlecht. "Im vergangenen Jahr war der ganze Süden spät dran, während wir früh waren. Dann kommt man gleichzeitig auf den Markt und die Preise sind niedrig. “Er merkt auch an, dass die Produktion in Ländern wie Deutschland, Polen und vor allem Serbien steigt. "Dort produziert man auch mitten im Sommer, sodass der Preis sinkt. In diesen Ländern gibt es viele junge Plantagen, deren Volumen enorm zunimmt. Die Preise bleiben jetzt ziemlich stabil. Die Saison neigt sich dem Ende zu und es gibt bereits Produkt aus dem Ausland."

"Wir haben verschiedene Sorten: Duke, Draper, Topshelf, Liberty und Aurora. Die Pflanzen sind vier Jahre alt und wir haben dieses Jahr zum ersten Mal geerntet. Liberty und Aurora sind spätere Sorten, liefern aber eine höhere Produktion: rund 10.000 kg / ha. Unsere Produktion beträgt durchschnittlich 8.000 kg / ha. Der Anbau verschiedener Sorten sorgt für eine Risikostreuung und ist für uns personell günstiger. Alle Heidelbeeren müssen von Hand gepflückt werden. Auf diese Weise bleibt der Flaum auf den Beeren erhalten. In diesem Jahr war es schwierig, Mitarbeiter zu finden, daher versuchen wir, sie zu verwöhnen, indem sie unterschiedliche Aufgaben ausführen können. Wir sind ein kleines Familienunternehmen, das Personal darf hier alles und hilft sowohl mit Tomaten als auch mit Heidelbeeren. Wir stellen fest, dass sie das zu schätzen wissen und im nächsten Jahr wiederkommen."

Local Harvest
Die kleinen und unverkäuflichen Beeren werden zu Säften, Wein und Konserven verarbeitet. "Wir haben dies mit vier anderen Erzeugern im VZW begonnen. Die ersten Saftflaschen des Local Harvest-Labels wurden soeben ausgeliefert: Blaubeersaft; Himbeer, Brombeer und Blaubeersaft sowie Blaubeer- und Apfelsaft."

Noch zwei Wochen und dann ist die Saison vorbei. Wenn die Tage kürzer werden, bekommen die letzten Heidelbeeren langsam Farbe. Auf die Frage, ob sie Pläne haben, den Anbau von Blaubeeren zu erweitern, lacht Gert: "Wer weiß!"

Für weitere Informationen:
Gert Mulders
Kwekerij Mulders
Aarledijk 83
2382 Poppel, Belgien
+32(0)495 875379
Gert@kwekerijmulders.be 
www.kwekerijmulders.be  


Erscheinungsdatum:
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