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Misslungene Apfelernte Europas nicht durch Weltproduktion ausgeglichen

Die Apfelproduktion ist in der Saison 2017/2018 weltweit um 2,6 Millionen Tonnen zurückgegangen. Die weltweite Produktion umfasst 76,2 Millionen Tonnen. Die positiven Entwicklungen in China haben die europäischen Verluste wegen des Nachtfrostes nicht ausgeglichen. Das schlussfolgerte das USDA (das amerikanische Landwirtschaftsministerium) neulich in einem Bericht. Der Konsum wird auch abnehmen bis 64,6 Millionen Tonnen. Es werden weniger Äpfel verhandelt, weil die schlechte Ernte in Europa die Ein- und Ausfuhr beeinflusst. Pro Land beschreibt das USDA die Lage.

China
Die Apfelproduktion nimmt weiterhin zu und ist diese Saison um 600.000 Tonnen höher. Es sind 44,5 Millionen Tonnen. Die positiven Entwicklungen in den westlichen Provinzen gleichen die Verluste im Norden aus, wo Hitze und Dürre den Anbau beeinträchtigen. Der Konsum bleibt fast stabil. Das größere Volumen wird namentlich an die Industrie verkauft, die fünf Millionen Tonnen kauft. Die verzögerte Ausfuhr nach dem wichtigsten Exportmarkt Indien verringert die gesamte Ausfuhrzahl um 180.000 Tonnen bis 1,2 Millionen Tonnen. Indien hat im Mai 2017 die Grenze für die chinesischen Äpfel geschlossen wegen phytosanitären Überschreitungen. Die Einfuhr nimmt um 10.000 Tonnen zu bis 80.000 Tonnen weil die Nachfrage nach qualitativ guten Äpfeln aus den VS, Chili und Neuseeland zunimmt.



Indien
Dank der günstigen Wachstumsbedingungen ist die Ernte höher: 2,3 Millionen Tonnen. Der Export bleibt stabil mit 20.000 Tonnen. Die Einfuhr ist mit 350.000 Tonnen etwas niedriger, weil die Verluste nach dem Boykott der chinesischen Äpfel wahrscheinlich nicht völlig von der Einfuhr aus den VS kompensiert werden.

EU
Die Apfelernte ist auf dem niedrigsten Niveau seit 2007. Mit einer Rückgang von 20 Prozent beträgt die Gesamternte 10 Millionen Tonnen. Die frühe Blüte im Mai, der Frost im April und die Hitze im Juli erniedrigen die Volumen und die Qualität. Vor allem in Polen und Italien sind die Folgen groß. Der Export wird mit 1 Million Tonnen ein Drittel niedriger ausfallen. Die Einfuhr dagegen steigt um 42 Prozent bis 600.000 Tonnen um die Nachfrage zu erfüllen.

Russland
Mitte Russland wurde von dem Frost getroffen, die Ernte ist um 230.000 Tonnen niedriger und beträgt 1,3 Millionen Tonnen. Weil das einheimische Volumen niedriger ausfällt, erwartet man eine Belebung der Einfuhr bis 690.000 Tonnen. Die Kaufkraft der Russen spielt eine Rolle. Wenn die Preise weiter zunehmen, wird die Nachfrage abnehmen. Trotz des Boykotts der europäischen und amerikanischen Produkte steht Russland oben auf der Rangliste der größten Apfelimporteure.

Neuseeland
Wegen der guten Anbaubedingungen zählt die Ernte 570.000 Tonnen. Das ist eine Zunahme von 30.000 Tonnen. Die Ausfuhr wird weiterhin zunehmen bis 380.000 Tonnen. Weil die Preise sich verbessert haben, wird die Ausfuhr nach Europa zunehmen. Die Ausfuhr nach Asien bleibt erwartungsgemäß stabil.

Die Türkei
Wegen Hagelschäden ist die Ernte um 150.000 Tonnen niedriger und beträgt 2,8 Millionen Tonnen. Der Hagel hat die Ernte in den wichtigsten Anbauregionen Zentral Anatolia und in den Mittelmeergebieten beeinträchtigt. Die Ausfuhrzahlen sind niedriger weil die Ausfuhr nach dem Irak und Ägypten geringer sind.

Vereinigte Staaten
Die Ernte ist um 260.000 niedriger: 4,7 Millionen Tonnen. Im Frühling hat es in Michigan gefroren, so dass die Ernte niedriger ausfällt. Auch in anderen westlichen Staaten, wie Washington, ist die Ernte geringer. Trotz der kleineren Ernte ist die Ausfuhr höher. Vor allem dank einer Zunahme des Absatzes an Indien beträgt der Export 890.000 Tonnen. Die Einfuhr ist dank einer stabilen Anfuhr aus Chili mit 175.000 Tonnen fast gleichgeblieben.

Chile
Die Produktion hat um 50.000 Tonnen zugenommen und die Produktion ist dieses Jahr 1,4 Millionen Tonnen. Die Produktion verschiebt sich weil die Erzeuger in der Region O'Higgins auf den Anbau von Kirschen und Walnüssen umschalten, die mehr gewinnbringend sind. Der Apfelanbau verschiebt sich in die südlichen Regionen Biobio und Araucania, wo die Temperatur und der Regen günstig sind. Der Export verzeichnet auch ein Wachstum und zählt 780.000 Tonnen, das erwartete Wachstum der Nachfrage aus der EU trägt dazu bei.

Mexiko
Extremes Wetter hat die Ernte in Chihuahua, die wichtigste Anbauregion für Äpfel, eingeschränkt. Die Gesamtproduktion bleibt mit 720.000 Tonnen stabil. Die Einfuhr hat um 17.000 Tonnen abgenommen bis 250.000 Tonnen weil der Peso an Wert abgenommen hat im Vergleich zum Dollar, das beschränkt der Import aus den VS, dem wichtigsten Lieferant.

Argentinien
Die Apfelernte ist um 20.000 Tonnen höher und beträgt 550.000 Tonnen weil die günstigen Anbaubedingungen zu einem höheren Ertrag geführt haben. Trotz des größeren Volumens bleibt der Export mit 80.000 Tonnen stabil. Der Konsum steigt weiter, weil die Konkurrenzposition der argentinischen Produkte auf dem Weltmarkt sich verschlechtert und mehr Produkte auf den einheimischen Markt gebracht werden.

Südafrika
Die Ernte ist mit 850.000 Tonnen um 50.000 Tonnen niedriger. Die Dürre beschränkt die Bewässerungsmöglichkeiten der Erzeuger und den Ertrag. Es wundert nicht, dass der Export mit insgesamt 500.000 Tonnen ebenfalls niedriger ist. Wegen der Dürre ist die Qualität weniger für die Ausfuhr geeignet.

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