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Die Himbeerproduktion in der Ukraine nimmt zu

Die Ukraine ist einer der führenden Exporteure für Himbeeren, an siebter Stelle in der Welt und vierter in Europa in Bezug auf die Nettoausfuhr. Von den Top 10 Himbeerexporteuren 2016 war die Ukraine das einzige Land, das sein Exportvolumen erhöhte. Nach einem 22-fachem Anstieg in den totalen Exporten 2016 wird erwartet, dass die Ukraine bis zum Ende 2017 den Export auf 12 Tausend Tonnen verdoppelt. Das stellt die Ukraine auch auf eine Stufe mit China und Mexiko in Bezug auf die Himbeerenexportvolumina und hinter nur drei andere Länder der Welt: Serbien, Polen und Chile.

Mohamed Manssouri, Direktor von TCI, FAO und Andriy Yarmak, Ökonom bei TCIC, FAO erzählten, dass „Himbeeren vor fünf Jahren Fremde in den Regalen der ukrainischen Supermärkte waren. In den seltenen Fällen, in denen sie gefunden werden konnten, war ihre saisonale Verfügbarkeit kurz. Jetzt sind frische Himbeeren von Mai bis Oktober verfügbar und allgegenwärtig im Land geworden, vor allem für den Straßenhandel, welcher mit diesen Beeren gedeiht.“ 

Der Einzelhandelspreis von Himbeeren von unter einem Euro pro Kilo während der Produktionssaison macht die ukrainische Produktion sehr wettbewerbsfähig im Vergleich zu ihren EU-Pendants.

„Trotz der niedrigen Preise sind Produzenten und Einzelhändler noch in der Lage Profit zu machen, was mehr und mehr Menschen reizt, Himbeeren und anderes Beerenobst anzubauen. Viele Ukrainer, welche als saisonale Himbeerpflücker für gewöhnlich nach Polen gegangen sind, haben jetzt ihre eigenen Plantagen auf dem Rücken der neuen Möglichkeiten und finanziellen Belohnungen aufgebaut,“ sagten Manssouri und Yarmak.

Das Mehr an neuen Möglichkeiten in der Himbeerproduktion ist ein Resultat der Promotion von der Food and Agriculture Organization (FAO) und der Europäischen Bank für Rekonstruktion und Entwicklung (EBRD) vor allem in der westlichen Region des Landes, durch praktische Seminare und verkaufsfördernde Informationen durch die Medien und unterschiedliche Industrieevents.

„Viele Experten waren skeptisch gegenüber dem ukrainischen Himbeersektor und verwiesen auf einen Mangel an Wissen und Erfahrung in den internationalen Märkten, unbeständige Qualität und eine große Breite an Sorten, was die Preise niedrig hält und Verbesserungen aufhält. Obwohl diese Herausforderungen existieren, ist der Fortschritt, der in der Ukraine gemacht werden kann, immer noch beeindruckend,“ teilten Manssouri und Yarmak mit.

Der ukrainische Markt hat einen Überfluss an Himbeeren, aber der Mangel an Kühlhäusern bleibt eine Herausforderung. Der Einrichtungsmangel hat manche Anbauer gezwungen, ihre Himbeeren für nur 0,35 Euro pro Kilogramm zu verkaufen und andere waren gezwungen, ihre frischen Himbeeren zum Verarbeiten nach Polen zu schicken.

„Was die Ukraine wettbewerbsfähig hält trotz dem Einrichtungsmangel ist, dass die Arbeit immer noch relativ kostengünstig ist und es steht eine Menge Land für den Anbau zur Verfügung, was für einen langen Zeitraum kostengünstig geleast werden kann. Zusätzlich wird die Agrarwirtschaft als ein attraktives Investment in der Ukraine angesehen, weshalb viele vermögende Ukrainer in die Landwirtschaft oder die Lebensmittelindustrie investieren.“

„Ein Wissenstransfer spielte auch eine Rolle in dem Erfolg. Zwischen 2015 und 2017 wurden mehrere Erzeugergemeinschaften gebildet und zahlreiche Magazine und Webportale, welche sich den Himbeeranbautechnologien widmen, wurden eingeführt. Unzählige Seminare, Konferenzen, Kongresse und Trainingseinheiten wurden auch in allen großen Anbauregionen organisiert, was Anbauern ermöglicht, in die Erfahrungen von anderen führenden himbeerproduzierenden Ländern zu schauen und ihre eigenen Erfahrungen zu teilen.“

Die FAO und die EBRD unterstützen den Sektor, in dem sie ihre Anstrengungen auf die Hilfe für Anbauer fokussieren, welche hauptsächlich kleine Bauern sind, und Verarbeiter entwickeln neue Märkte, verbessern die Effizienz und Produktqualität, und entwickeln Kooperativen, um in Verarbeitung, Lagerung und Handel zu investieren.

Experten von den zwei Organisationen haben auch zu der Entwicklung von neuen Genossenschaftsrechten beigetragen, welche jetzt vom ukrainischen Parlament überprüft werden, und den Gemeinschaften und Bauerngruppen wird permanentes Training zu mehreren Aspekten des Marketings und der Exportentwicklung zur Verfügung gestellt.

„Der Beerensektor verändert ländliche Gegenden in der Ukraine, fördert Einkommen und schafft einen Überfluss an saisonalen und permanenten Jobs, jetzt ist das Exportieren in die EU eine wirkliche Möglichkeit. Geographisch gesehen liegt die Ukraine ideal, um ihre Produkte in die benachbarten EU-Länder zu exportieren und wenn die Produktqualität, Logistik und Verpackung sichergestellt werden kann, werden ukrainische Himbeeren sicherlich wettbewerbsfähig sein auf den EU-Märkten,“ schließen Manssouri und Yarmak ab.

Für mehr Informationen:
Mohamed Manssouri, Director TCI, FAO
Andriy Yarmak, Economist TCIC, FAO
FAO 
Tel.: +390657055290

Erscheinungsdatum:



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