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InCampagna bindet den Streit mit der Ungerechtigkeit an

"Sizilianische Maffia ist noch immer quicklebendig"

Für die sizilianische Genossenschaft InCampagna ist es manchmal ein Streit gegen die Windmühlen. Die sozialen Probleme auf der, durch die Maffia dominierte Insel im Mittelmeer, hinterlassen ihre Spuren. Der anhaltende Flüchtlingsstrom, hohe Arbeitslosenzahlen und tägliche Ausbeutung am Arbeitsplatz lassen den Gründer Andrea Valenziani in keiner Weise unberührt. Es bestärkt ihn in seiner Überzeugung, dass die italienischen Unternehmer ihre Kräfte bündeln müssen, um diese Problematik gemeinsam anzupacken. 



Absatz mehr Richtung Großhandel 
In der letzten Saison ist InCampagna unter der Leitung von Ex-Warmonderhoffer Jan-Thijs van Heck mit Aktivitäten in den Niederlanden begonnen. Die Genossenschaft InCampagna, ein Zusammenschluss von biologischen Erzeugern auf Sizilien, liefert diverse mediterrane Köstlichkeiten, wo natürlich biologische Zitrusfrüchte, Avocados, Kiwis und Kaktusfeigen nicht fehlen dürfen. Aber auch ein großes Sortiment an Gemüse ist vertreten. Die Genossenschaft verfügt seit Kurzem über ein Gebäude mit moderner, horizontaler Unternehmensstruktur. Dort werden die Zitrusfrüchte sortiert und die Bestellungen mit größter Sorgfalt verpackt bevor sie an verschiedene, europäische Länder verschickt werden. Ab dieser Saison liegt der Absatzschwerpunkt mehr bei den größeren Abnehmern, wie z. B. (Frisch)Großhändlern. 



Soziale Probleme anpacken
Jan-Thijs hebt hervor, dass InCampagna mehr ist als nur eine Erzeugergemeinschaft, die für den Absatz sorgt. "Was uns kennzeichnet ist die lokale Unterstützung untereinander. Um Immigranten und Flüchtlingen bei der Integration zu helfen, bietet die Genossenschaft ihnen Ausbildungsmöglichkeiten innerhalb des Anbaus an. Andrea setzt sich des Weiteren stark ein für die Wiederaufforstung eines Waldes, der den Folgen schlechter Landschaftspflege zum Opfer gefallen ist. Auf die Weise kann der Bodenerosion entgegengewirkt und die Artenvielfalt vergrößert werden." 



Maffiamethoden
InCampagna ist hat sich auch einer Anti-Maffia-Vereinigung angeschlossen. "Täusch dich nicht, die Maffia ist auf Sizilien noch immer quicklebendig. Auch innerhalb des biologischen Sektors wird falsch gespielt. Aus dem Grund ist Transparenz und Ehrlichkeit für uns noch wichtiger. Die Geschichten der Erzeuger sind bereit, um erzählt zu werden. Nicht nur aus Sicht des Kunden, um den Bezug zum Ursprungsort zu vergrößern, sondern weil es dringend nötig ist, genau zu wissen, wie die Linien verlaufen." Er sagt, dass befreundete Erzeuger außerhalb des Netzwerkes regelmäßig Zeugen von `Missständen waren, dass es aber ein schwerer Streit ist, sich den großen (Bio)Orangen-Betrieben zu widersetzten, ohne dass die einem Steine in den Weg legen. "Aus dem Grund sind wir auch mit Enthüllungsjournalisten im Gespräch, um es an den Pranger zu stellen."



Deutsche Mentalität 
"Es ist vielleicht auch eine nationale Haltung der Italiener: ein glanzvolles Äußeres und ein schmuddeliges Inneres." Darum ist es so vorausstrebend, innovativ und inspirierend, wie Andrea es anpackt", findet Jan-Thijs. "Er ist ein wahres Organisationstalent. Es ist unvorstellbar, wie klar und deutlich und ehrlich er alles regelt. Vor allem nach sizilianischen Maßstäben. Was seine Mentalität angeht, hätte er ein Deutscher sein können", sagt er lachend. "Das ist in der gesamten Organisation von InCampagna zu sehen, die er von ganz unten aufgebaut hat."



Schnelle Belieferung
In den Niederlanden beliefert InCampagna u. a. an den festen Kunden BioRomeo. Nach Auskunft von Jan-Thijs sind viele Kunden gut über die hohe Qualität der Produkte zu sprechen. "Selbstverständlich kann ein Fleischer nicht das eigene (Frucht)Fleisch genehmigen aber in den vielen Reaktionen wird der gute, intensive Geschmack in den höchsten Tönen gelobt. Wir pflücken immer erst kurz vor dem Transport und wir liefern schnell, was sich positiv auf die Qualität auswirkt."



Traditionen mit modernen Mitteln 
Als Pionier in der Region im biologischen Anbau, zieht die Genossenschaft alle Register, um zu verhindern, dass der intensive Anbau dort alles übernimmt. Das Ziel ist es, Traditionen mit modernen Mitteln weiter zu entwickeln", sagt Jan-Thijs abschliessend. "Auf diese Weise schützen wir nicht nur, was gut ist sondern verbessern wir auch die Qualität unserer Produkte, die lokale Umgebung und die Welt. Davon profitiert jeder."

Für mehr Informationen:
Jan-Thijs van Heck
InCampagna NL
Tadamasingel 48
7201 EN Zutphen
Niederlande
T: +31 (0)6-21497773

Erscheinungsdatum:



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