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Ungleichheit zwischen Frau und Mann in der Bananenbranche

Mehrere Regierungen weltweit bestreben eine verbesserte Partizipation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und man will die gläserne Decke des Arbeitsmarktes durchbrechen. Die Position der Frauen in der Bananenbranche wird beurteilt, aber das Thema wird auch breiter beobachtet; nämlich die Position der Arbeiter auf den Plantagen.

"Ich freue mich, dass das Thema dieses Mal am Anfang des Programms besprochen wird," fängt Sue Longley, IUF, an. "In den vergangenen Jahren stand das Thema als Letzteres auf der Tagesordnung und war jeder schon unterwegs zum Flughafen."


Sue Longley, IUF.

"Wir sollten die Anziehungskraft der Bananenbranche für Frauen erhöhen," argumentiert Christel von Compagnie Fruitière während des World Banana Forums. Die französische Firma ist namentlich aktiv in dem Bananenanbau in West-Afrika und gehört in manchen Ländern zu den größten Arbeitgebern. "Auf diese Weise machen Frauen Karriere in der Bananenbranche und wir müssen jede Form der Diskriminierung bekämpfen." Extra Aufmerksamkeit für Schwangere und Mütter mit Kleinkindern ist wichtig.

Frauen verdienen weniger. Einer der Gründe bildet die Tatsache, dass viele Frauen in der informellen Branche arbeiten. Deshalb fallen sie außerhalb der Statistiken. Weitere Forschung in dieser Branche ist geboten. Ein anderer Punkt: "Die Gesundheit und die Sicherheitsdiskussion. Manche chemischen Mittel, die in Europa und in den Vereinigten Staaten verboten sind, werden noch auf den Bananenplantagen eingesetzt. Diese Mittel beeinträchtigen die Gesundheit sehr."


Alette van Leur von ILO.

Vereinbarungen nicht unterzeichnet
Die Arbeit auf den Plantagen ist sehr intensiv, die Arbeitstage sind lang und die benötigten Werkzeuge sind schwer. "Der Zugang zu den Diensten ist beschränkt," laut Alette van Leur von ILO. Ein sozialer Dialog ist ihrer Meinung nach die Lösung, es sollten verschiedene Engpässe auf der Tagesordnung stehen. Die Arbeiter in der Bananenbranche sind ihrer Meinung nach oft den chemischen Mitteln ausgesetzt. Die Chance eines tödlichen Unfalls während der Arbeit ist groß. Die ILO hat deshalb verschiedene Vereinbarungen aufgesetzt, aber die Vereinbarung über sichere und gesunde Arbeitsplätze ist von nur sechzehn Ländern unterzeichnet worden. "Und darunter befinden sich nicht die großen Bananenproduktionsländer," laut Alette.

Aus dem Publikum kommt die Frage weshalb so wenige Länder die Vereinbarung unterzeichnet haben. "Die gestellten Anforderungen dieser Vereinbarung sind gering und trotzdem wollen die Regierungen sie nicht unterschreiben, wie ist das möglich?" Die Frage bleibt unbeantwortet.


Der ecuadorianische Landwirtschaftsminister Raul Clemente Ledesma Huerta.

Ecuador präsentiert Handbuch
Die ecuadorianische Regierung hat ein Handbuch in Gebrauch genommen, um die Sicherheit der Arbeiter in der Bananenbranche zu verbessern. "Die Arbeiter sollten einen sicheren Arbeitsplatz haben," laut des ecuadorianische Landwirtschaftsministers Raul Clemente Ledesma Huerta. "Im allgemeinen haben Mitarbeiter in der Landwirtschaft größere Risiken." Die sind aber je nach Branche unterschiedlich. "In der Zuckerbranche ist die Gefahr, das die Arbeiter von einer Schlange gebissen werden größer, als im Bananensektor, aber auch in dieser Branche ist das Handbuch anwendbar."

Der Minister ruft auch andere Bananenländer dazu auf, das Handbuch zu benutzen. "Es ist wichtig, das Bewusstsein über das Handbuch zu vergrößern." Die Regierung ist jetzt am Zuge, um alle Spieler in der Branche über das Handbuch und die darin festgehaltenen Vereinbarungen zu informieren. Auf dem Arbeitsmarkt in Ecuador gibt es noch alte Gesetze, so dass Arbeitgeber manchmal besser schwarz bezahlen können. "Wenn ein Arbeitnehmer nicht im System ist, kann der- oder diejenige auch die sozialen Rechte nicht beanspruchen und auch nicht davon profitieren," weiß der Minister. "In der Bananenbranche gibt es noch viele derartige Verträge."

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