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Lebensmittelgeschichten:

Wie Landwirte zu Marketinginstrumenten werden

Mit Ausdrücken wie "frisch von den Feldern", einer lieblichen Musik und einem aufwendig geschnittenen Video widmen sich immer mehr Einzelhändler den Lebensmittelgeschichten. In diesen Videos zeigen Supermarktketten unter anderem den Verbrauchern, wie der Anbau funktioniert. Der Landwirt wird plötzlich zum Marketinginstrument.

Marketing-Spezialist Paul Moers sieht es immer öfter: Ein Landwirt wird in einem Video aus einem Supermarkt oder einem anderen Einzelhändler eingesetzt. Laut dem Experten sind die Videos teilweise für neugierige Konsumenten gemacht, aber auch, weil sich Einzelhändler rechtfertigen müssen. „Es ist wichtig, dass die Supermärkte gegenüber Verbrauchern transparent sind“, sagt Paul. „Seien wir ehrlich: Wir leben in einer Welt, in der nicht immer alles stimmt. Transparenz ist daher wichtig. Ich habe einmal mit der niederländischen Supermarktkette Albert Heijn zusammengearbeitet, um einen solchen Werbespot für einen Paprikalandwirt zu machen. Auf diese Weise wollte Albert Heijn zeigen, was hinter der Geschichte der Nachhaltigkeit steht. Es macht Spaß, deinen Verbrauchern mitzuteilen, dass du als Supermarkt wenig oder gar keinen Dünger verwendest und dass Wespen in deinen Gewächshäusern herumfliegen.“



Soziale Medien
Laut demMarketing-Experten, sei es nicht nur schlau, ein kultivierbares Video zu erstellen, heute sei es auch viel einfacher als früher. „Es ist viel einfacher ein Video zu machen als früher“, sagt Paul. „Früher brauchte man teure Kameras und jetzt können Videos einfach auf YouTube oder Instagram hochgeladen werden. Dies sind ausgezeichnete Werkzeuge, um zu zeigen, was man tut. Außerdem ist es natürlich immer noch eine Art Werbung. Ein solches Unternehmen erzählt ein wenig von sich selbst, was sie tun.“

Originalität
Laut Experten gibt es ein Problem: die Originalität. Da jeder Einzelhändler dieses Werkzeug verwendet, kann es schwierig sein, mittels Lebensmittelgeschichten hervorzutreten. „Albert Heijn macht es schon seit Jahren, und wenn ein Unternehmen es tut, müssen auch andere Unternehmen damit anfangen“, sagt Paul. „Jedenfalls interessieren sich die Verbraucher für den Ursprung ihres Essens. Albert Heijn organisiert zum Beispiel den Buitendag (ein Tag im Freien), für den sich die Menschen anmelden können. Sie verbrachten den Tag damit, herauszufinden, woher ihre Früchte und ihr Gemüse kommen. Die Leute wollen sehen, was die Landwirte tun.“



Produktverbindung
Einer der Gründe, warum die Verbraucher an der Herkunft ihrer Nahrung interessiert sind, ist, dass im Laufe der Jahre eine Trennung zwischen dem Essen und dem Verbraucher entstanden ist, so Paul. „Vor 50 Jahren war das ganze Essen regional. Dieser Trend wird immer wichtiger, und auch die Supermärkte reagieren mehr darauf. Es ist wichtig, dass ein Supermarkt in ihren Videos die Wahrheit zeigt. Wenn Parteien zu lügen beginnen, wird es rasch bemerkt. Dies ist nicht wünschenswert.“

Der Landwirt ist der Held
Obwohl die Erzeuger an den Videos der Einzelhändler teilnehmen, kommt es vor allem den Einzelhändlern zugute. Denn dort kaufen Konsumenten ihre frischen Produkte. Doch Paul zufolge sind die Landwirte in den Lebensmittelgeschichten nicht vergebens. „Nicht nur die Konsumenten, sondern auch die Supermärkte schätzen die Landwirte enorm nach einem solchen Video. Die Landwirte zeigen, dass sie authentisch, natürlich und sicher arbeiten. Auf diese Weise wir man für den Markt attraktiver, weil man transparent ist. Für die Landwirte ist es eine großartige Gelegenheit, an diesen Videos teilzunehmen.“


Weitere Informationen:
Paul Moers

Erscheinungsdatum:



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