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Stephanie van der Walt, Geschäftsführerin des Fruit Desk

Schutz der südafrikanischen Obstindustrie greifbar nahe

Es besteht die Tendenz, soziale Transformation und Wirtschaftswachstum als zwei verschiedene Themen zu betrachten, aber Stephanie van der Walt glaubt, dass die beiden untrennbar sind, beide nicht verhandelbar, und dass die südafrikanische Obstindustrie der Beweis dafür ist.

Stephanie ist die erste Geschäftsführerin des neu geschaffenen Fruit Desk, wo sie ihr ganzheitliches Verständnis von Handel, Wirtschaft, Entwicklung und Landwirtschaft vermitteln soll, indem sie die Obstindustrie in politischen Debatten Regierungsebene vertritt, die Komplexität des internationalen Handels und der Verträge mit dem Agrarsektor kommuniziert.

Die Komplexität des internationalen Handels und seine scheinbaren Inkongruenzen spiegeln sich in den Fragen wider, die sie oft von der lokalen Industrie hört, zum Beispiel: Warum hat Chile ein Freihandelsabkommen mit China und wir nicht (weil Südafrika als Mitglied der Südafrikanischen Zollunion + Mosambik verhandelt) oder: Warum gibt uns unsere Mitgliedschaft im BRICS-Block (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) keinen präferenziellen Handelszugang (weil es sich um eine rein politische Vereinbarung handelt)?

Die Bindung an Südafrika macht Handelsverhandlungen schwerfällig und führt zu Frustration. Sie betont aber die Bedeutung des organisierten Zusammenarbeitens, außerdem wäre die Destabilisierung innerhalb der Region, wie Simbabwe deutlich gezeigt hat, ein Verlust für alle.

"Es ist sehr wichtig, an Verhandlungen über den Marktzugang für nicht-landwirtschaftliche Erzeugnisse teilzunehmen", sagt sie. "Die Zeit, sich auf nur eine Sache zu konzentrieren, ist vorbei."

Ist der Agrarsektor um das Land besorgt?
Südafrikaner nahmen am 8. Mai an den nationalen Wahlen teil. Viele Diskussionen, z.B. über die Landreform oder über die schwarze Wirtschaftsförderung in der Landwirtschaft, wurden bis nach der Wahl auf Eis gelegt. Ist die Industrie besorgt über das Südafrika von 2019?

"Es gibt niemanden, der nicht wachsam ist. Wir beobachten die Situation, deshalb wurde auch der Fruit Desk geschaffen: um auf die Zeit zu reagieren, in der wir leben. Die Branche muss sich bewusst sein, was wir von der nationalen Führung und von der Führung der Branche brauchen, was wir erreichen wollen und wie wir dorthin gelangen."

Ihr Entwicklungshintergrund ist im formellen Agrarsektor ungewöhnlich, aber aus ihrer Sicht passen die beiden perfekt zusammen. "Wirtschaftliche Entwicklung ist per Definition die Anzahl der Menschen, die essen können, was sie nicht produziert haben", betont sie. In China, einem Land, in dem sie als Gast der Regierung durch den Agrarsektor geführt wurde, lautet die Maxime: Landwirtschaft zuerst, alles andere wird folgen.

WTO-Streit mit der EU
Derzeit ist die Regierung am Zug, um zu entscheiden, wie in der Frage eines möglichen WTO-Streits um die Regelungen der EU für den Citrus Black Spot vorzugehen ist, die die südafrikanische Industrie als nichttarifäre Barriere betrachtet.

"Die Industrie hat es so weit wie möglich gebracht. Meiner Meinung nach war es unvermeidlich, dass es sich nach all den Jahren in die eine oder andere Richtung bewegen würde. Die gesamte Forschung wurde durchgeführt, jetzt hängt es von den Ministerien für Handel und Industrie sowie für internationale Beziehungen ab und wie sie diese Angelegenheit priorisieren." Als ehemalige Mitarbeiterin der WTO ist sie jedoch skeptisch, was die Industrie in einem Gremium erreichen kann, das zuvor einige umstrittene Entscheidungen getroffen hat.

"In SA erreichen wir mit wenigen Leuten sehr viel"
Was die südafrikanische Landwirtschaft braucht, so Stephanie, ist die breitere Kommunikation der Daten des Sektors. Daten, die beispielsweise die Wirksamkeit der vielen Schulen und Frühförderzentren und Kliniken in landwirtschaftlichen Betrieben belegen, die von landwirtschaftlichen Unternehmen initiiert und finanziert werden; Statistiken, die die entwicklungspolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Integrations- und Transformationsprojekte der Landwirtschaft zeigen.

Projekte, die zu den fortschrittlichsten des Landes gehören, aber der breiten Öffentlichkeit unbekannt sind. "Die Obstindustrie arbeitet auf vielen Ebenen, in Südafrika erreichen wir mit wenigen Leuten tatsächlich sehr viel ", sagt sie.

Branchen außerhalb der Landwirtschaft sind sehr gespannt darauf, was die Landwirtschaft tut (die oft zum Zwecke der Selbstverteidigung in diesem antagonistischen Umfeld wenig Kommunikation nach außen betreibt). Der breiten Öffentlichkeit ist der Beitrag der Obstindustrie zur Wirtschaft und zum Ansehen in der Welt weitgehend unbekannt. "Um sich selbst zu schützen, muss man sichtbar sein. Bei der vierten industriellen Revolution geht es um Daten, dort fehlt es dem Agrarsektor", sagt sie. "Man muss Daten der vielen Projekte, die in der Branche durchgeführt werden, sammeln, man muss zeigen, was alles erreicht wird. So wird man Teil des öffentlichen Diskurses."

"Unsere Fähigkeit ‚to keep calm and carry on‘ ist eine große Ressource für die lokale Industrie. Wir verfügen über viel Fachwissen und Innovation, aber der Aufbau unseres Images und die Kommunikation nach außen sind Bereiche, in denen der Fruit Desk helfen kann."

"Als ich für diesen Job interviewt wurde, wurde ich gefragt, was mich an die Obstindustrie herangeführt hat, ich antwortete, dass es ihr hohes Maß an Ethik und Gewissenhaftigkeit ist. Das gefällt mir sehr gut."

Für weitere Informationen:
Stephanie van der Walt
Fruit Desk
Tel: +27 12 807 6686
Mail: Stephanie@agbiz.co.za 
Web: https://agbiz.co.za


Erscheinungsdatum:
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