Obwohl der Verbrauch von Papayas in Europa nicht so häufig ist wie in tropischen Ländern, steigt er allmählich an. Dies bietet Möglichkeiten für Papaya-Exporteure, auch in Peru.
Ein Bericht des CBI (Zentrum zur Förderung des Imports aus Entwicklungsländern) gab Exporteuren, die Papayas nach Europa schicken, eine Liste der Qualitäten, die sie in ihren Produkten anstreben sollten. Die Papayas sollten sauber und frei von Pestiziden sein, ohne ungewöhnliche äußere Feuchtigkeit. Darüber hinaus muss die Frucht eine feste Struktur haben, geruchslos sein, keine Anzeichen von Schäden durch hohe oder niedrige Temperaturen aufweisen und einen Stiel haben, der nicht länger als einen Zentimeter ist.
Es ist bekannt, dass Papayas aufgrund der relativ kurzen Haltbarkeit und Zartheit der Früchte schwierig zu handhaben sind, da die Früchte leicht zerquetscht werden können.
Wachsender Markt
Nach mehreren Jahren, in denen der europäische Import von Papaya bei 30.000 Tonnen lag, stieg er 2015 und 2016 auf 40.000 Tonnen, so das CBI. Im Jahr 2017 hatten die Einfuhren bereits eine Menge von 43.000 Tonnen im Gesamtwert von 103 Mio. Euro. „Dies zeigt, dass sich immer mehr Verbraucher mit der Papaya vertraut machen. Nahezu alle in Europa ankommenden Papaya-Importe stammen aus Entwicklungsländern“, heißt es in dem Bericht.
Das CBI erklärt, dass Deutschland und die Niederlande die Hauptimporteure für frische Papayas sind und auch die höchsten Wachstumsraten verzeichnen. Ein großer Teil der deutschen Importe wird über die Niederlande getätigt (70% der Papayas, die in dieses Land einreisen, werden wieder exportiert), was die hohen Werte beider Länder erklärt. Portugal und Spanien importieren ebenfalls große Mengen. Im ersten Fall ist es aufgrund seiner historischen Beziehungen zu Brasilien der größte Exporteur von Papayas. In den osteuropäischen Ländern sind die Mengen jedoch noch gering.
Um Papayas erfolgreich nach Europa exportieren zu können, empfiehlt das CBI, nach Sorten und technischen Verbesserungen zu suchen, die den Transport dieser empfindlichen Früchte erleichtern. Ein gutes Beispiel für eine geeignete Sorte ist die Original Papaya aus Brasilien, die eine längere Haltbarkeit und eine bessere Krankheitsresistenz besitzt.
Die wichtigsten Sorten auf dem europäischen Markt sind derzeit die Sunrise und Golden Solo für kleine Größen von bis zu 700 Gramm und die Formosa für solche, die ein Kilo überschreiten. Die Verbraucher bevorzugen die kleineren, vor allem in Nordwesteuropa.
Chancen gibt es auch im Marktsegment Bio-Papaya, wo das Angebot derzeit noch unzureichend ist.
Quelle: agraria.pe