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Fruchthof Detter baut exklusiv Rosenkohl an für Spar Österreich

Trotz Schwierigkeiten gedeihen noch immer Kohlsprossen in Österreich

Bis vor sieben Jahren waren die Kohlsprossen noch eine Rarität in der österreichischen Landwirtschaft und es gab im dortigen LEH größtenteils Importware aus den klassischen Anbauländern. Nach einem erfolgreichen Versuch hat der Fruchthof Detter mit Sitz in Absdorf (nördlich von Wien) es geschafft den Rosenkohl im Anbau zu integrieren und exklusiv für Spar Österreich hochwertige Sprossen zu produzieren. Trotz der heutigen Wetterextreme und dem Verbot für den Einsatz bestimmter, gegen die weiße Fliege wirksamer Pflanzenschutzmittel gedeihen aktuell nach wie vor Kohlsprossen auf der dortigen Anbaufläche, schildert Stefan Detter, Inhaber des Familienunternehmens.

Im Jahr 2011 bekam der Erzeugerbetrieb die Anfragen für den Rosenkohlanbau und die ersten Gewächse wurden auf ca. 1 ha angepflanzt. Innerhalb von einem Jahr wurde der Anbau auf 5 ha erweitert und habe die führende LEH-Kette Spar erstmalig ihr Interesse an den regionalen Erzeugnissen geäußert. Die Erzeugerfamilie hat damals viele Firmen in Belgien und den Niederlanden besichtigt um Kenntnisse und Informationen zum Anbau zu sammeln. Im Zuge dessen wurde der Rosenkohlanbau auf dem Hof rasch erweitert: ''In der Spitzenzeit im Jahr 2015 hatten wir 15 ha und haben wir fast den ganzen österreichischen Markt abgedeckt.’'

Diesjährige Trockenheit
Aufgrund der Wetterextreme bzw. dem Klimawandel sei es für den österreichischen Produzenten schwierig hochwertige Kohlsprossen zu liefern. Zudem wurde vor drei Jahren in Österreich der Einsatz einiger wirksamer Pflanzenschutzmittel verboten. Dies sei gerade für eine empfindliche Kultur wie den Rosenkohl problematisch, erläutert Herr Detter. ''Wegen dieser Maßnahme haben wir von unseren 15 ha Rosenkohlanbau 2016 etwa 10 ha nicht vermarkten können. Infolgedessen haben wir 2017 beschlossen einen Schritt zurückzugehen und derzeit umfasst unsere Flache etwa 7 ha. Aufgrund der Tatsache, dass wir unser Produkt über 8 Jahre aufgebaut und spezialisiert haben - einschließlich die dazugehörige Investitionen in Sachen Erntetechnik usw. - war dies eine schwierige aber notwendige Maßnahme.''

Dieses Jahr habe die Ernte aufgrund der Trockenheit erst Ende September angefangen, etwa 2 Wochen später als üblich. ''Im Zuge der Temperaturschwankungen sind die Rosen nicht gleichmäßig gewachsen, d.h. unten sind sie relativ groß und oben zu klein. Ertragsmäßig kann man die österreichischen Mengen überhaupt nicht vergleichen mit den niederländischen oder belgischen Mengen, auch da wir deutlich weniger düngen dürfen. Nichtsdestotrotz haben wir wegen des Vertrags mit Spar eine gleichmäßige Abnahme während der vollständigen Saison. Für uns als Direktlieferant ist die Marktsituation aufgrund dessen sehr stabil. In unserer Spitzenzeit haben wir Kohlsprossen bis Ende März-Anfang April angeboten, die diesjährige Saison wird voraussichtlich Ende Januar-Anfang Februar beendet werden, je nach Produktqualität.''

Erzeuger Stefan Detter zeigt die frischen Kohlsprossen aus eigenem Anbau

Küchenfertige Kohlsprossen
Trotz der Hindernisse im Rosenkohlanbau seien fruchtbare Böden und vernünftige Wasserzufuhr im klassischen Weinbaugebiet reichlich vorhanden. Wegen der wöchentlichen Abnahme braucht der Fruchthof die Kohlsprossen auch nicht einzulagern. Die Erzeugnisse werden jeden zweiten Tag frisch geerntet, wonach sie aufbereitet werden und innerhalb von zwei Tagen im Gemüseregal der jeweiligen Spar-Filiale landen. ''Wir verarbeiten die Sprossen bis zum vermarktungsfähigen Endprodukt. Die Erzeugnisse werden in die Produktionshalle verlagert, nach Größe sortiert, gewaschen und auf Tassen foliert. Im Endeffekt werden sie also küchenfertig in die Spar-Läden angeliefert.'' Hocheinsatz auf dem Hof beginnt normalerweise ab Ende November, sobald der Winter tatsächlich vor der Tür steht. ''Bis dahin vermarkten wir normale Mengen, aber vom Ende November bis Mitte Januar geht der Absatz um 50 Prozent in die Höhe.“

Hinsichtlich der gesellschaftlichen Trends werden neue Kulturen und Spezialitäten im Anbau integriert. Vor einigen Jahren wurden beispielsweise bunte Flower Sprouts auf ca. 1 ha versucht, welche wegen der großen Anfälligkeit für weiße Fliegen wieder aus dem Anbauprogramm genommen wurden. Im Allgemeinen befindet sich der österreichische Gemüsemarkt, so Detter, im Vergleich zu Deutschland in einer schwierigen Phase. Mit den Lohnpreisen bei den Erntehelfern verfügt Deutschland über eine direkte Regelung, wodurch viele Arbeitskräfte nach Deutschland ziehen können. ''Zugleich steigt die jüngere Generation gerade in großem Ausmaß in den Gemüsebau ein, da im Getreide- und Ackerbau kaum Geld zu verdienen ist. Die Anbaufläche für Spargel verzeichnet z.B. ein sehr großes Wachstum.''

Familienunternehmen
Der Fruchthof Detter ist ein Familienunternehmen landwirtschaftlicher Struktur mit Sitz in Absdorf und existiert seit über 40 Jahren. In den letzten Jahren hat sich auf dem Betrieb ein Wandel vollzogen. Chinakohl wurde durch Möhren, Petersilien und andere Freilandkulturen ersetzt. Außer der direkten Belieferung des LEHs mit Kohlsprossen, Porree und Suppengemüse wird ergänzend der Wiener Großmarkt mit regionaler Frischware versorgt.

Weitere Informationen:
Fruchthof Detter
GF: Stefan Detter
Kremserstr. 96
3462 Absdorf
Telefon/Fax: 02278/2554
E-Mail: office@detter-fruchthof.at
Web: www.detter-fruchthof.at 


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