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Produzenten und Kühlanlagen zögern Obst auf die Straße zu schicken

Südafrika: Hafenaktivitäten wieder gestoppt aufgrund von Gewalt gegen Trucker

Am Durban Hafen werden heute keine Container verladen und alle Straßen im Großraum Durban sind sehr still als Antwort auf Gewaltandrohungen gegen Fernfahrer. Nervöse Fuhrunternehmen warten ab und beobachten die Situation, weil es am Wochenende mehr Berichte über Brandanschläge auf LKWs in KwaZulu-Natal, Mpumalanga, Gauteng und im Westkap gab. Mindestens 20 Demonstranten wurden heute in Durban festgenommen.

An den Häfen Port Elizabeth und Coega findet ebenso keine Verladung statt, obwohl die Häfen windabhängig sind und gerade Winde von über 90km/h erfahren.

Im Westkap gab es heute Morgen eine kurze Blockade am Piekenierskloof Pass in Citrusdal aus LKWs, die seitdem geräumt wurde. Es gibt Berichte über Proteste und Blockaden im ganzen Land.

Heute Morgen: LKWs blockieren den Pass, der das Obst von Citrusdal nach Kapstadt Hafen bringt

Die Verpackung von Zitrusfrüchten muss zwangläufig weitergehen, weil das West- und Ostkap sich in der Hochphase der Zitrussaison befinden, aber viele Produzenten lagern lieber ihre Paletten in ihren eigenen Kühlräumen und warten ab, wie sich die Situation entwickelt. Sie sind vorsichtig, wenn es darum geht, ihre LKWs heute auf die Straße zu schicken.

„Eine der herausforderndsten Saisons, die wir je hatten“
Bei Kühlanlagen außerhalb Kapstadts, die bereits nah an der Kapazität sind, wird das Verladen von Containern stark reduziert und ein massiver Engpass erwartet, wenn die Transportaktivitäten wieder aufgenommen werden.

„Das muss eine der herausforderndsten Saisons sein, die wir je hatten“, sagt ein Branchenkenner. „Transportabsprachen werden wieder verpasst werden und Schiffe, die vor den Häfen warten, kosten die Reedereien eine Menge Geld.“

Während es keinen offiziellen Fernfahrerstreik gibt und anerkannte Gewerkschaften, die Frachtarbeiter vertreten, sich von den Forderungen des All Truck Drivers Forums distanziert haben, dass nur südafrikanische Bürger in der Branche angestellt sein sollten, steigt die Todesrate: Es gibt Berichte über circa 20 Fernfahrer, die seit letztem Jahr von Demonstranten getötet wurden. Das sambische Hochkommissariat hat eine Reiseempfehlung gegen Südafrika herausgegeben.

„Es läuft auf Wirtschaftssabotage hinaus“
„Wir haben bereits genügend Herausforderungen, mit denen wir in der Lieferkette kämpfen müssen. Die südafrikanische Obstexportindustrie mit ihrem immensen Potenzial für wirtschaftliches Wachstum kann nicht von Chaos und Gesetzlosigkeit auf den öffentlichen Straßen in Geiselhaft gehalten werden“, kommentiert Kees Anton van Welie, Geschäftsführer von African Port Logistics and Infrastructure am Durban Hafen. „Der Polizeiminister hatte Recht, als er sagte, dass diese willkürlichen Aktionen auf Wirtschaftssabotage hinauslaufen. Die Strafverfolgungsbehörden müssen dementsprechend handeln.“

Der Geschäftsführer der Road Freight Association, Gavin Kelly, sagt, dass es Systeme gibt, um Bedenken wie die Beschäftigung von Fernfahrern aus Nachbarländern, die angeblich ohne Arbeitsgenehmigungen angestellt werden, anzusprechen.

„Wir halten die Gewalt gegen Fernfahrer für komplett inakzeptabel. Man läuft nicht umher und attackiert Menschen und Fahrzeuge.“ Er merkt an, dass die Beschäftigungspolitik in Bezug auf die Beschäftigung von Nicht-Südafrikanern bei Fuhrunternehmen variiert und dass, wenn es Unternehmen gibt, die nicht beim Verhandlungsrat registriert sind, wie es das Gesetz vorschreibt, oder die die Arbeitsgesetze missachten, diese kontrolliert und entsprechend mit ihnen umgegangen werden sollte.

Die Road Freight Association hatte letzte Nacht ein Notfalltreffen mit dem südafrikanischen Polizeidienst und es scheint eine echte (wenn auch verspätete) Ernsthaftigkeit zu geben, wenn es um den Umgang mit der Angelegenheit geht und Festnahmen sind erfolgt, sagt er.


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